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Husten(mit 5), m.(-s, Pl. wie Sg.). In 1438 bütung f.«Bewachung». Dagegen von Norddeutschland mit kurzem u gesprochen, Hut(Viehhüten) abgeleitet ist Hutung, f.: mhd. huoste m., md. hüste, ahd."uosto m., die Weide zum Hüten, sowie das Recht zum wo neben haosta f., aus älterm haouosto, daher Beweiden, das Hutrecht(Stieler 1691), Ende
noch schweiz.- elsäss. Wasten m. Hustens und wwfisten chustens; dazu and. huasto, ndl. hoest m., ags. hzwõsta m., engl.(dial.) 2whoost, anord. hoOsti m., schwed. hosta f., dän. hoste. Urverwandt mit lit. köséti(Präs. Kösiu) chusten», kösulis m. Husten», lett. Kãsd, kãsis Husten», Kãsét«husten», abg. Kasil m.«Husten), alb. Kote f.«Hustenꝰ, ir. casad, aind. käs chusten», kãsas m. der Husten». 4BL. husten, v., mhd. huosten, ahd. haostön:; dazu ags. hoostan, engl.(dial.) whoost, anord. hösta. hüsteln, v., in der 2. Hälfte des 18. Jh. bei Thümmel Reise 4, 161 hasteln, bei Maler Müller 1, 339 hüsteln.
1Hut, m.(es, Pl. Hüte): steife hohle Kopfbedeckung; Zucker in spitzer kegel- förmiger Gestalt(nach der Form der alten Hüte), 1464 im Urkundenbuch der Stadt Leipzig 1, 315. In urspr. Bed. mhd.- ahd. huot m. Hut, Mützen(Pl. mhd. hüete, ahd. huoti und huota), im Mhd. auch Helm, schützender Überzug oben über etwas, Hülse an einem Turmknopf», md. hät; dazu and. huat, mnd. höt, hüt, ndl. hoed, afries. hõd Hut», ags. höd m. und engl. hood Haube, Kappe», neben ags. hœtt m. und engl. hat Huts, anord. hattr, höttr m., schwed. hatt, dän. hat. Vielleicht gleichen Stammes wie Hut?(s. d.). Urverwandt mit lit. kudodas m. Schopf, Mütze des Federviehs», lat. cassis f. Helmꝰ).
²Hut, f.(Pl.-en): Schaden abhaltende Aufsicht und Vorsicht, Fürsorge; das Hüten des Viehes auf der Weide(bei Luther 6, 339 b). In der 1. Bed. mhd. haote, huot, ahd. huota f., im Mhd. auch«Wache, Wächter, Hinter- halt, Nachhut»,(spätmhd.)«Distrikt eines Försters oder Waldaufsehers»; dazu mnd. hõde, hde f., ndl. hoede f., afries. hõde, hade f. Wohl gleichen Stammes wie 1Hut m.(s. d.). Als ursprüngl. Bed. wäre«Schutzs anzunehmen. hüten, v.: achthaben, bewachen; das Vieh
auf der Weide bewachen, weiden(mhd. 1336).
In der 1. Bed. mhd. hieten, huoten(auch refl. sich hüeten vor jem. oder etw.), ahd. huotan, md. hũten; dazu and. hõôdian, ndl. hoeden, afries. hõda, hüda, ags. hédan, engl. heed. Davon Hüter, m., mhd. hüetœxre, hüeter, md. hätére, ahd. huoteri m., and. hõöderi(?); Hüterin, f., mhd. hüeterin f.; Hütung, f.,
des 16. Jh. bei Schweinichen 3, 231. Hütsche, Hutsche, Hitsche f.(Pl.
-n); kleine Fußbank. Mittel- und Niederd.
1637 Hütsche(Ztschr. f. Kulturgesch., hgb.
v. Steinhausen 4, 200, aus Schloß Tenneberg
in Thüringen), ebenso 1691 bei Stieler; nd. Hutsche f., eig.-Schiebebank, Bänkchen, das bald da bald dorthin geschoben wird, ab- geleitet von hutschen, v.: auf dem Boden rutschen, kriechen, in oberd., md. und nd. Mundarten, schon im 14. Jh. md. hutschen, hutschin intr.«rutschen» und tr.«schieben», wohl aus hukschen zu hocken.
Hütte, f.(Pl.-n/): errichteter kleiner be- deckter Schutzort zum Aufenthalt usw.; ein-
faches ärmliches Gebäude(1561 bei Maaler);
bergmännisch: Metallschmelze(schon mhd.). In der 1. Bed. mhd. hütte, ahd. hutta f.«Hütte, Zelt⸗; ein oberd. Wort, aus dem entlehnt sind mnd. hatte, ndl. hut f., engl. hat, franz. hutte, span. huta f.«Hütte». Vielleicht gleichen Stammes wie Haus(s. d.) oder besser zu Hotte(s. d.). ZUS. Hüttenrauch, m.: beim Metallschmelzen als Dampf aufgestiegenes und aufgefangenes Giftpulver, spätmhd. im 15. Jh. huttrauch, hutte-, huttenrauch m. Hütten- werk, n.: Metallschmelze, 1562 bei Mathe- sius Sar. 135 3.
Hutung, Hütung, s. Hut ².
Hutzel, f.(Pl.-n): gedörrte Birne, ge- dörrter Birnschnitz(1664 bei Duez«gedörrter
Apfel»). Mhd. hützel, hutzel f.; md. Hotzel
f.(Bürger Macbeth 1, 3), 1711 bei Rädlein. Davon hutzelig, adj.: runzlig, 1741 bei Frisch hatzlich, hozlich. hutzeln, v.: ein- schrumpfen, 1741 bei Frisch, mhd. verhützeln «zusammenschrumpfen», bei Bürger Kaiser und Abt Str. 16 einhotzeln.
Hyäne, f.(Pl.-n): Abendwolf, Grabtier.
Um 1480 im Voc. inc. teut. I 6 b hientier n.,
bei H. Sachs Fab. 233, 11 Hienna f. Schon ahd. ijéna. Aus gleichbed. gr.-lat. hyaena f., gr. arvd f., benannt wegen der Xhnlichkeit im borstigen Hals und Rücken mit dem Schweine, gr. Oc m. f.
Hyazinth, m.(es, Pl.-e): ein Edelstein von roter bis pomeranzengelber Farbe. Mhd. jacinctus m. und jãchant, jachant m., ahd. jachant m., aus gr. Jat. MMacinthus m., gr. däxtvéoc f. Edelstein von blauer Farbes,


