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anord. Kljäãfa und das Faktitivum dän. Klöve, nnorw. klöyva, mit Ablaut kKlauben(s. d.). Vgl. noch Kloben, Knoblauch, Kluft, Klappe. Verwandt mit lat. gläübere abschälen?, gr. Tüpeiy«eingraben, schnitzen, aushöhlenp.
Kliént, m.(-en, Pl.-en): Schutzbefohlner in Rechtsangelegenheiten. 1605 bei Alber- tinus Lustgarten 231. Von lat. cliens m.(Gen. clientis)«Schutzbefohlner». Dazu Klientél, f.: das Verhältnis des Schutzbefohlnen zu seinem Vertreter Schutzgenossenschaft, 1714 bei Wächtler, aus gleichbed. lat. clientéla f.
kliffen, v.: kläffen, im Ablaut zu Klaffen G. d.) entstanden, bei Bürger 231 aus der Göttinger Mundart.
Klima, n.(-S, Pl. Klimate): Witterungs- beschaffenheit einer Gegend. 1534 bei Herr Die new Welt 52³ Clima. Aus gr. Jat. clima (Gen. climatis), gr. Xiua n. die nach dem Grade der Neigung, welche die Erde vom Aquator an gegen die Pole zu hat, sich richtende Wärme oder Witterung», eig. die Neigung selbst», von gr.«kiveiv«sich neigen. 4B L. klimätisch, adj., erst spät im 18. Jh.
Klimbim, m. n.(-S): das unwesentliche Drum und Dran, unnützes Beiwerk. Erst in neurer Zeit lautnachahmend.
klimmen, v.(Prät. klomm, Konj. Klömme, Part. geklommen, seit Ende des 18. Jh. auch schwachbiegend Prät. klimmte, Part. gelelimmt): sich fest andrückend zur Höhe oder Tiefe steigen. Mhd. Klimmen(Prät. klam, Pl. Klum- men, Part. gexlummen), selten klimben, ahd. chlimban; dazu mndl. climmen, ags. clinban, engl. climb. Wegen anord. Klifa, mengl. clꝰven cklettern» stellt man es gewöhnlich zu ahd. kliban chaften»(s. Kkleiben). Es könnte aber auch zu klemm(s. d.), oder lit. lébti«mit den Armen umfassen» gehören.
klimpern, v.: Klang machen mit einem Tonwerkzeug, ohne eigentlich zu spielen. Im 15. Jh. bei Wolkenstein 36, 25 klumpern, d. i. klümpern, 1697 Schelmuffsky 108 Klimpern. Im Ablautsverhältnis stehend zu Klempern (s. d.), obd. klampern. Davon Klimperei, f., bei Günther 938. klimperklein, adj.: winzig klein, 1709 bei Paulini philosoph. Lust- stunden 1, 380, 1691 bei Stieler Klänper- klein, dafür 1650 bei Moscherosch Phil. 1, 63 klintzerliclin. Klimpimpimperlied, n., bei Goethe 16, 4.
Klimse, s. Klinse.
Kling, m.: heller Ton in feinem Laut, Kling und Klang Goethe 2, 211, mhd. Klinc
Weigand, Deutsches Wörterbuch. 5. Aufl.
m. cheller Schall». Zu klingen. kling, interj. zur Bezeichnung eines hellen Schalles, schon mhd. Klingaã klinc!, 1650 bei Moscherosch Phil. 1, 170 Kling kling, 1774 bei Bürger Lenore 13 kling ling ling. Mit Ablaut kling! Klang/ (Goethe Faust 3634), in Schlemmerliedern des 15. bis 17. Jh. gling glang gloria!(Uhland Volksl. 576). Vgl. Klingklang.
1Klinge, f.(Pl.-n): langer schmaler Stahl zu Hieb, Stich, Schnitt. Mhd. klinge. um 1480 im Voc. inc. teut. d 62 clingke, nd. im 15. Jh. clinge und clinke f., von klingen, welche Ableitung durch der(swerte) Klingen alsus klungen und dã bi von swerten kxlingä klinc(Parzival 69, 14 f.) bekräftigt wird.
²Klinge, f.(Pl.-n): Talbach, schmaler Bach; schmale Schlucht. Mhd. klinge f., ahd. chlinga, Klinka f. und chlingo, klinco m. crau- schender Bach, Wildbach, Talschluchty, von klingen, im Mhd. das Rauschen und Rieseln des Gewässers bedeutend. Vgl. ²Klang.
Klingel, f.(Pl.-n): kleine Schelle, Glöck- chen, 1624 bei Opitz Poeterey 44. Von klingeln, v., Diminutiv und Frequentativ zu klingen(s. d.), mhd. Klingelen chell klingen, rauschen, plätschern, einen Klang hervor- bringen», ahd. chlingilon chell erklingen; die Bed. die Glocke schellen» erst 1691 bei Stieler. ZUS. Klingelbeutel, m.: mit einer Klingel versehner Beutel an einem langen Stabe, mit dem der Küster während des Gottesdienstes den Kirchenpfennig einsam- melte, im 17. Jh.(Schuppius 589) neben dem dissimilierten Klingebeutel.
klingen, v.(Praät. klang, Konj. Klänge, Part. geklungen): einen Laut in stetiger Aus- dehnung von sich geben;(seltner) den Klang hervorrufen, musizieren(schon mhd.). In 1. Bed. mhd. Klingen(Prät. Klanc, Pl. Klangen, Konj. Klünge, Part. geklungen, Imp. klinc), selten Klinkcen, ahd. Klingan; dazu clevisch 1477 clyngen neben clyncken, 1495 in der Kölner Gemma E 4 clincken, engl. clink cklingen, klirren», ferner schwachflekt. afries. klinna, ags. cloman gerklingen»,(entlehnt) anord.-schwed. Klingja«mit einer kleinen Glocke läuten», dän. klinge. Anklingend, aber wegen des Fehlens der Lautverschiebung nicht urverwandt, lat. clangère, um 400 n. Chr. auch clingére«ertönen, erschallen», clangor m. «Klangy, gr. Xoσꝓπ f. Getöny, dçetv(Fut. KXGTEw, Perf. Keéxka-ν⁴)«erklingen, tönen. In der Bed.«klingen machen, zumal durch Anstoßen mit Gläsern beim Trinken⸗(1716 bei
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