Hebräer
seit Ende des 18. Jh. Hebung und Senkung für gr. äpcic und 6cic. ZUS. Hebebaum, m., mhd. hebeboum m.
Hebräer, auch Ebräer m.(-s, Pl. wie Sg.): der Jude. 1534 bei Dietenberger He- breer, bei Luther Ehreer, aus lat. Hebraeus, von hebr. ibri«der von jenseit des Euphrat Gekommene»(hebr. eber m.«der Ubergang, das Jenseitige»), zunächst von Abraham ge- braucht(1. Mos. 14, 13). hebräisch, ebrä- isch, adj., mhd. hébréisch, hobrüäisch, ébréisch, ahd. hébréisc, öbräisc, ébréisc, nach dem gr.- lat. Adj. hebraicus.
Hechel, f.(Pl.-n): Stachelwerkzeug zum Durchziehen des Flachses und Hanfes. Mhd.
(entlehnt aus dem Mnd.) schwed. häckla f.
chauen, stechen». Kaum verwandt mit Haken. 4BL. hecheln, v., mhd. hecheln, hacheln, Iinnd. hekelen, asächs. ihekilod«gehechelt»; übertr.«prügeln⸗ im 13. Jh. bei Hugo v. Trim- berg Renner 15 049,«vexieren» 1664 bei Duez,
ctadelnd verspotten» 1678 bei Krämer. Da-
von Hechler, m., bei Stieler 1691.
Hechse, s. Hachse.
Hecht, m.(es, Pl.-e): der Raubfisch Esox lucius; raubgieriger Mensch(mhd. im 14. Jh.), loser Kerl(Wieland 18, 147); studen- tisch der beißende dichte Tabakrauch(19. Jh.). In urspr. Bed. mhd. hechet, hecht, ahd. ha- chit, hechit m.; dazu and. hacth, mnd. und mndl. hecet, ags. hacod, hœcec m. Vielleicht
von seinem stachlichten Gebiß oder seiner auf-
fallend spitzen Schnauze benannt und gleichen Stammes wie ahd. hecchen, mhd. hecken «stechen»(s. Hechel). Vgl. mnd. hekele «Stichling). ZUS. Hechtschimmel, m:: Pferd von hechtgrauer Farbe.
Heck, n.(-s, Pl.-).: breite in einge- koppelten Feldern den Fahrweg hemmende Gatter- oder geflochtene Türe(1795 bei Voß Ged. 102); gegatterte Hoftüre(Hermes So- phiens Reise 4, 186); der hinterste oberste Teil des Schiffes(Jacobsson 1793 und Röding), früher mit einer Einfassung von Stützen ver- sehen, die durch Taue oder Ketten verbunden waren. In Norddeutschland. Mnd. heck n. Hecke, Umzäunung, Einfassung, Tor»(von Holz), 1741 bei Frisch«das den Ein- und Ausgang des Dorfes verschließende geflochtene Gatter oder Zufalltor». Entsprechend mhd. heck n. Hecke, Zaun», s. ¹Heckee.
Hedwig
1 Hecke, f.(Pl.-n): Gebüsch; Zaun. Mhd. hecke, hegge, ahd. hegga f., daneben mhd. hecke, heck n.«Dorngebüsch, Umzäunung,. Entsprechend mittelengl. hegge f., engl. hedge, neben ags. hege m.«Umzüunungs. Ableitung von Hag(s. d.). Davon heckig, heckicht, adj., 1662 bei Stoer 236 b, heckechtig 1537 bei Dasypodius; das Subst. Heckicht n., um 1480 im Voc. inc. teut. 142 heckig. ZUS. Hecken-, Heckfeuer, n.: Kleingewehrfeuer Einzelner aus dem Gliede, bei Hippel W. 1, 340 von 1778 Heckenfeuer. Heckenreiter, m:: Strauchdieb, Buschklepper, 1512 bei Lilien- cron Volksl. 3, 762 heckenreiter, 1517 bei
828
Janssen Reichskorr. 2, 921 heckenreroter m., hechel, hachel f.; dazu mnd. hekcele, ndl. hekel, mittelengl. hechel, engl. hatchel und hackle,
neben heckenruyterg f. 2, 875 von 1512(s. Reiter). Heckenrose, f.: Hagerose, 1546
bei Bock 2, 192 Heckrose, 1664 bei Duez
2 dän. hegle. Von ahd. hecchen, mhd. hecheen
Heckenrose. Heckwirt, m.: Wirt einer Winkelschenke, mhd. hecken-, heckavirt.
² Hecke, f.(Pl.-n): Fortpflanzung durch Junge oder Brüten. 1731 bei Zinck öcon. Lex. und 1710 bei Philander v. d. Linde galant. Ged. 67; dazu mittelengl. hacche, engl. hateh cdas Brüten, die Bruty. Von hecken, v., 1482 außhecken causbrüten» Voc. theut. c 2 b
und e 3 /, mhd. sich hecken«sich fortpflanzen»
(von Vögeln); dazu mittelengl. hacchen, engl. hatch ausbrüten?. Gleichen Stammes wie
mhd. hagen m. Zuchtstier»(s. Hacksch) und
ahd. hega-, hegidruos, mhd. hege-, heidruos f. Hode, Zeugungsglieds, and. heidrosi«ve- renda». ZUS. Hecke-, Hecktaler, m.: Zaubertaler zum Reichwerden, 1691 bei Stieler Hecktaler, 1570 im Abschied des Reichstags von Speier§ 133 Heckenmüntze.
Hede, f.(Pl.-n): Werg. Norddeutsch (Möser Phantas. 1, 116), 1517 bei Trochus K 63 hede, bei Frisch 1741 Heede. Aus mnd.-nnd. und afries. héde f., mit Ausfall des r aus mndl. herde, heerde«Flachsfaserꝰ, entsprechend ags. heorde f., engl. hards Pl. Flachshedey». S. Haar 1.
Hederich, m.(-s, Pl.-e): Gundelrebe, Hedera terrestris oder Glecoma hederacea; wilder Senf, erysimum, mhd. ahd. heder'ch, hederich m., mnd. hederik, hedderiche. Unter Einwirkung von Wegerich umgebildet aus dem lat. Adj. hederdãceus«efeuähnlich», oder dessen Stammwort hedera f.«Efeuy nach- gebildet, wohl zuerst von der efeuähnlich kriechenden Gundelrebe.
Hedwig, Frauenname, mhd. Hacdwig, ahd. Hade-, Hathuvig, zgs. mit ahd. hadu-


