Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
747-748
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747 Gneist

Gold 748

Brand», abg. gnetiti anzünden» können nicht beide gleichzeitig verglichen werden. 2Gneist, m.(-es): fest auf der Kopfhaut schuppig sitzender Grind oder Hautschmutz. Wetterauisch. 1482 gnyst im Voc. theut. m7 b, im 15. Jh. bei Diefenbach gl. 2642 geniste,

entlehnt finn. Kalda, Kulta Golds.

4B L. golden, adj., noch altertüũmlich gülden, gulden, mhd.-ahd.-asächs. galdin; dazu ndl. gouden,

afries. gelden, gulden, golden, ags. gylden, engl. golden, anord. gullinn, schwed. gyllene, dän.

genist, 1716 bei Ludwig Gneiß m. neben Gnatz(s. Gnãtze), 1741 bei Frisch Gneis, Gnist m., mnd. gnist«Räude, Hautausschlagy,

tirol. Gneist n.«kleingeschnittnes oder ge-

schabtes Zeugy, Gneis«Kopfschuppe». Wohl (im Bergbau), 1775 bei Adelung, göldisch

abgeleitet von ahd. gnôtan(s. Gnätze). Gnenn, m.: Vater, s. Knän. Gniddelstein, m.: Nahtklopfer bei Leinen-

zeug, anstatt der Plütte. Norddeutsch. Mnd.

gnidelstén m.«Glättstein», von nd. gnideln, gniden«glätten, plätten?, mnd. gniden«reiben- (. Gnätze).

Gnom, m.(-en, Pl.-en): Erd-, Berggeist. 1775 bei Adelung, aus gleichbed. franz. gnome, ital. gnomo m., von mlat. gnomus m. Erd- geistchen»(im 16. Jh. bei Paracelsus), zu gr. fyäun f. Erkenntnisvermögen, Geisty.

Gobelin(spr. gobele), m.(-S, Pl.-s und s teicl d Porzellanvas halten); ander: Gobeline): Teppich mit eingewirkten Bildern. Lionen und lorzellanxasen gehalten); anders

Benannt nach dem Erfinder Jean Gobelin in Paris(15. Jh.).

Gockel, m.(-s, Pl. wie Sg.): Männchen

gylden. golden, v. in vergolden, mhd. vergulden, vergülden, altertümlich vergulden (Goethe 1, 90), vergülden(Schuppius 251). goldig, adj., süddeutsch als Kosewort, bei Schiller 2, 144; altertümlich guldig bei Cha- misso 3, 133. güldisch, adj.: goldhaltig

1721 bei Jablonsky. ZUS. Goldammer, f., spütmhd. im 15. Jh. goltamer f., im Voc. ex quo 1469 goltammerlin n. goldfarben, adj., bei Luther goldfarh, mhd. goltwar(s.-farb). Goldfinger, m.: Ringfinger, der Finger zu-

nächst am kleinen, mhd. spätahd. goltvinger (Steinmeyer-Sievers Gl. 3, 72, 8), afries. und

ags. goldfinger.

Goldfisch, m.: aus China

stammender, 1691 nach England und von

da in Europa verbreiteter goldglänzender

karpfenartiger Fisch, Cyprinus auratus(in

des Hühnerviehs. In ältrer Zeit auch Gückel.

80 1540 bei Alberus dict. Hh 2 und 1556 bei Frisius 940a, 1537 bei Dasypodius Guckeel, Gugel, 1589 bei Bebel Facetiae 1282 G6ckel (1558 Gogkel), 1538 bei Serranus Göcker. In Zusammensetz. 1596 bei Hulsius Gugelhan,

Wall. Lager 9 Gökelhahn, mnd. kukelhän.

Lautmalende Bildung, wie gleichbed. mndl.

China bereits im 5. Jh. n. Chr. in Garten-

1482 im Voc. theut. 14 b goltfisch«Teichforelles, salmo fario;(jetzt auch in übertrag. Bed.) creiches Mädchen. goldgelb, adj., 1537 bei Schaidenreißer Odyssea 96 b, 1616 bei He- nisch. Goldglätte, s. Glätte. Goldgrube, f.: Goldbergwerk, 1429 goltgruch und 1414 goltgrobe(Diefenbach gl. 62 b); auch in über- trag. Bed. Goldhähnchen, n.: der Sommer-

Zaunkönig, Sylvia regulus, der kleinste Vogel

t 8 Europas, benannt nach der gelben Haube, um bei Schuppius 773 Gockelhan, bei Schiller

kocke m., ags. coc m., engl. cock, franz. cog m., anord. kobr m.«Hahny, lat. coco vom

Hahnenlaut, wie im Alsfelder Passionsspiel 40 b gucze gu gu.

Godel, f.(Pl.n): Patin, s. 1Gote.

Gold, n.(es, Pl.-e): das edelste Metall lat, aurum. Mhd. golt, ahd. gold n.; dazu asächs.-afries.-ags.-engl. gold, ndl. goud, anord. gall, goll, schwed.-důn. guld, got. gulp n. Ur- verwandt mit abg. zlato, russ. 26 00 n., lett. ze'lts m.«Goldy», aind. höranjam Gold, aw. zaranja- n.«Gold, aind. hätakam«Gold aus rhaltalram. Daß das Wort zu*gelb gehört, ist durchaus nicht sicher, vgl. Hirt Ablaut 88. Eher steckt darin ein Volksname, wie in aind. häãtakxam ein Landy. Aus dem Germanischen

1500 goldhandel(Diefenbach nov. gl. 181 b), 1557 bei Heußlin Vogelb. 66 2 Goldhendlin, 1664 bei Duez Goldhahnichen. Goldküfer, m., 1595 bei Rollenhagen Froschm. 1, 2, 15 Gold- Kefer, 1466 goltkeber(Diefenbach n. gl. 43 b). Goldkorn, n., 1616 bei Henisch Goldkxörnlein. Goldlack, m.: die wohlriechende Pflanze Cheiranthus cheiri, 1793 bei Nemnich, dafür im 16. Jh. geel Veiel(Fuchs 1542), geel Vio- Violaten(Bock 1546). Goldmacher, m.: Alchymist, 1646 bei Moscherosch Phil. 1, 61. Goldmann, m.: Kosewort für einen be- sonders lieben Mann, bei Gellert 3, 415. Goldschmied, m., mhd. goltsmit, ahd. golt- smid, ags. goldsmi m. Goldsohn, m., 1775 bei Adelung als Kosewort der Meißner(Ober- sachsen) wie Goldkind und Goldtochter. Gold- stück, n., 1616 bei Henisch Goldstuck, an- ders bei Luther Golds Stücke. Goldwage, f,,