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cheuten, anderseits in der Bedeutung vor- trefflich zu lat. hic, vgl. heute und hodie. Das Lat. und Germ. könnte man aber nur unter dem Ansatz von h vereinigen, vgl. haben, Hamen. Die Schwierigkeiten sind noch nicht gelöst. Vgl. Brugmann Abh. K.
Sächs. Ges. d. Wiss. 22, Nr. 6, S. 69 ff. Im
Deutschen zeigen den Stamm h noch heuer, heute, hier(s. d.) und vergleiche her, hin, hinnen. Aus Vermischung mit heute ent- stand die Form heunt(bei Maler Müller, 1691 bei Stieler und schon 1388 heunt Nürnb. Chron. 1, 156, 14).
Heinz, kürzender Kosename für Heinrich
(s. d.). Mhd. Heinze. Als Name des ge- schäftigen Hauskobolds alsdann auf Geräte
angewendet, wie die Wasserhebemaschine im älteren Bergbau(1562 pei Mathesius Sar. 207 Heintz). Auch auf Tiere übertragen, z. B. als Name des Zugochsen(Frisch 1741), des Katers(1595 bei Rollenhagen Froschm. Heinz der Waldkater, s. Hinz), der wilden Wald-
bienen(Waldheinzen 1765 bei Overbeck Bienenwbch.). Zgs. mit dem Dim. Heinzel
m.(oberd. Name des jungen Pferds oder Stierkalbs, älternhd. Spielpuppe, Marionette)
Heinzelmännchen, n.: Kobold, Hausgeist, 1540 bei Alberus dict. BB 32 Heintzelmann,
Heintzelmenchen, bei Luther Heinzlein, 1646
bei Philander 5, 328 Hanselmännerlein Pl. Heirat, f.(Pl.-en): Eingehung der Ehe. Bei Luther Heyrat f. und meist m., mhd.- ahd. hirät m. und f., urspr.«Zurüstung des Hausstandes», noch bayr. Heirat m.&Ehe-
16. bis 18. Jh. die Schreibung Heurat(1535 im Aimon J 4 Heurath m.). Zgs. mit ahd.- mhd. rät m.«Beratung, Verhandlung, Zu- rüstung»(s. Rak) und einem Wortstamm, der vorliegt in got. heizwafrauja m. Haus- herr», ahd. hꝰoo m. Gatte, Hausgenossey, hioa f.«Gattin», Mun Pl. cbeide Gatten, beide Dienstboten», hiski n.«Familie, Haus- gesinde, Haushaltung, hwan«heiraten», ags. man Pl.«Hausgesindey, hiréd, hird m. und horãden f.«Familie, Haushalt⸗, haoisc n. Familiey, hwian cheiraten⸗, anord. M, Mun Pl.«Mann und Frau, Ehepaar, Dienst- boten», hy’ski n.«Hausgenossen, Familiey, noõbyli Pl.«Hauswesen, Haus, Inbegriff der Hausleutey, urverwandt mit lat. civis m. Bürgery, ir. cCla«Mann), lett. Séa f.«Weiby,
heiser 840
aind. çẽvas clieb, wert, giväs egünstig, gütig, heilsamy». Zu dem Stamm des Wortes ge- hört auch wohl Heim(s. d.). Weitere Ver- gleiche bei Walde s. v. clwis. 4BL. hei- raten, v., mhd. h'räten, wodurch das gleich- bed. mhd. hMven, hien verdrüngt wurde. Im 16.—18. Jh. die Schreibung heuraten, woraus verkürzt schwäb. heuern cheiratens(Schubart 2, 254), schon 1523 bei Luther 1. Mos. 38, 8 sich verheiren.
heisa! Interj. der Lustigkeit. 1668 bei Schuster bestrafte Verleumdung 56 heissa, aus hei(s. d.) und sa!(s. d.), noch bei Wie- land 11, 214 hey sa!
heisch, s. heiser.
heischen, v.: abfragen, um etw. anliegen; dringend fordern. Mhd. heischen, ahd.(selten) heiskon mit Anlehnung an heißen(s. d.) aus mhd. eischen, ahd. eiscon«forschen, fragen, fordern⸗(wovon ahd. eisca f. Frage»); da- zu asächs. éscon, nndl. eischen, afries. ãskia, ags. ãscian, ãxian, engl. ask,(entlehnt) schwed. äska, dän. dske. Urverwandt mit lit. Jiesköti, abg. iskati«suchen, armen. aic Unter- suchung», aind. 7dhäti«er sucht⸗, die mit einem Suffix-sko von einem Stamme abge- leitet sind, der noch in aind. 5iς m.«Wunsch, Wahlo⸗, lat. aeruscäre cbitten» vorliegt. Nach Analogie von heißen bildete sich im Mhd.
und Alternhd. starke Flexion: Prät. iesch,
und hiesch, Part. geeischen und geheischen (noch bei Goethe 8, 152 geheischen). ZUS. Heischesatz, m.: aus einem Satze hervor-
gehender, ohne Beweis zuzugebender Satz, vertrag», wetterauisch Heurat m.«Bräuti- gam in Beziehung auf die Braut⸗; durch Anknüpfung an heuern(s. d.) cmieten, vom
Postulat, 1716 bei Christian Wolff Mathemat. Lex. 1086.
heiser, adj.: rauhen, unreinen Klanges. Mhd. heiser(auch unvollkommen, schwach, Mangel habend), im 12. Jh. heisir, mittels
der Ableitungssilbe-er, ahd.-ar(vgl. bitter,
hager, mager) aus gleichbed. mhd. heis, heise, ahd. heis, heisi; dazu nd. im 15. Jh. hés, ags. hãs, mit r mittelengl. hörse neben hôse, engl. hoarse, mndl. heersch neben heesch. Mit Übergang des s in sch md. 1340 heish (Fundgr. 1, 376 ²), aus dem Md. bei Luther und Gellert 1, 70 heisch, mnd. hésch, heisch, nndl. heesch, und demgemäß im 16. bis ins
19. Jh. heischer(1588 bei Tabernämontanus,
noch Lessing 1, 131, Uhland und Rückert). Die verschiednen Formen erfordern eine Grundform*hairsa-, vielleicht durch Um- stellung aus rhaisra-, für das aber etymo-
logische Anknüpfung fehlt. 4L. Heiser-


