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klén, Klein«unansehnlich, geringy, ags. clcꝰne, cléne crein, lauter, hell, unschuldig, keusch), engl. clean crein». Die urspr. Bed. dürfte «glänzend» gewesen sein, so daß man k. zu abg. gleni m.«Schleimꝰ, glina f.«Ton, argillay und weiter zu den unter Klei behandelten Worten stellen kann. 43L. Kleine, f.: Kleinheit, mhd. Kleine, ahd. Klein? f. Klein- heit, f., mhd. kleinheit. Kleinigkeit, f.: etwas Kleines, 1716 bei Ludwig, mhd. Klal- nichait f.«Kleinheit», md. Kleinkeit f.«Scharf- sichty; dazu Kleinigkeitskrämer, m. Ende des 18. Jhs. kleinlich, adj.: klein, gering, schwach(1508 in der Straßburger Gemma X 1 5); in sittlicher und geistiger Bed.«an Kleinigkeiten hangend, niedrigy, seit dem 18. Jh.(bei Lessing 10, 320), mhd. Kleinlich «fein, zart, zierlich, mager, scharfsehend, genau», ahd. im Adv. chleinlähho« auf feine, zarte Weise», ags. cldnl?c«rein». ZUS. Klein- bahn, f.: schmalspurige Nebenbahn. Durch Gesetz 1892 festgelegter Ausdruck. Klein- geld, n.: Scheidemünze. Bei Voß; 1765 bei Rondeau Klein geld. kleingläubig, adj., bei Luther Matth. 6, 30. kleinlaut, adj.: leise redend(im 15. Jh. bei Diefenbach gl. 563 kleynlute stym); mutlos, niedergeschlagen(bei Liliencron 4, 369 b klainlaut, vom J. 1546). Kleinmeister, m.:(im 18. Jh.) ein Mensch, der die kleinen Künste der französ. Gesell- schaft betreibt, um sich angenehm zu machen; dann einer, der sich mit Wissenschaft oder Literatur in kleinlicher Weise befaßt. Eine Ubersetzung des gleichbed. franz. petit-mavtre m. Jetzt«kleiner Handwerker». Kleinmut, m., 1683 in neües Dictionarium Für einen Reisenden S. 177 b, früher und bis gegen Ende des 18. Jh. fem.(1577 bei Fischart Flöhhaz B 3 5 V. 606 Klainmat f.), mhd. dafür Klein- muotixeit f. kleinmütig, adj., mhd. im 14. Jh. bei Megenberg 45, 2 klainmäetig, von dem mhd. Adj. clainmuote(12. Jahrh.). Klein- schmied, m.: Schmied in feiner Arbeit, bes. Schlosser, im Gegensatz zu Grobschmied, ndrhein. im 14. Jahrh. der Pl. cleyne smyde, 1395 cleinsmed, 1215 als Beiname Cleinesmid (Böhmer Urkundenbuch von Frankfurt a. M. S. 23). Kleinstädter, m., 1787 bei Kramer deutsch-holl. Wb. kleinstädtisch, adj., 1673 bei Chr. Weise Erznarren 219. Klein- staaterei, f., 1814 bei Jahn. Vgl. Ladendorf.
Klein, n.(-els), namentlich in Gänse- klein(s. d.), Hasenklein, aber schon 1775 bei Adelung Klein.
Kleinod, n.(-s, Pl.-e, üblicher Klei- nodien): Schmucksache höchsten Wertes, Gegenstand ausgezeichneten Wertes. Mhd. kleinot n. und mit Umlaut Kleinœte, Kkleinœde n., in der Endung geschwächt kleindt, Kleinet, mnd. Klénõde, klenãde n., mittels der ahd. Ableitungsendung-ôödi(vgl. Heimat, Einõde) von dem Adj. Klein, dessen ältrer Bedeutung gemäß eig.«zierlich, fein gearbeitete Sachey, dann«zierliches Geschenk, Ehrengaben, end- lich Gegenstand ausgezeichneten Wertes», auch Kleinigkeit, kleines Hausgeräts. Der Pl. Kleinodien nach dem Pl. clenodia des von dem deutschen Worte gebildeten mlat. clenodium, clinodium n., 1685 bei Grimmels- hausen Simpl. 3, 126(Kz.) Kleinodlien, im 16. Jh. in der Zimm. Chron. ² 1, 245, 24 klinodien, sonst im 16. Jh. auch der Pl. Kleinoter.
Kleister, m.(-s, Pl. wie Sg.): aus feinem Mehle gekochtes Klebmittel. Md. Klister m. cunhangender Gegenstand⸗(Passional 490 b, 65 Köpke), im 15. Jh. wassercleister m. und clisterschuüm m. Asphalty(Rothe düring. Chron. Cap. 14 b und 21), 1587 bei Soranus Kleister m.«Klebmittely», 1577 bei Junius 220 b gleister; nd. im 14. Jh. clistere an- klebende Pflanze, Efeu», 1582 bei Chyträus klyster«aus Mehl gekochtes Klebmittel». Mittels der Ableitungsendung-ster(vgl. Laster, Polster) von derselben Wurzel wie Klei, Kleiben(s. d.). Frühmhd. chlenster m. cangestrichnes Klebmittel»(Anegenge 23, 26) ist abgeleitet von ahd. klenan, mhd. klenen «kleben, schmiereny». Sonst mhd. und ahd. dafür klep m.(noch schweiz. Kleb m.), daneben kleip m.(s. kleiben). 4 BL. kleisterig, adj., 1691 bei Stieler Kleistericht. kleistern, v., bei Luther, mnd. Klisteren.
Klemens, Mannsname. Aus dem lat. Adj. clémens(Gen. clémentis)«mildy. Dazu der Frauenname Klementine.
klemm, adj., wie Klamm(s. d.). Bei Wieland, Hebel, Pestalozzi, 1424 Klemm cknapp (Städtechron. 2, 39, 25), 1337 als Personen- name Frederich Clemme(Baur hess. Urk. 1, 534). Dazu Klemme, f.(Pl.-n): einengen- der Ort, beengter Zustand, Einengung(im 14. Jh. mhd. klemme, chlemme f.); Werkzeug zum Klemmen(1691 bei Stieler); Kraft, Nachdruck(nd.). Im Mhd. auch klamme, klame, klambe f.«Klemme, Fessel, Klammer?. klemmen, v., mhd. klemmen, ahd. chlemman in pichlemman; dazu asächs. clemmian in ant- und biclemmian, mnd. klemmen. Davon


