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Gulasch
Gurke 780
Gulasch, in ésterreich auch Gulyas, n. (-Lels): Pfefferfleisch. Aus dem Ungarischen in neurer Zeit.
Gulden, m.(-s, Pl. wie Sg.): ehemals süddeutsche und österreichische und noch niederländische Münze im Werte von ungefähr 1,70 M. Alternhd. Guldin, Guldein, Gülden, mhd.(im 13. Jh.) guldin, gulden, eig. der guldin pfenninc«der goldene Pfennig»(lat. aureus denarius), zuerst lange Zeit eine Gold- münze(s. golden und Florin).
Gülle, f.(Pl.-n): Auflösung des Stall- mistes in Wasser, Mistjauche(Pestalozzi Lienh. u. Gertr. 3, 171). Mhd. gülle f.«Lache, Pfütze». Sehr verbreitet in der Schweiz, aber auch im übrigen Alemannischen. Vielleicht zu mnd. gole, goel m. f.«Sumpfy.
Gülte, f.(Pl.-/): zu leistende Zahlung, Schuld, Zins, jährlicher Zins. Mud. gülte (auch gilte, gülde), md. gulte, gulde, gilde f. «Schuld, Zahlung, Einkommen, Rente, Zins
(von geliehenem Geld), Wert, Preis». Von gelten(s. d.). 43L. gültig, adj., mhd.
1324 guldlig«im Preise stehend, teuery», im 15. Jh. guldeg«preiswürdig»(Weist. 4, 623, 3), ferner in mhd. zinsgiltic czahlpflichtig; Gültigkeit, f., 1459 guültigkeit(Germ. 28, 369). ZUS. Gültbrief, m.: Schuld., Hypo- thekenschein, schweiz. Mhd. 1382 gültebriefm.
Gummi, m.(-S, Pl. ·s): Klebsaft aus Pflanzen, 1534 bei Franck Weltb. 219 b Gummi, schon im 14. Jh. mhd. gummi arabicum, ent- lehnt aus gr. Jat. gummi, commi n.(neben gummis, cummis, commis f.), gr. xöuνq., von altägvpt. Keml, Mami«Gummi von Mimosen- oder Akazienbäumen». ZUS. Gummibaum, m.: ostindischer Feigenbaum, Ficus elastica,
dessen Milchsaft den Kautschuk(gummi elasti- cum) liefert.
Gundelrebe, Gundrebe, f.: die Pflanze Glechoma hederacea. Mhd. gunderehe f., ahd. gundereba f. mit acer glossiert, was aber nicht nur Ahorn», sondern auch ein Kraut be- deutet, vgl. Björkmann ZfdW. 3, 288. Die Ableitung ist dunkel. Gundermann, m.: Gundelrebe. 1664 bei Duez, umgebildet aus gleichbed. gunderam, im 15. Jh. bei Diefenb.- Wülcker neben ganderan, gundram, gundrum, aber spätahd. gundram.
Günsel, m.(-s, Pl. wie Sg.): die Pflanze Ajuga. 1588 bei Camerarius 702 Günsel, 1500 bei Brunschwyg Destill. 52 gunsel, ahd. cunsele(Steinmeyer-Sievers 3, 52, 39), um- gebildet aus gleichbed. mlat. consolida f., eig.
cdie sehr feste», bezeichnend für die bei Wunden und Brüchen heilkräftige Pflanze.
Gunst, f.: Wohlgeneigtheit, Wohlwollen; (Pl. Günste) schriftliche Einwilligung, in der Kanzleisprache. Bei Luther Gonst. Mhd. gunst(Pl. günste), gonst f. und m. adas Ge- statten, Wohlwollen, Verleihen, die Einwilli- gung, Erlaubnis», zgs. aus ahd. gi-«ge-y und ahd. unst f.«Zugeneigtheit, Gnade, Wohl. wollen», gekürzt wie gönnen(s. d.) aus ahd. gi-unnan; dazu asächs. abunst f.«Abgunst, Neidy. Die ältere Form ist ahd. aust f.; dazu asächs. anst(nur Gen. Pl. enstio), ags. bst, anord. ãst, got. ansts f. Gunsty. 4B L. günstig, adj., mhd. günstic, dafür ahd. un- stig. Günstling, m., 1683 im neuen Dic- tionar. für einen Reisenden 141².
Günter, m.(-s, Pl. wie Sg.): mit Wurst- füllsel gefüllter Schweinsmagen. Hessisch- wetterauisch. 1540 bei Alberus dict. Ee 32 ghünter, bb 33 gunter. Nach Weigand vom Stoffe des Füllsels benannt und so aus pola- bisch guntra«Lebery». Unsicher.
*Günter, Günther, Mannsname. Mhd. Guanther, ahd. Guntheri, zgs. aus ahd. gund (in gundfano m.«Kriegsfahne»), asächs. güdeaf. «Kampf, Schlacht, Kriegy, ags. gp f., anord. gudr und gunnr f., und ahd. hari, heri n. «Heer»(s. d.).
Gur, f.: feuchte, schmierige, aus dem Ge- stein ausgärende Masse. Bergmännisch, auch Guhr geschrieben(bei Goethe 60, 136 l. H. [Nat. Schr. 9, 62] guhrzweise), 1562 bei Mathe- sius Sar. 52 b Ghur. Von gären(s. d.), eig. Gärung, wie 1716 bei Ludwig das Gären oder die Gar des Bieres.
Gurgel, f.(Pl.-/): Speiseröhre. Mhd.
gurgel, ahd. gurgula f., nach lat. gurgulio m.
«Luftröhrey, wodurch das ältere mit dem lat. urverwandte ahd. querechela, querca f. Gurgel»(anord. Kverk f.) verdrängt wurde. Davon gurgeln, v., mhd. gurgeln, gorgeln «sich gurgeln, einen gurgelnden Ton hervor- bringenv.
Gurke, f.(Pl.-n): Rankengewüchs und Frucht Cucumis. Bei Eber und Peucer 1549 E 1 b der Pl. Görken, 1558 K 8a Gurcken,
1616 bei Henisch Gurcken, Gorcken, Gurchen,
im 17. Jh. A jarohe(Olearius pers. Reise- beschr. 103 b), nd. 1582 bei Chyträus und noch ostfries. Augurke, östr. Omorlce, dazu ndl. agurleje ckleine Einmachgurke», dän.
agurkk. Ubernommen aus poln. ogurek m.,
russ. ogur'éci m., tschech. oMurka, lausitz.-wend.


