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Kampf»(s. Hader) und ahd.- mhd. w m. &Krieg, Schlachty.
Heer, n.(es, Pl.-e). Bei Luther Heer, mhd. her, ülter here, ahd. hari, heri n.(Gen. herjes, Dat. herige); dazu asächs. heri m. «Menge, Volk», mndl. heir n., afries. here und hiri m. n., ags. here m.(Gen. heriges), anord. herr m., schwed.-dän. här m., got. harjis m., chario- in germanischen Eigen- namen zur Römerzeit Chariomérus, Chario- valda. Urverwandt mit altpreuß. karjjis Heer, kariawoytis«Heerschau, lit. Karias m.«Heery, Käras m.«Krieg», abg. Kara f. «Streit, altir. cuire«Heer, Schar». Dazu auch gr. koipavoc m.«Heerführer, Herrscher⸗ aus zkorjanos, das Bugge Btr. 21, 422 mit
anord. Herjann, einem oft vorkommenden
Namen Odins verglichen hat. Vgl. Herberge, Herzog. 4B L. heeren, v.: mit einem Heere d. h. mit Krieg überziehen, dann verwüsten, berauben, älternhd. heren, hergen, jetzt nur noch in verheeren, aber noch frünk. heren cübel hausen⸗, bayr. hergen«verwüsten'», mhd. heren, hern, aber auch herjen, herigen, hergen, ahd. herjan und harjön, herjön, her- rön; dazu ags. herigan, engl. harry, harrow plündern», anord. herja«Krieg führen, plün- dern, einen Raubzug unternehmen, schwed. härja, dun. hürje«verheeren». ZUS. Heer- bann, m.: Aufgebot sich zum Kriegsheere zu stellen, mhd. herban, ahd. heriban m. «Aufgebot der Freien zur Heeresfolge», im Mhd. die Mannschaft durch Aufgebot», da- her altertümlich bei Schiller Tell 2, 2 Heri- bann m. Heerbiene, f.: Raubbiene, 1765 pei Overbeck Bienenwörterb. 39, zu heeren (s. d.). Heerfahrt, f., mhd. hervart, ahd. herifart f. Heerführer, m., mhd. herfaerer im Voc. opt. 23, 6. Heergewäte, Heer- gewette, n.: die fahrende Habe, die sich auf Bewaffnung und Rüstung des Mannes bezieht und nur auf den Mannsstamm und Verwandte münnlicher Seite forterben kann (vgl. die Gerade), mhd. hergewœte n., eig. Kriegsgewand, Kriegsrüstung»(ahd. gizwäti n. ist Kollektiv von zwät f. Kleidung»), mnd. herwéte, hererwéõde und hergewwéde n., 1663 bei Schottel 483 Heergewette. Heerhorn, n., mhd. here-, Rerhorn, ahd. herihorn n. Heer- meister, m.: Vorgesetzter eines Gebietes bei Ritterorden und Anführer des Ordens- beeres, 1734 bei Steinbach. Heerrauch, s. Herauch. Heerschar, f., mhd. herschar f. Heerschau, f.: Besichtigung eines ausge-
rückten Heeres in und zu Kriegstüchtigkeit, mhd. herschouwe f. Heersteuer, f.: Kriegs- steuer, von Kriegsdienst befreiende Lehn- gutssteuer, mhd. herstiure, ahd. heristiura f. Heerstraße, f.: Landstraße, 1517 bei Tro- chus J 42 hehrstraß,«via regian, ahd. heri- strãza f.(md. im 14. Jh. herstrãze f.«Milch- straße am Himmel»), ags. heresträt f. Heer- wagen, m.: Rüst-, Kriegswagen bei Feld- zügen, Sternbild des großen Bären, mhd. herwagen in beiden Bed. Heerweg, m., mhd. herwec m. Heerwurm, m.: wie ein Wurm (Schlange) lang dahinziehendes Heer, bei Goethe 7, 177; in dichten Scharen ziehende Raupenart, 1775 bei Adelung.
Heerling, s. Herling.
Hefe, f.(Pl.-n): durch Gärung ausge- schiedne und wieder Gärung erzeugende Sproßpilze; bildl. Auswurf, Bodensatz(im 15. Jh. Städtechron. 3, 142, 21). In urspr. Bed. bei Luther Hefen f., aber noch im 18. Jh. pei Hagedorn Od. 48, Klopstock, Bürger 85, Hölty Kenner 145 Hefen m., mhd. hebe, heve, hefe, hepfen m. und f., spätahd. hepho m., woneben mhd. hevele, hefel m. und hebel n., ahd. hevil, hevilo m. Hefen, zu ahd. hefjan«-heben»(s. d.); dazu ndl. hef, heffe f., ags. hafe m. Vgl. Bärme. 4B L. hefig, adj., 1711 bei Rädlein, hefficht 1678 bei Krämer.
Heft, n.(-es, Pl.-e): Handhabe eines Schneide-, Stechwerkzeugs; Spangennadel zum Festhalten(1517 bei Trochus R 2 heffte, 1716 bei Ludwig Heft m.); geheftetes Papier(1740 bei Hagedorn 1, 57). In der 1. Bed. mhd. hefte, ahd. hefti n.«Messer-, Schwertgriff. heften, v., mhd. heften, ahd. heften cfest- haltend(haf!) machen, befestigen?; dazu andfrk. heftian, ags. hœftan cheften?, got. haftjan«sich anhängen», eine Ableitung vom Adj. ahd. haft, got. hafts(s.-haft). Heftel, m. und n.(-s, Pl. wie Sg.): Häkchen ain Kleide zum Festhaken, mhd. heftel, haftel n. neben heftelin, haftelin n.«Spange zum Zu- sammenhalten des Kleides», Dim. zu mhd.- ahd. haft m. Band, Halter»(s. 1Haft); dazu Heftelmacher, m., 1568 bei H. Sachs Be- schreib. aller Stände d 2. Davon hefteln, v., 1691 bei Stieler heftelen. ZUS. mit heften: Heftpflaster, n., 1741 bei Frisch. Heft- zwecke, f., junge Bildung.
heftig, adj.: sehr streng, ungestüm. Mhd. heftec, heftic, auch haftig, häftig«festbleibend, beharrlich, mit Beschlag belegt», dann«ernst,


