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Herkommen 852
Saat». 1727 bei Sperander herbarium vivum, reitete Unterlage) für das Feuero, noch schweiz.
erst 1813 bei Campe Herbarium. herbei, s. her.
Herd m. Erdreich, Boden»; daneben ahd. herda f.; dazu asächs. herth m.«Feuerherde,
Herberge, f.(Pl.-/): Ort und Haus zum nndl. heert, haard, afries. herth, hirth, ags. Ubernachtbleiben für Fremde. Mhd. herberge f. in dieser Bed., ahd. Reriberga f.«ein das
Heer bergender Ort, Heer-, Feldlager», dann «Haus zu Lagerung, zu Ubernachtung»; da- zu and. heriberga f.«Herberge», mittelengl. hereberge«Herberges, engl. harbour Her- berge, Zufluchtsort, Hafen»,(entlehnt) anord. herbergi n. Ort zum Ubernachten, Wohn- stättey. Aus dem Germanischen entlehnt afranz. herberge«Heerlager», nfranz. auberge f.«Gasthof, Herberge,"éherge f.«die Höhe
heorß m., engl. hearth«Herd». Die Herkunft ist unbekannt. Die beiden Bedeutungen Boden» und«Herd» lassen sich vereinigen, da der ursprüngliche Herd nichts andres als
der Boden war, und so könnte man Verwandt- ¹..; schaft mit gr. xproc m.«Schlagen, lit. Kertu
eines Gebäudes, der Endpunkt einer gemein- findlichen Viehes. Mhd. hert f., ahd. herta f.;
schaftlichen Mauer», altspan.-ital. albergo m. «Herberge».
Feldlager haben»,(zuerst im 12. Jh.)«Nacht- lager nehmen», im Mhd. auch«Wohnunggeben,
beherbergeny, mnd. herbergen«beherbergen
und Herberge suchenv.
Herbst, m.(-es, Pl.-e): die Jahreszeit von der späten Tag- und Nachtgleiche bis zum kürzesten Tage; die Ernte(Schiller 11, 63), bes. die Weinernte(mhd.). Mhd. herbest, herbst, ahd. herbist m.; dazu mnd. hervest, nndl. herfst, herft, ags. hœrfest m., engl. harvest(auch Ernte), anord. haust n., schwed.- dän. höst m.«Herbsty. Wohl von einem Stamm
4BL. herbergen, v., mhd. herbergen, ahd. heribergn cein Lager schlagen 3
gebildet, der vorliegt in gr. xaprc m.«Fruchto,
kopmiceiy«ernteny, kpirriov n.«Sichel», lat. carpére«pflücken», lit. kirpti(Präs. Kerpꝛ) «Scherenꝰ, karplti«mit der Schere schnitzeln), aind. Kypänas m.«Schwert». Also ein alter Superlativ«am besten zu schneiden», wobei
«schlage heftig⸗ annehmen, also Herd das Festgeschlagne». Ist aber die Bedeutung Herd» ursprünglich, so kann man an Ver- bindung mit got. haüri n.«Kohley u. a. denken. Vgl. Zupitza 114 und Walde s. v. carbo. Herde, f.(Pl.-n): Menge beisammen be-
dazu ags. heord, engl. herd, anord. Ijrd. schwed.-dän. Mjord, got. hairda f., aus dem Germanischen entlehnt afranz. herde«Herde, Rudelꝰ, afranz. harde f. Rudely. Urverwandt mit aind.„d⸗ννdias m.«Schary, awest. saroda- n. «Art, Gattungy. Daneben steht aber mit Guttural statt Zischlaut lit. Kefdz us m.«Hirt⸗ und abg. réda f.«Reihe, Tagesfolge, Herde, dessen erste Bedeutung in ahd. herta«Wechseb wiederkehrt. Vielleicht sind diese aus dem
Germanischen entlehnt, wenigstens in der
Bedeutung«Herdes, und ahd. herta, abg. Gréda«Wechsel» ist davon zu trennen. Z/08. Herdenmensch: Schlagwort, von Nietesche 1869 geprägt. herein, herfür, hergegen, s. her. Hergang, m.: Verlauf, 1775 bei Adelung
als oberdeutsch; das Zeitwort kergehn ver- laufeny 1647 bei Rompler Reimgetichte 75
wahrscheinlich«Mond» zu ergünzen ist, so-
daß das Wort kein eigentlicher Jahreszeiten- name wäre. 431. herbsten, v.: ernten (Pauli Schimpf 93a), insbes. Weinlese halten, mhd. herbisten(Behaim Ev. Luk. 6, 44).
herbstlich, adj., 1541 bei Frisius 114, nd. Aus dem Germanischen entlehnt franz. hareng
1420 arfstelic bei Diefenb. gl. 63 c. Herbst-
ling, m.: der Blaätterschwamm agaricus Form herinc sieht aus wie eine Ableitung
deliciosus, Reizker, 1775 bei Adelung; 1691 bei Stieler cim Herbst gebornes Vieh» und
«später Apfel». ZUS. Herbstmonat, m.,
mhd. herbestmänôt, als Name des Septembers ahd. herbistmänt m. Herbstzeitlose, f., 1775 bei Adelung, s. Zeitlose.
Herd, m.(-es, Pl.-e): Feuerstätte zum Kochen im Hause. Mhd. hert m.(Gen. herdes), ahd. herd m.«Erdboden», dann Boden(be-
es geht hart her.
Hering, m.(-s, Pl.-e): der Salzfisch clupea harengus. Mhd. herinc, md. im 14. Jh. häring, ahd. hãärinc und herine m.; dazu and. hering, nndl. haring, afries. hereng, ags. hœring m., engl. herring, mlat. im 6. Jh. haringas. Dafür anord. sild f., schwed. sill, dän. Ssild.
m., ital. aringa f., span. port. arenque m. Die
von ahd. heri n.«Heer», also«der in Scharen
fisch» vermuten läßt.
ziehende Heerfisch», wührend ahd. härung Umdeutschung aus lat. halec«Fischlake, Salz- Aber es kann auch
ganz etwas andres in dem Namen stecken.
Herkommen, n.: Abstammung(Luther 5, 3 b); Gewohnheit, Brauch(1452 bei Janssen
Reichskorr. 2, 118 nach altem herkommen).


