Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
937-938
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Labyrinth»(Diefenb. gl. 314 5). Irrgarten, m., 1575 bei Fischart Garg. 450 und 1547 bei Schmeltzl Lobspr. der Stat Wien 96. Irrgeist, m., bei Luther Micha 2, 11 Irre- geist. Irrglaube, m., bei Kant 6, 16 H.; irrgläubig, adj., bei Gottsched 1744 und Lessing 5, 27. Irrlehre, f., 1663 bei Schottel 456; Irriehrer, m., 1775 bei Adelung. Irr- licht, n.(-es, Pl.-er), 1629 bei Opitz 1, 81 Iyrliecht. Irrsinn, m., 1663 bei Schottel 456. Irrstern, m.: Komet, mhd. irrestern m. Irrweg, m., im 15. Jh. irrewec, irrzeg, mnd. errewech(Diefenbach gl. 178²). Irr- wisch, m.(-es, Pl.-e): Irrlicht, bei Luther 4, 335 5 Irrewisch und 5, 521 b Wisch, 1540 bei Alberus dict. r 2 b Irrwisch, zgs. mit Wisch (1414 weysch und sonst im 15. Jh. ysche, isse m.«leuchtende Fackel»(Diefenb. gl. 228 b).

irrelevänt, adj.: unerheblich. Aus einem neulat. irrelevans, zgs. aus ir(für in- un*) und dem Part. Präs. von lat. releväãre«auf- hebeny. 1728 bei Sperander.

irreligiös, adj.: nicht der Religion ge- mäß, ungläubig, gottlos, aus lat. irreligidsus. 1791 bei Roth. Irreligiosität, f.: Religions- verachtung, Gottlosigkeit, aus kirchlich-lat. irreligiositas f.

irritieren, v.: erregen, reizen, ablenken. 1703 im Zeit.-Lex., aus lat. irritãre anregen, zum Zorne reizen».

isabéll, adj.: schmutzig gelb, gelblichweiß,

blaßgelb. 1685 im Farbebüchlein E 3 b Isabel- Farbe. Aus dem gleichbed. franz. Adj. isabelle

(seit 17. Jh.), das aus irgendeiner Veranlas- sung von dem Frauennamen Isabella stammt, nach einer Sage von der Erzherzogin Isabella,

Tochter Philipps II, die als Regentin der

Niederlande bei der Belagerung von Ostende (1601 1604) das Gelübde getan haben soll,

erst mit Eroberung der Stadt durch ihren

angenommner Farbe dann das Adjektiv. Isabélla, Frauenname, aus span. ISabel, afranz. Vsahel, später franz. Isabeau, mit An- knüpfung an span. bello(Fem. bella), franz. bel, beau«schöny entlehnt aus hebr. ISebel, dem Namen der aus Sidon stammenden Ge- mahlin des Königs Ahab.

isch, Herkunft ausdrückende Ableitungs- silbe zahlreicher Adjektive, mitunter mit dem Begriff des Verächtlichen, Tadelhaften. Mhd. esch, isch-, ahd.-asächs.-ags.-isc, anord.-k, got.-isk.

Isegrim, m.(-s, Pl.-e): der Name des Wolfes im deutschen Tierepos; wölfischer, grausamer, dann höchst mürrischer Mensch (in Mitteldeutschland, 1734 bei Steinbach Eisengrimm zein verdrüßlicher Mensch»). In der 1. Bed. mhd. fsengrin, Isengrim, ahd. Isangrim, urspr.«Eisenhelmꝰ, zsg. aus ahd. isan Eisen»(s. d.) und einer verwandten Bildung von ags. grima m. Helm, Visier, Maske», anord. grima f.«Maske, Helmꝰ.

Isidor, Mannsname aus gr. Jat. Isidorus, gr. lcidwpoc«Gabe der Isis»(der ägyptischen Göttin). Vgl. Theodor.

Islam, m.(Gen.-es und wie Nom.): Mohammedanismus. Aus arab. isldm MHin- gabe an Gott».

iso-, häufig in Zusammensetzungen, aus gr. icoc«gleich». Erst im 19. Jh.

isolieren, v.: vereinzeln, einzeln absondern. Bei Goethe Faust 4033, aus franz. isoler, und dies von ital. isolare, von ital. isola, mlat. isula, lat. insula f.«Insel»(s. d.). Bei Lessing 7, 395 insulirt für isoliert. Davon Isolierung, f.

Isop, s. VSsop.

item, adv.: ingleichen, ferner. Schon im 14. Jh., jetzt als altfränkisch geltend. Aus lat. item.

itzo, itzt, s. jetzt.

Gemahl ihr Hemd zu wechseln, von dessen

J

ja, Adv. und Interj. der Bestätigung. Mhd. und ahd., mhd. verstärkt jãrã, Järia; dazu asächs. jäã, ndl. ja, afries. 9E, J, ags. la und géa, eine erweiterte ablautende Form in giese (aus ge-sad«ja 805), engl. yea und yes, anord. , schwed.-dän. ja, got. Ja und Jai. Wahr- scheinlich urverwandt mit gr.«wahrlich, fürwahr» und vielleicht zum idg. Stamm Jo

«der» gehörig. Vgl. noch Btr. 30, 295. Aus dem Deutschen entlehnt lit. ja. Das be- kräftigende ja zwohl schon mhd. J 200l. Sub- stantivisch Ja, n., mhd. n., got. Hata ja (2. Kor. 1, 20). ZDS. Jabruder, m.: ge- sinnungsloser Zustimmer, mnd. 1447 jabroder,

aähnlich mhd. jäherre m.«der zu allem, herre! sagty. Noch bei Goethe 45, 17 Jaherr.