Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
781-782
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781 Gurre

Gymnasium 782

korka f., die auf spätgr. drꝑεοο n. Wasser- melone» zurückgehen. Vgl. Kuleumer.

Gurre, f.(Pl.-n): schlechte Stute; schlech- tes Pferd. Mhd. und mnd. gurre, gorre f. Noch oberdeutsch und hessisch.

gurren, v.: den Laut gurr von sich geben (von Tauben). Mhd. gurren vom Schreien des Esels. Vgl. girren.

Gurt, m.(-es, Pl.-e), auch Gurtſe], f. (Pl.-en): Leibriemen, umfassendes Band. Md. im 14. Jh. gart m., mhd. nur in Zu- sammensetzungen wie übergurt m. Ober- gürtel», auch«Obergurt» beim Pferde, mnd.- mndl. gorde m., bei Luther Gurt f. Von gürten, v., mhd. gürten, gurten, gorten, ahd. gurten; dazu asächs. gurdjan, gurdan, mnd.- mndl. gorden, ags. gyrdan, engl. gird, anord. gyrda, dafür got. bigaërdan«umgürten», zu got. gairda f., anord. Görd f. Gürtels. Gleichen Stammes wie Garten(s. d.). 4[B L. Gürtel, m.(⁸s, Pl. wie Sg.), mhd. giirtel m. f., ahd. gurtil m. und gurtila f.; dazu (and. gurdisli) mnd. gordel n.(selten m.), afries. gerdel m., ags. gyrdel und gyrdels m., engl. girdle, anord. gyrdill m. Davon gürteln, v., 1691 bei Stieler gürtelen, mnd. gordelen; Gürtler, m.: Gürtelmacher, mhd. giirtelcere, gürtler.

Gusche, s. Gosche.

Guß, m.(Gen. Gusses, Pl. Güsse): das Gießen; zum Gießen flüssig gemachtes Metall; PFlüssigkeit gegen die Räude der Schafe. In der 1. Bed. mhd. ahd. gug m.(Gen. gugzes). ZUs. Gußeisen, n., 1775 bei Adelung.

Gustav, Mannsname, aus schwed. Gustav.

Gusto, m.(*s): Geschmack. Bei Herder 1, 305, Goethe 17, 35 und Briefe 1, 165. Aus gleichbed. ital. und span. gusto, von lat. gestαν m.

gut, adj.: freundlich verbunden, zugeneigt; den Sinnen angenehm; die nötige Vollkommen- heit habend usw. Mhd.-ahd. guot, md. gäüt, göt, auch«passend, tauglich, tüchtig»; dazu asächs.-afries. gõd, mndl. goed, ags. 90d, engl. good, anord. gõdr, schwed.-dun. god, got. 9O5s «gut, tüchtig, schöns. Gleichen Stammes wie Gatte(s. d.) und ahd. gatulinc, asächs. gada- ling, ags. gœædeling, got. gadiliggs m.«Ver- wandters, sowie mhd. gaten zusammen- kommen, vereinigen?, mhd. gater, ags. gea- dor, tõgœædere czusammen»; urverwandt mit abg. goditi«genehm seins, godini«genehmꝰ, god m.«passende Zeit». Urspr. Bed. wohl zusammengehörig, passend». Statt des Komp. besser(s. d.) mhd. auch guoter, md. ghter.

RA. für gut nehmen damit zufrieden sein), mhd. für guot, verguot nemen. 43L. Gut, n.(Jes, Pl. Güter): Besitztum, überhaupt was uns dienlich ist, Grundbesitz. Mhd. ahd. guot n., asächs. 9ôd, ags. 9Od n.«Gutes», dann «Vermögen, Besitz, Landbesitz, afries. 9d, gued n.«Vermögen?. Dazu die RA. zu gule halten, kommen, tun usw. zum Vorteil, in guter Absicht», mhd. ze guote, ahd. zi guote. Güte, f., mhd. güete, md. güte, ahd. guoti f.; dazu asächs. gödi Gütes, got. 90dei f. Tüchtigkeit, Tugend; gütig, adj., mhd. güetic, md. gütic; Gütigkeit, f., mhd. güe- tichait, guùetikeit; gütigen, v., in begütigen, 1488 güetigen. güten, v.: gutmachen, mhd. güeten, ahd. guaten, nhd. in vergüten. Gut- heit, f., mhd. guotheit f. Güte». gütlich, adj., mhd. guot-, gietlich, ahd. guoflih, an- geglichen guollih«gütig, freundlich», auch «ruhmvoll, herrlich»: dazu asächs. gõd-, guοd- lic«glorreich, herrlich», afries. gödlilik, ags. gõdlic. ZUS. Gutachten, n., 1616 bei He- nisch. gutartig, adj., bei Henisch. Gut- dünken, n., bei Luther, spätmhd. guot- dunken n. Guthaben, n., 1808 bei Campe. gutheißen, v., 1601 bei Albertinus Kriegs- leut Weckuhr 46 b, auch als Subst. gut- herzig, adj., mhd. im 14. Jh. guothertzig nebst guothertzikeit f. gutmütig, adj., 1796 bei Adelung. Guttat, f., mhd.-ahd. guot- tät, guotãt f., ags. gõddcòd f.; guttätig, adj., mhd. guottœtec; Guttätigkeit, f., 1616 bei Henisch. gutwillig, adj., mhd. guotawillic, ahd. guotevillig, asächs. gõchillig; Gutwillig- keit, f., md. im 14. Jahrh. gtewillikeit f. 2ZUS. mit Gut: Gutsbesitzer, m., 1808 bei Campe.

Gütchen, n.(-s, Pl. wie Sg.): Kobold. Bei Goethe Faust 5848. Mhd. gütel, güttel m. Kobold», Dim. von Gott(s. Götze), wie md. im 14. Jh. gofechen n. und mhd. gole- lin n. ckleiner Gotts».

Guttapércha, f.: Ledergummi von Su- matra, eingedickter Milchsaft des Baumes Isonandra gutta, aus dem Malaiischen, wo gutta«Gummi, Balsam», percha der Name jenes Baumes.

Gymnäsium, n.(-s, Pl. Gymnasien): Gelehrtenschule. Aus gr.-lat. gymnasuem, gr. Tuuvdcioy n. cöffentlicher Platz zu Leibes- übungen», die nackt(gr. fuuvöc) angestellt wurden, dann auch Versammlungsort der Philosophen», daher als Name für Gelehrten- schulen von den Humanisten des 15. und