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Kleck 1050
Feldmohn, 1691 bei Stieler, von dem Schalle, den gegen die Stirn zersprengte Blätter der Blume geben.
klauben, v.: mit den Fingern stückweise lösend woran arbeiten. Mhd. klüben, auch klouben, ahd. clübön(vgl. klieben). 4.BL. Klauber, m., spätmhd. Klüber, kloubœre m. Davon Klauberei, f.: kleinliches Versteifen auf etwas. Um 1780.
Klaue, f.(Pl.-n): Hornteil des gespaltnen Tierfußes;(Scherzhaft) Hand, schlechte Hand- schrift. Mhd. klä, Kläwe, selten Klõ, ahd. chlãwa, chlõa f.; dazu andfrk. clãwa, mnd. klouave, xlauave, Kläãuve, ags. clã, cléo, cldãονν f., engl. clauo, anord. Klö f., schwed.-dän. Nlο cKlauey. Grundformen kléwã und kKlöο. Dazu auch Knäãuel(s. d.). Weiter sind ver- wandt aind. gãus m. Ballen», ir. glô-snüthe, glao-Snãthe«linea, normay, wörtlich«Ballen- draht», gr. JAouröc m. Hinterbacken. Weitres bei Walde s. v. gluo. 4BL. klauen, v.: kratzen, krauen, krabbeln, 1591 bei Rollen- hagen Postreuter F 3² und 1641 bei Weck- herlin 1, 505 F. klaaen, ahd. Klätwén, mnd. klouaven, klauwen, daneben kleien. klauig, adj.: mit Klauen versehen, bei Vof.
Klaus, gekürzt aus Nixolaus(s. d.).
Klause, f.(Pl.-n): abgeschloßne Kloster- zelle; Einsiedelei; Gebirgspaß. Mhd. Kläse, ahd. chlüsa f.; dazu ags. cläse f. Aus mlat. clusa f., vom Part. clusus für clausus in den Zusammensetzungen von claudére ver- schließen); das gleichbed. mhd. Klöse f. da- gegen aus mlat. clausa f. 48L. Klausner, m.: Einsiedler, mhd. kläsenœre und klösencre, ahd. klõsinãäri, mnd. Klüsenére, mndl. clãsenäre, mit Umlaut spätmhd. Kleusener, Kleusner, noch 1789 bei Bürger Ged. 2, 152 Kläusner.
Klausel, f.(Pl.-n): Schlußsatz; Ein- schränkung, Vorbehalt. 1398 im Cod. dipl. Siles. 10, 246 clausel. Von lat. clausula f. «Schluß, bedingende Gesetzesformel, zu claudére«schließen.
Klauster, n.(-s, Pl. wie Sg.): Vorhänge- schloß. Am Mittelrhein, aach. Kläster f., auch bayr. klœster n.«Schloß?, 1477 clevisch cluyster, ndl. kluister f. eiserne Bande mit Schlössern», Klauster 1719 bei Kramer 1, 151, schon asächs. Klüstar n.«Verschlußy, Klästar- bendi Pl. f.«Fesselny, ags. clästor n.«Ver- schlußy, aus lat. claustrum n.«Riegel, Ver- schluß». Vgl. Kloster.
Klausür, f.(Pl.-en): Ab- und Ein- schließung(1711 bei Rädlein); Klosterzwang;
Buchschloß, Gesperr(Janssen Reichskorr. 2, 249 vom J. 1465); Eselsochr im Buche. Aus mlat. clausura f., zu lat. claudere«schließen.
Klave, f.(Pl.-n/): Griffsteg, Taste des Klaviers oder der Orgel. 1796 in den Xenien Nr. 219. Von mlat. clavis f., Pl. claves«die Griffstege der Orgels, deren Windlade durch sie geöffnet und geschlossen wird, lat. clãbis f.«Schlüssel». 4BL. Klaviatũr, f.: Griff. brett für zwei Hände. Klavifer, n.(“, Pl.-e): Musikinstrument mit Metallsaiten und Tasten, 1711 bei Rädlein Clavier, eig. «die Tastenreihes, zunächst der Orgel(1616 bei Henisch Clavir, ndl. 1577 bei Junius clavieren Pl.), dann des Spinetts(1664 bei Duez Clavier), aus franz. clavier m.«Tasten- reihe,-“bretts; für das Instrument bei dem Brieger Organisten Scherffer(† 1674) Claver- sing n. aus dem Nd., von gleichbed. franz. olavecin, clavessin m. Klavizimbel, n.: Saiteninstrument mit Metallsaiten und Griff- brett, Anfang des 15. Jh. clavicimbel, claff cimbel(Diefenbach gl. 126 b), aus mlat. clavi- cimbalum n.; dafür 1472 im Heldenbuche Kaspars v. d. Rön dlavor n.
kleben, v. intr.: durch zähen Stoff haftend anhangen. Mhd. kleben, ahd. klebén; dazu asächs. Klähon«festhaften», mnd. ndl. kleven, ags. clifian, cleofian, engl. cleave«kleben», anord. Klifa æschwatzen mit steter Wieder- holung des Gesagten». Mit e aus ĩ zu mhd. kliben, ahd. Kliban chaften»(s. kleiben). Da- gegen das trans. Kleben chaften machen» gehört, urspr. der md. Volkssprache an für hochd. trans. Kleiben(s. d.) und ist in der neuern Schriftsprache an die Stelle desselben ge- treten, etwa seit Mitte des 18. Jh., doch findet sich andrerseits schon im 15. Jh. Kleben (im Voc. inc. teut. d 62) und sogar ahd. chlepen in trans. Bed.«kleben machen». 48L. Kleber, m.(-S, Pl. wie Sg.): klebender Stoff, Gummi, Baumharz, 1420 clibir n. Gummiy, md. im 14. Jh. Kliber«Schleim, mnd. clever, mndl. clebber, clibber. Im Mhd. das Adj. kleber cklebrig», ahd. clepar, ags. clibbor; davon kleb(e)rig, kleb(e)richt, adj., bei Fischart Garg. 66 kleberig, bei Keisersberg klebrecht, ahd. clebirik.
Kleck, m.(-Lels, Pl.-e): an- oder auf- geworfner kleiner Teil einer weichen Masse; verunreinigender Fleck(1562 bei Mathesius Sar. 171 b). Nebenform zu Klack(§. d.); erst im 16. Jh. Kleck m.«Riß durch Auf- springen, Flecken», woneben Klecke f.«Spaltꝰ


