Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
939-940
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939 jach

inh

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Beide ins Dänische entlehnt. Jawort, n., (-es, Pl.-e): feste Zusage durch jat Bei Luther, mnd.(1301) jawort n.

jach, adv.: in größter Geschwindigkeit, plötzlich, heftig. Mit kurzem a, aus mhd. gãch«plötzlich, unversehenss, dem adverbial stehenden endungslosen starken Akk. Sg. des Adj. gäch(s. Jäh)). Alternhd. als Adj., bei bei Luther 3, 531 b jach, um 1480 im Voc. inc. teut. m 4a jach, auch bei Kant 5, 235 H.

jachern, v.: wild, ausgelassen, umher- laufen, lärmen, schreien. Nordostdeutsch, bei Adelung 1775 und Hermes Soph. 3, 275, neben hess. jackern, mnd.-nnd. jachtern. Das ein- fache Vérbum ist ostmd. jächen cumherjagen? von Jagen, 1691 bei Stieler, jechen bei Luther, im 15. Jh. jächen, jechen, mhd. jöuchen, jouchen, jochen, jõchen(Prät. auch jachte, jegte)«jagen, treibens.

Jacht, f.(Pl.-en): Schnellschiff. 1703 im Zeit.-Lex. Jacht, 1602 bei Hulsius Schiff. 2, 7 und bei Duez 1664 Jagt f., 1596 bei Fron- sperger Kriegsb. 1, 128a der Pl. Jagten, 3, 125 b Jachten, 1598 bei Hulsius 1, 20 Jagt- schiff. Aus gleichbed. ndl. jaghte, jaght(1598 bei Kilian), woher auch engl. yacht(seit etwa 1660). Von jagen(s. d. und Jagd). Dafür im 15. u. 16. Jh. Jagschifp(Diefenb.-Wülcker 679 und 1541 bei Frisius 150 a), mnd. jageschip.

jachtern, s. jachern.

Jacke, f.(Pl.-n): anliegendes Armelkleid bis an die Hüften. Im 15. Jh. jacke(1417 bei Diefenb. nov. gl. 1362 iacke)«wattierter Waffenrock», ebenso mnd. und 1477 clevisch jacke f. Mit g bei Diefenbach gl. 183 b ein gacken, 1517 bei Trochus M5 a ein gacke. Aus afranz.(14. Jh.) jacque, nfranz. jaquæ f., span. Jaco, ital. giaco m.«Panzerhemd, kurzer Oberrock der Kriegsleute, angeblich(nach Ducange) benannt nach dem Häuptling Jaque von Beauvais(um 1358), was aber sehr zweifelhaft ist. Jackétt,(spr. Zak-) m. (Ss, Pl.-s), aus franz. jaquette f., einer Ab- leitung von jaque. Neure Entlehnung.

jackern, s. jachern.

Jagd, f.(Pl. Sen): Jagen zu Fang oder Tötung; Recht dazu; dauerndes lärmend eiliges Tun und Treiben. Alternhd. Jagt(noch 1716 bei Ludwig), bei Luther Jaget f., mhd. jaget, jagt, jeit(Gen. jeides) n., selten m., md. jaget f., woneben mhd. jagãt f.«Verfolgung des Fein- des»; dazu mnd. jacht f., mndl. Jaght. Von jagen(s. d.). 4B L. jagdbar, adj., bei Grimmelshausen Simpl. 3, 167, 29 Kz. jagt-

har, dafür mahd. jagebœære. ZUS. Jagdhund, m., mhd. Jagethant, häufiger jagehunt, ahd. jagahunt. Jagdspieß, m. spätmhd. jaget- Spieß, älter jagespiez.

jagen, v.: geschwind sich vorwärts pe- wegen, bes. zu Fang oder Tötung verfolgen; schnell antreiben. Mhd. jagen, ahd. jagön; dazu mnd. jagen, mndl. Jjaghen, afries. jagia «jagen», anord. jaga«treibeny. Bisweilen in die starke Flexion übergetreten: Präs. er jägt (1663 bei Schottel 588, Göckingk Ged. 3, 165, Withof acad. Ged. 1, 230), Prät. jug(Schottel, Göckingk 2, 34, Platen Liga v. Cambrai 3. Akt), nd. Jjöôg, mndl. und nndl. joeg, Konj. jügen (Ringwaldt l. Warh. 334), Part. gejagen(1519 bei Murner Geuchmatt 4963). Verwandtschaft mit gr. dichketv«verfolgen» ist kaum möglich. Dagegen läßt sich vergleichen aind. jahng crast- los», gr. ixoväv bei Hesych EriuiV, oder mit Schwebeablaut gr. oixecdau«weggehen?, Davon Jäger, m., mhd. jegere, jeger, jäger, ahd. jagari, jagere, jagir m.; dazu mnd. jeger, mndl. jagher; Jägerin, f., mhd. jegerinne; Jägerei, f., mhd. jegerte, mndl. jagherije f. ZUS. Jägerbursche, m., 1691 bei Stieler. Jügerhaus, n., ebd. Jägerlatein, n., s. Latein. Jägermeister, m., mhd. jegermeister. Jägersmann, m., 1580 bei Sebiz Feldb. 564.

jäh, adj.: ungestüm schnell; in hohem Grade abschüssig. Bei Luther jech, bei Due- 1664 und Krümer jäh, und gäh, bei Henisch 1616 gäh, bei Dasypodius 1537 und Maaler 1561 gäch, mhd. gœhe, md. gehe, ahd. gähi (im Adv. mhd. gãch, ahd. gäho); dazu asächs. adv. gãhun, gähliko«schnell, mnd., göge, gôje, mndl. gay. Ob daraus franz. gai, ital. gajo, aspan. gayo«munter, lebhaft» entlehnt sind, ist sehr fraglich. 4B L. Jähe, f, mhd. gœhe, md. géhe, ahd. güh? f.«Schnelle, Eile, Ungestüm», dann im Md.«abschüssiger Abhang». jähling, adv., mhd. gœhelingen, bei Keisersberg geheling, 1537 bei Dasypodius gächling, 1538 bei Serranus gehling, noch bei Goethe 29, 117 gähling, mudl. galinghe, dafür ahd. gähingun, noch bayr. gähing. Seit dem 16. Jh. auch als Adj.(bei Dasypodius und Serranus), bei Schweinichen 1, 348 jähling:; dazu das Adv. jählings, 1616 bei Henisch gählings. ZUS. Jühzorn, m., im 15. Jh. géchczorn, göchczorn, 1616 bei Henisch Gach- zorn, 1664 bei Duez Jäh- und Gähzorn, bei Luther 1, 77² Eisl. und bei Canitz 110 Jach- zorn. jähzornig, adj., mhd. im 14. Jh. gœchzornig, bei H. Sachs Fastn. 31, 253 geh-