Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
843-844
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843 Hektar mit éxarév«hundert» undsn, das zu Bodc «Rindy gehört.

Hektär, m. n.(-S, Pl.-e): Bodenflächen- maß von 100 Ar oder 10 000 Quadratmetern. 1868 gesetzlich aufgenommen aus franz. hec- tare m., 2gs. aus gr. Exarv hunderty, und Ar(s. d.)..

hektisch, adj.: schwindsüchtig, auszeh- rend. Im 18. Jh.(Goethe 27, 202), aus gleichbed. gr.-mlat. hecticus, gr. éxricéòc, urspr.«eine Eigenschaft, einen bleibenden Zustand habendꝰ.

hektographieren, v. vervielfältigen. Von gr. éxorv chunderty und ſpdãcpeiv æschreibeny. Bildung der neuern Zeit.

Hektoliter, n. m.(-s, Pl. wie Sg.): 100 Liter. 1868 gesetzlich aufgenommen aus franz. hectolitre m., 2gs. aus gr.&xorv«hundert?,

und Liter(s. d.). Die deutsche Benennung

für Hektoliter ist Faß n.

Held, m.(en, Pl.-en): mutvoller, aus- harrender Kämpfer; der Mittelpunkt einer Begebenheit(im 18. Jh., z. B. bei Wieland 19, 283, aber noch von Schönaich 1754 ab- gelehnt). In der 1. Bed. mhd. helt, im 12. Jh. helit, helet m., Pl. helide, helede(früher kommt das Wort im Hochd. nicht vor); dazu asächs. helith, helid m.«Manny, mnd. held, ags.- leh, helep und hœle m.«Mann, tapfrer Kämpferꝰ, anord. höldr und halr m.«Manny. Wohl zu ir. calath, kymr. caled«-harty. Anders Solmsen KZ. 34, 548. Held hatte urspr. starke Flexion, mhd. Gen. heldes, Pl. helde, der Gen. Heldes noch bei Rabener Sat. 4, 10, der Akk. Sg. Held bei Luther, Lessing 1, 207 und Schiller 1, 344 und 347; erst in der zweiten Hälfte des 14. Jh. taucht einzeln der schwachbiegende Plur. Helden auf, und die schwachen Formen überwiegen schon zu Anfang des 16. Jh. 4L. Heldin, f., md. im 13. Jh. heldinne f. ZUS. Heldenbuch, n., im 15. Jh. helden buch (Gödeke Gr.² 1, 274). Heldengedicht, n., 1669 bei Grimmelshausen Simpl. 262. helden- haft, adj., 1691 bei Stieler. heldenmäßig, adj., 1673 bei Weise Erzn. 99. Heldenmut, m., 1642 bei Duez und 1657 bei Schuppius 267; heldenmütig, adj., 1691 bei Stieler. Heldensage, f., bei Goethe 28, 143. Helden- tat, f., 1664 bei Duez. Heldentum, n., bei Wieland Musarion 18.

helfen, v.(Präs. helfe, hilfst, hilft, Prat. half, Konj. hälfe, auch wie älternhd. hüllfe, Part. geholfen): sich tütig annehmen; tätig unterstützen, fördern. Mhd. helfen, ahd. helfan(Präs. hilfu, hilfts und hilfist, hilfit,

hell 844 Prät. half, Pl. haulfan, Konj. Halfi, Part. gi- holfan, das Prät. im 17. Jh. auch holf(Stieler 1691), der Plur. noch bei Luther wir hulfen, neben sie holfen(1. Chron. 13, 12), ir halft (Richter 12, 2), 1580 bei Wurstisen Basl. Chron. 201 sie halfen; dazu asächs. helpan, mnd. und ndl. helpen, afries. helpa, ags. hel- pan, engl. help, anord. Malpa, schwed. jälpa, dän. WMälpe, got. hilpan. Urverwandt mit, aber mit unregelmäßiger Lautverschiebung, lit. Selpid«ich helfey, Selbiuos(?)«suche mir zu helfen», pasalpdâ f.«Unterstützungy. 48L. Helfer, m., mhd. helfœre, helfer, ahd. hel- färi m.; dazu mndrhein. helpére, mnd. helper; Helfershelfer, m., im 15. Jh. helffershelffer m. Mithelfer im Streit, Streitgenossey(1412 bei Haltaus, 1449 bei Janssen Reichscorr. 2, 106).

hell, adj.: schallend, hoch klingend; lichter Farbe; augenscheinlich, offenbar(die helle War- heit, 1642 bei Armatus Rettung der edlen teutschen Hauptsprache B 1 b). Mhd. hel «tönend, laut, glänzend, licht, erst im Nhd. auf Farben übertragen, die sich dem Weiß nähern(1691 bei Stieler hellbraun), ahd. hel ctönend'(nur in gihel, unhel, missahel). Gleichen Stammes wie Hall(s. d.) und mhd. hellen, ahd.-and. hellan«ertönen». Dazu wohl noch anord. haellr chell, laut», und mit an- laut.- nschwed. skzwella«widerhalleny, anord. skual«Plaudereiy und aus andern Sprachen gr. kéhadoc m.«Getösey, kokeiv«rufeny, lat. caläãre zausrufen», lett. kalot schwatzen» u. a. Vgl. Walde s. v. Gewöhnlich wird auch holen(s. d.) hierhergestellt. In schwacher Form helle im 15. Jh. bei Diefenb. gl. 95c und 542 b, noch bei Goethe 1, 196, Rückert Ged. 289; das Adv. mhd. helle, noch bei Uhland Ged. 317 helle. Die hellen Tyränen (1561 im Amadis 1, 92 die hellen Zäher), urspr. die c«lichten, blinkendeny». Der helle Haufe, im 16. Jh. das durch lautes Geräusch und Waffenglanz weithin bemerkbare Haupt- heer»(bei H. Sachs 10, 109 der hell Hau), danach bildlich mit, in hellen Haufen(1624 bei Opitz Werke 231 mit hellem Haufen). 4BL. Helle, f.: Helligkeit, mhd. helle f. hellen, v.: hell machen(nur in auf-, er- hellen); hell werden, mhd. hellen, bei Goethe 3, 3 sich hellen. Helligkeit, f., 1537 bei Dasypodius. ZUS. Hellseher, m.: der Seher verborgner Dinge auf übernatürlichem (magnetischem) Wege, 1710 bei Gottschling Gracians Criticon 3, 163 nach dem franz. clairvoyant.