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cause, cainse Chorhemd»), camisia ent- stammt aber wohl dem Germ. Vgl. 1Hamen. KAlternhd. mit eingeschobenem b Hembde, Hembd, im 16. und 17. Jh.(Zimm. Chron., Krämer 1678) und noch in oberd. Mundarten Hemmat, Hemmet, thür. Hemme, schwäb.- schweiz. Hemb, bei H. Sachs Hem, Hemm. Der Plur. lautet mhd. hemde, bei Luther Hembhde(Richt. 14, 12), noch bei Stieler 1691 Henlde, vom 16. bis ins 18. Jh. Hembder, Hemder(noch bei Zacharid Phaeton 1, 34 und 3, 15, Voß Tausend u. e. Nacht 4, 255, Schiller 4, 18), schon 1400 mhd. hemder(der heil. drei Könige Buch, Gießener Handschr. 39 b), im 18. Jh. durch die schwache Form Hemden(Adelung 1775) verdrängt.
hemi- in Zusammensetzungen, meist aus
neuerer Zeit, chalby, aus gleichbed. gr. Nuir-.
Hemisphäre, f.(Pl. /): Halbkugel. 1786 bei Schiller 4, 112 Hemisphäre f., 1784 bei Herder Ideen 1, 1, 7 Hemisphär n., bei Les- sing 5, 342 noch Hemisphärium n. Aus gr.- lat. hémisphaerinm n., von gr. ur und cꝙoipa f. (Erd-, Himmels-) Kugel».
hemmen, v.: nicht weiter lassen. Md. im 14. Jh. hemmin«zurückhalten, verhindern, spätmhd. im 15. Jh. hemmen«fangen, fesselny, hamnen cfangen»(Weist. 1, 102), 1578 bei Fischart Ehz. M 1 b hümmen cfangen», 1562 bei Mathesius Sar. 217 b hemmen hindernꝰ, neben mhd. hamen aufhalten, hindern»; da- zu anord. hemja(Prät. hamda) chemmen), schwed. hümma, dän. hemma cim Zaum halten. Salfränk. ist chamian«drücken, pressen» be- legt. Wenn dies die ursprüngliche Bedeutung ist, kann man lit. kammoti«zusammenpressen, stopfem, kimsti astopfen», kamsd f.«Stopfung' vergleichen. Vgl. Zupitza 108. Aus dem Griech. kann hierher xnuc m.«Maulkorb» gezogen werden. Andre stellen es zu anord. hôm f.«Schenkely und denken an das Fesseln des Viehs. Vgl. hemill«Stück zum Binden des weidenden Viehs an den Schenkeln» und hafa hemil dã jem. im Zaume haben?. Vgl. auch lat. pedica f.«Fessely von pes«Fußy. 4BL. Hemmnis, n., selten auch f., im 19. Jh.(1833 bei Jahn Merke z. d. Volks- tum 165). Hemmung, f., 1678 bei Krämer. ZUS. Hemmkette, f., 1540 bei Alberus dict. e 2a Henumketten f. Hemmschuh, m:: schuhartige hemmende Vorrichtung am Wagen- rade, 1566 bei Mathesius Luther 92, 25(1576 Bl. 40 b) Hemschuch.
Hengel, m.(-s, Pl. wie Sg.): Wehrge-
hepp! 848 hänge. Bei Luther(1. Kön. 22, 34 u. 2. Chron. 18, 33), aber erst in der zweiten Ausgabe des Jahres 1541 von Luthers Bibel(vgl. Mathesius Luther 1566 Bl. 164 b). Mhd. hengel m. das Hängende, Hängsel⸗, ferner«woran etwas gehängt wird, Eisenhaken», im Md. „Türangel». Abgeleitet von hangen(s. d.).
Hengst, m.(-es, Pl.-e): unverschnittenes männliches Pferd. Diese Bed. seit dem 15. Jh. (um 1480 im Voc. inc. teut. 15 a hengst«equus non castratus, Anfang des 15. Jh. admissarius, stut hengst bei Diefenbach gl. 13 b), dagegen mhd. hengest, hengst, ahd. hengist m.«ver- schnittenes männliches Pferd, Wallach»(noch bayr.), dann im Mhd.«großes Pferd über- haupt». Als älteste Form bietet die Lex Sa- lica hangisto; dazu mnd. hingest, hengest m. «Pferdy, dann«männliches unverschnittenes Pferd, Streitroßꝰ, afries. hangst, hengst, hingst m.«männliches Pferd, ags. hengest m.«männ- liches Pferdo, anord. hestr m.«Hengst, Pferd» überhaupt, schwed. häst, dän. hest«Pferdy, während schwed.-dän. hingst«Hengsty aus dem Deutschen entlehnt ist. Das Wort sieht aus wie ein Superlativ und könnte zu lit. sank'nti«springen machen, sprengen» gehören. Also eig.«der beste Springery. Als Kom- parativ dazu vielleicht lat. canterius«Wal- lach) aus*cancterius. Vgl. Walde.
Henkel, m.(-s, Pl. wie Sg.), um 1480 im Voc. inc. teut. i 42 henckel, Var. hengel, 1664 bei Duez Henckel; wovon henkeln, Vv.: mit einem Henkel versehen, 1734 bei Steinbach. Von henken, v.: aufhängen, mhd. henken(Prät. hancte), ahd. henchan (Prät. hancta, hangta), neben ahd. hengan chängen?(s. d.). 4. Henker, m.(-s, Pl. wie Sg.), mhd. henker m., daneben auch hangœre und hähcre, häher m.; damit 2gs. Henkersknecht, m., 1664 bei Duez; Henker(s)mahlzeit, f., letztes Essen des zum Tode Verurteilten, 1699 bei Besold The- saurus 2, 293 b, Henckermol 1575 bei Fischart Garg. 68, übertr.«die letzte Mahlzeit vor einem unangenehmen Ereignissey, 1669 bei Grimmelshausen Simpl. 58 Hencker-Mahl.
Henne, f.(Pl.-/): das weibliche Huhn. Mhd. henne, ahd. henna f., woneben hanin, henin und heninna f.; dazu mnd. henne, hinne, ags. henn, engl. hen, mit Ablaut anord. hãna f.«Henney», schwed. höna, dän. höne. Femi- ninbildung zu Hahn(s. d.).
Hepe, s. ²Hippe.
hepp! hepphepp! Interjektion. Zuruf


