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auch granus m.)«kleinstes Gewichts. Gerstenkorn. Grän, m.(-es, Pl.-e): 112 Karat bei Gold-, 1 6 Lot bei Silbergewicht, überhaupt ½ 6s Mark. 1562 bei Mathesius (s. o.) Gren, aber schon 1354 bei Würdtwein Diplom. magunt. 2, 184, 2 u. 215 der Pl. green, 227 der Pl. grein. Aus franz. grain m., von lat. gränum(s. Gran).
1Granãt, m.(-es, Pl.-en): ein roter
Edelstein, aber auch von gelber, grüner
prauner und sammetschwarzer Färbung. Mhd.
granãt m., aus gleichbed. mlat. granatus m. (nämlich lapis«Stein), dem Mask. des lat. Adj. gränãtus«mit Körnern oder Kernen versehen»(s. Granatapfel), von lat. grãnum n. Korns; der Name daher, daß dieser Edel- stein meist in Körnern gefunden wird. *Granât, m.: an der Nordseeküste für Garneelen(s. d.) oder Krabben. Frisch unter Garneelen. Granätapfel, m.: Frucht des Granat-
baumes in Asien usw. Mhd. granãtapfel m.,
auch bloß granãt, aus mlat. granatam n. (nämlich malum«Apfel»), dem subst. Neutr. des Adj. granatus(s. Granat), eig.«viel- kerniger Apfel?.
Grandte, f.(Pl.-n): mit Schießpulver gefüllte Kugel. 1616 bei Wallhausen Kriegs- manual S. 68 Granate, S. 75 Granade, aus gleichbed. ital. granata, granada f.(dort bereits im ersten Drittel des 16. Jh.), franz. grénade f., woher bei Archenholtz 2, 385 u. 421 Gre- nade f., eig.«nach Art eines Granalapfels
mit Körnern, d. h. Pulverkörnern gefüllte
Kugel»(im ältern Ital. granata f.«Granat-
apfel», 1726 bei Fleming teutsch. Soldat 74 b «wegen der Khnlichkeit mit den Granat-
upfein also genennet». S. Grenadier. Grand, m.(-es, Pl.-e): grober Kiessand. 1775 bei Adelung. Dem Niederd. entnommen, wo grand auch Weizenkleiey. Gleichen Stammes wie ags. grindan(Prät. grand, Part. grunden), engl. grind«zermalmen, mahlenꝰ, urverwandt mit lat. frendere«zerknirschen, zermalmen, knirschenꝰ, lit. gréndu creibey,
vielleicht auch gr. xovdpöc(aus xpovdpòc) m.
Graupe, Korns. Vgl. Mulm. Davon grandig,
adj.: grobkiesig, bei Frisch 1741, in der Bed.
stark, sehr, 1669 im Simpliciss. 195 u. 276.
Grande, m.(-n, Pl.-n): die Adeligen
in Spanien, die sich vor dem König bedecken dürfen. 1694 bei Nehring. Würde und Anstand eines spanischen Granden,
8.
1663 bei Schuppius 1, 542, Grandeza 1617 im t. Michel 43. Aus gleichbed. span. gran- deza, ital. grandezza f. grandiös, adj.: großartig, bei Goethe 30, 87, 88 u. 176, aus ital. grandioso, franz. grandiose, zu ital.-span. grande, franz. grand, lat. grandis«groß. Granit, m.(es, Pl.-e): aus Quarz, Feld-
1741 bei
Aus dem span. grande m.(s. u.), Davon Grandézza, f.:
spat und Glimmer zusammengesetztes hartes Gestein von körnigem Gefüge. Mhd. grändt m., aus mlat. granitum marmor, woher auch ital. granito, franz. granit m., eig.«viel Körner führendes Gestein», zu lat. gränum n.«Korn). Davon granſften, adj., bei Schiller 11, 297.
Granne, f.(Pl.-n): Rückenborste des Schweines; Ahrenstachel. Mhd. grane, gran f., eig. wohl«Haarspitze», dann«Barthaarꝰ, zumal der Oberlippe,«stacheliges Haar) bei Tieren,«Gräte», ahd. grana, grane f.«Schnurr- bart, Gräte»(noch wetterauisch Gröne f. und 1540 bei Alberus dict. Hh 3ο Gran f. Grätey, siebenbürg. Grunen«Schnurrbart»), 1420 md. grayn f.«Ahrenstachel»; dazu ags. granu, anord. grön f.(Pl. granar)«Barthaar an der Oberlippe». Urverwandt mit altir. grend, kymr. bret. grann«Schnurrbart, strup-
piges Haaro, alb. krqndo f. Weinrebe, Stroh-
halmy, gegisch krano«Stachel, Dorny. Aus dem Germanischen entlehnt altfranz. grenon Lippen- und Kinnbart», span. greüa ver- worrenes Haupthaar), altspan. greton«Bart», ital. granata«Besen?, mlat.(bei Isidor 19, 23, 7) granus Zopfꝰ.
Grans, m.(-es, Pl.-e) und Gransen, m.(—, Pl. wie Sg.): Schiffsschnabel; über- haupt Schiffsspitze. Bei Schiller Tell 4, 1 Gransen m.(aus Tschudi entnommen). Mhd. grans m.«Schnabel des Vogels und des Schiffes, Maul oder Rüssel des Tieres, Maul des Menschen, hervorragender Körperteil», ahd. grans und granso m.«Schiffsschnabel, Vorderteil des Schiffesy. Herkunft unsicher. Nach Wadstein Btr. 22, 248 aus gi-rans, vgl. mhd. rans m., isl. rone«Rüssel). Zupitza Gutt. 176 vergleicht abg. grand f.«Ecke».
gransen, v.: weinerlich tun. Norddeutsch. 1696 im Schelmuffsky ² 23, 1728 bei Menantes allerneueste Art 378. Intensivum von mhd. granen, grannen«weinen, flennen», ahd. gra- nön«grunzenꝰ, anord. grenja cheulen, brüllenꝰ, wie grinsen von mhd. grinnen, gleichen Stammes wie greinen(s. d.).
granulieren, v.: körnig machen. 1562 bei Mathesius Sar. 231 a(Münzen) granuliren. Aus franz. granuler«Metall körnen, von 48*


