Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
911-912
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911 Hydrant

wahrscheinlich der Saphir oder ein dunkler Amethyst. Hyazinthe, f.(Pl.-n): die

Glöckchenblume Hyacinthus orientalis, erst;

nach 1562 aus Kleinasien eingeführt, 1629 bei Opitz 265 Hiacynthenblume, aus gr. Jat. hyacinthus m., gr. udxivoc m. f.«die violett- blaue Schwertlilien.

Hydränt, m.(-en, Pl.-en): Wasserzu- leitung für die Feuerwehr, Feuerhahn. Part. Präs. von einem nlat. Verb. hydräre nach gr. odpatverv«bewässern).

gr. Adj. vrietvéc«der Gesundheit zuträglich,

heilsamꝰ, zu ergänzen rexvn f.«Kunsty. 1791

bei Roth Hugieine. 4BL. hygienisch. Hymne, f.(Pl.-n): Hoch-, Lobgesang,

Festlied, 1775 bei Adelung, das weibliche Geschlecht nach franz. hymme f. geistlicher

Lobgesang, neben hymne m. Lobgedichty. Mhd. ymne m. und imps, ahd. hyemno und imno, immino m.«kirchlicher Lobgesang», aus gr.-lat. hymmnus m., gr. üuvoc m. Ge- sang, Peier, Loblied.

Hypérbel, f.(Pl.-n): Übertreibung; über-

treibende rednerische Vergrößerung; Kegel-

schnitt. Bei Lessing und 1775 bei Adelung, Hperbole 1714 bei Wächtler, aus gleichbed. gr. lat. hgperhole, gr. onepßoxn f., abgeleitet von drepßd-Xeiv«über das Ziel werfeny». Dazu hyperbölisch, adj.: übertrieben, bei Herder z. Theol. 6, 104 von 1776, nach dem gleichbed. gr. lat. Adj. hyperbolicus, orepßokixöc. hyperklug, adj.: überklug. Weise Erazn. 4 wrepklug. gr. orép über). Hypnöse, f.(Pl.-/): magnetischer Schlaf; (in übertr. Bed.) starke Einwirkung, der man sich nicht entziehen kann. Gebildet von gr. unvöeiv«einschläfern». Neue Bildung. hyp-

In neurer Zeit. Hygiéne, f.: Gesundheitslehre. Fem. des

1673 bei Gelehrt zgs. mit

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nötisch, adj.: einschläfernd; zwingend. 1813 bei Campe. hypnotisieren, v.: in magne- tischen Schlaf versetzen. Hypnotismus, m.: magnetischer Schlaf. Von dem englischen Arzt James Braid(geb. 1795) eingeführter Aus- druck für die von ihm zuerst beobachteten Erscheinungen.

Hypochondrie, f.(Pl. ·n): Milzsucht; Grillenkrankheit. 1775 bei Adelung, aus dem gr.-lat. Plur. hępochondria, gr. unoxévdpia«der weiche Teil des Leibes unter dem Brustknorpel und den Rippen bis an die Weichen mit Milz usw.y, von gr. unò unter» und xGvdpoc m.«Brustknorpel. Davon Hypochnder, m.(*s, Pl. wie Sg.): Milzsüchtiger; Gräm- ling, Grillenfünger, bei Lessing 1, 165, nach gleichbed. franz. hppochondre m., 1714 bei Wächtler Hypochondriacus; Hypochon- drist, m.(-en, Pl.-en), bei Goethe 23, 132. hypochöndrisch, adj., bei Goethe 18, 103.

Hypothék, f.(Pl.-en): gerichtliche Schuld-, Pfandverschreibung auf unbeweg- liche Güter. 1580 bei Schwarzenbach Sy- nonyma 100 d Hipothec. Aus gleichbed. gr.- lat. hpotheca, gr. vroonxn f. Unterpfandꝰ, eig.«Untersatz», von gr. uroßeivon«unter- setzen». Davon hypothekärisch, adj., 1775 bei Adelung.

Hypothése, f.(Pl.-/): Unterstellung, Wagesatz. 1775 bei Adelung, Hypothesis 1703 im Zeit. Lex. Aus gleichbed. gr. umeecic f., Vvon gr. uroßeivar untersetzen, unterstellen. hypothétisch, adj., bei Campe 1801 und Goethe(l. H.) 22, 252.

Hysterie, f.(Pl.-n): Nervenkrankheit. 1813 bei Campe, dafür 1775 bei Adelung Hysterik f., nach gleichbed. mlat. hysterica passio, von gr. Jat. Eystericus, gr. ucrepiõc can der Gebärmutter leidend, von gr. öcrépa f.«Gehärmutter».

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i! Interj. der Hervorhebung, Verwunde- rung, Freude, älternhd. ie, Ie geschrieben, mhd. ĩ als Ausruf des Unwillens, der Ver- wunderung.

iahen, v.: wie ein Esel schreien. Bei Goethe 2, 162 ahen, 1711 bei Rädleingaen, igagen, 1561 bei Maaler gigagen. Lautnachahmend.

Ibis, m.(Gen. Ibisses, Pl. Ihisse): der ügyptische Brachvogel, Nilreiher. 1589 bei

Gesner Schlangenbuch Ibis, 1540 bei Diefenb.-Wülcker 677 Eyb m., mhd. eib m. Aus gr. lat. ibis, gr. ißic m.

ich, Nom. Sg. des Pronomens der 1. Per- son. Mhd. ich, ahd. ih: dazu asächs., mndl. afries. ik, ags. ic, engl. I, anord. ek, schwed. Jag, dän. jeg, got. ix. Entsprechend gleichbed. lat. ego, gr. érν, erv, abg. jazn, aeu, altlit. es, lit. ds, apreuß. es. as, apers. adam, awest.