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Vielleicht aber nd. goôs Gansy, wie denn viele Biere nach Tieren benannt sind, vgl. Broghan. Schon 1332 mnd. gose(Höfer Urk. 257), 1575 bei Fischart Garg. 86 Goß- larisch Gause und 148 Go6.
Gosse, f.(Pl.-n): Gußstein der Küche; Straßenrinne. 1517 bei Trochus O 3 b ein gosszen. Von gießen(s. d.).
1Gote, f.(Pl.-n), auch dim. Gödel: die aus der Taufe Hebende und Gehobne. Mhd. gote, götte m. und gote, gotte f.«Pate, Patin und Patenkind», ahd. gota f.«Taufzeuginꝰ, 1664 bei Duez 46 Göte f., 1669 im Simpl. 403 Goõth f.«Patin». Noch in Ober- und Westmittel- deutschland Gott f. und Gött m. Vielleicht abkürzende Koseformen für die als geistlicher Vater oder geistliche Mutter des Täuflings (lat. pater, mater in Deo) geltenden Tauf- zeugen, wie die mit Gott(s. d.) zusammen- gesetzten vollern Formen zeigen: ags. 9od- fœder m.«Patey, godmodor f.«Patin, god- sunzs m. und goddohtor f.«Patenkindy, ent- sprechend engl. godfather, godmother, godson, goddaughter, anord. gudfadir, guddottir, dän. gudfader, gudmoder, guddotter, schwed. gud- fader«Patey, gudmor«Patiny, gudson und guddotter«Patenkindy, aus gudfader und gudmor. Auch ndl. 1598 goede und goede-, godmoeder«Patiny, godvader«Pates. Aber unser Wort kann auch eine Bildung sein wie got. gucja, and. godi Priester.
„Gote, m.(-9n, Pl.-n): Volksname. Got. Gut-piuda f.«Gotenvolk», bei den Griechen TôrOoi, Térrou, bei den Römern Gotones oder Gothones(Tacitus Germ. 44), Gothi(Eutrop), bei S. Franck Chron.(1551) 1572 f. Gothier, Gotthier, bei Aventin Gothen(4, 963, 23), Gotten, Gouten usw. Davon gotisch, adj:: den Goten eigen; altdeutsch(in der Bau- kunst, 1741 bei Frisch); im 18. Jh. altfrän- kisch, altmodisch(Lessing 11, 136, Wieland 6, 170, Schiller 6, 346, 6, Wagner Kinderm. 11 Neudr.), nach franz. gothique caltväterischs.
Gott, m.(es, Pl. Götter): übernatürliches höchstes Wesen. Mhd.-ahd. got m.(Gen. gotes); dazu asächs.-ndl.-afries.-ags. god m., anord. god, gud m. n., got. gup(Gen. gudis) m. n. Eine alte partizipiale Bildung, urgerm. gudom, idg.*ghutom, die man zu verschie- denen Verben der verwandten Sprachen stellen kann, entweder 1) zu aind. hau canrufen), hũtã- und aw.-zbãta«gerufenꝰ, abg. zouq«ich
chen.
gr. Xéeiv, uréc«gießen, gegosseny, oder 3) zu lat. fowére«wärmeny oder lat. favére cgünstig sein». Ebenso verschieden wie die Wurzeln kann auch die Bedeutung sein, ent- weder abstrakt«die Anrufung, die Opferung» oder«das angerufne, das geopfertey usw. Irgendwelche Sicherheit ist nicht zu gewinnen. Wenn Gotze(s. d.) wirklich zu Gott gehört, so wiese das auf eine ursprüngliche Bedeutung Bild, Figury. Vgl. Osthoff Bezz. Btr. 24, 177. Uhlenbeck Btr. 30, 285. Der Plur. lautet ahd. gota, mhd. gote, göte und neutr. göôter, wie got. Pl. Neutr. guda. Vgl. Götze, Güt- 4BL. Göttin, f.(Pl.-nen), mhd. gotinne, gotin, mit Umlaut gütinne, götinne, gõttin, ahd. gutinna, gutin f.; dazu ndl. godin, ags. gyden f. göttern, v. in vergöttern, bei Luther göttern«göttliche Kraft und Art ver- leihen», mhd. vergoten«göttlich machen, in Gott verwandeln». Gottheit, f., mhd.-ahd. goteheit, gotheit f. göttlich, adj., mhd. gote-, gotlich, göte-, götlich, md. godelich, ahd. gote-, gotlih; dazu asächs. godlic, anord. gudligr. 2Z0§. 1) mit Gott-: gottlob, interj., früh- mhd. gote-, gotlop, eig.«(dem) Gott sei Loby. gottlos, adj., bei Luther, schon got. guda- laus«ohne Gott». Gottseibeiuns, m.: der Teufel, bei dessen Anblick man diesen Schutz- ruf ausstößt(Goethe 13, 65 von 1802). gott- selig, adj., bei Luther, eig.«in Gott selig»; dazu Gottseligkeit, f., ebd. gottvoll, adj., im 19. Jh.— 2) mit dem Gen. Gottes- Gottesacker, m.: Totenfriedhof, 1544 bei Luther Ausleg. d. Ep. u. Ev. von Ostern FF 6² wir Deudschen von alters solche Be- grebnis nennen Gottesacher. Gottesdienst, m., mhd. im 14. Jh. gotsdienst. Gottes- furcht, f., bei Luther; gottesfürchtig, adj., bei Luther gottfürchtig, bei Steinhöwel Esop 72 gotzf'rchtig, mhd. im 14. Jh. got- forhtic. Gottesgabe, f., mhd. gotes-, gots- gabe. Gotteshaus, n., mhd. gotes-, gots- hüs, ahd. gotes hns; dazu asächs. godes hüs, afries. godis-, godeshis, woneben mhd. gothis, got. gudhäs n.«Tempely. Gotteskasten, m.: Behälter zur Verwahrung des Kirchen- geldes, bei Luther. Gotteslästerer, m., 1495 in Reichsordn. 26a gottßlesterer; Gottes- listerung, f., 1517 im Frankf. Reichskorr. 2, 933 gotslesterung. Gotteslohn, n., bei Luther 1, 3174 J. Gottespfennig, m:: Handgeld, dessen Annahme zu Dienstleistung
rufe», lit. Zaveti«besprechen, zaubern, oder 2) zu aind. hu opfern», hutäs«geopfert»,
verbindend ist, im 15. Jh. gotsphennig, goce-
Ppfennig und gotsheller(Diefenbach gl. 50,


