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bei Wieland 22, 221 mit k geschrieben, gleich- sam&mit weitaufgesperrten klotzühnlichen Augen?, schon im Renner Frankf. 1549 Bl. 35 klotzen. ZU0S. Glotzauge, n., 1741 bei Frisch.
Glück, n.(-es, Pl.-e): Gunst des Schick- sals, Zukommendes nach Wunsch. Noch im 18. Jh. häufig Glicke(Gottsched Cato 77 neben Ungelücke, Hagedorn Od. 72, Lessing I, 47, Goethe 1, 48 u. 3, 61). Mhd. geltiche, Nücke n. (auch«Zufall, Lebensberuf»), 1482 im Voc. theut. 11 b f. geluck, gluck; dazu mnd. gelucken. und lacke n. Los, Schicksalp, dann glückliches Schicksal», mndl. gelu; von da vorgedrungen ins Nordische und Englische, anord.(14. Jh.) luxka f., schwed. Ia, dun. Iye, engl. lack
Glück». Herkunft unsicher. 4 L. glücken, v.,) mhd. gelücken, glücken, 1482 glucken.
glücklich, adj., im 15. Jh. bei Diefenbach gl. 244 b gelucklich, 1482 bei Melber X 72 gluck- lich«durch Glück zuteil werdend», das Adv. glickeliche um 1400 in Städtechron. 8, 444, 3, woneben im 15. Jh. das Adj. Nuckig, gläckig,
bei Diefenbach gl. 467 b glickig; dazu mnd.
die Adj. geluckich, luckelich und lackich, so- wie das Adv. geluckeliken. glückselig, adj.: voll Glück, im 15. Jh. bei Diefenbach gl. 244 b Jhackeselig, 1482 im Voc. theut. I1b luck- selig, abgeleitet von glüclesal n.«Glückszu- stand»(Brant Narrensch. 23, 5); dazu Glück- seligkeit, f., um 1480 im Voc. inc. teut. h 72 geluckseligkeit. ZUS. Glücksbude, f.: Spiel- bude zu Gewinn oder Verlust, 1669 bei Prä- torius Glückstopf, Titelbild. Glückshafen, m.: Glückstopf, 1618 bei Schönsleder Glüche- hafen. Glückskind, n., bei P. Fleming 541. Glückspfennig, m., 1669 bei Prätorius Glückstopf 459. Glückspilz, m.: Empor- kömmling durch schnell zukommendes Glück, bei Schiller Parasit 1, 1. Glücksrad, n., mhd. gelückrat und gelückes rat. Glücks- ritter, m., 1775 bei Adelung. Glücksspiel, n.: Hazardspiel, 1526 bei Luther Glickspiel, in der Bed.«Spiel des Schicksals» 1531 bei Hedio Josephus Vorr. 4d Glücksspiel. Glücks-
topf, m.: Gefäß, aus dem in der Glücksbude
die Lose gezogen werden, bei P. Fleming 313. Glückwunsch, m., 1691 bei Stieler, dafür 1571 bei Rot Glückzwünschung, 1485 gelüeles- wünschung(Nürnb. Pol.-Ordn. 72).
Glucke, Klucke, f.(Pl.-n): Bruthenue. Bei Luther Hiob 9, 9 Glucke, mit dem stimm- haften md. Anlaut für spätmhd. Klack f. (Mone Ztschr. 3, 408 von 1409), mnd. klucke f.; zusammenges. Gluckhenne, f,, bei Luther,
Kluckhenne 1538 bei Herr Ackerwerk Colu- melle. Zu glucken, v., vom Rufen der Bruthenne, mhd. Xlacken, mehr md. gluggen; dazu ndl. klohken, ags. cloccian, engl. cluck, lautmalenden Ursprungs wie gleichbed. lat. glõcire und gr. Gccexv. Davon als Ver- stärkungswort glucksen, v., 1508 in der Straßburger Gemma k 1 b clucktzen, 1562 bei Mathesius Sar. 226* Kluchzen, 1537 bei Dasypodius kKluxen, 1540 bei Alberus dict. Hh 25b gluchsen, bei Musäus Volksm. 2, 118 Glachsen n.
Glücker: Tonkügelchen, s. Klicker.
glücklich, Glücksbude usw., s. Gläck.
Glufe und Gufe, f.(Pl.-n): Stecknadel. Oberdeutsch. 1482 im Voc. theut. 1 2a lufe neben guffe, 1489 bei Brack d 2 b spinter, ein vorspang odder ein gluff. Dunkler Herkunft.
gluh, adj.: glühend(Bürger 320), auch glüh. Bei Luther glu, gluwo(Dan. 10, 6) «glühend», dann chell, poliert?, 1562 bei Mathesius Sarepta 104 b, mnd. glue, glo glͤn- zend, leuchtend». Vgl. Alau, glauch. Von glühen, v.: feurig glänzen; prennend heiß sein. Mhd. glüejen, iecwen, glüen, md. gluacen, guaen, ahd. glucan, gluojen. gluon; dazu and. Roõian«glühen⸗, mnd. goien, glogen, mnadl. gloeijen, ags. glôwan, engl. louw, anord. glõa, schwed.-dän. glo«glotzen, gaffen, glünzen. 4B. Glut, f.(Pl.-en), mhd. gluot f. Hitze, feurige Kohlen»(Pl. üete), md. glũt, ahd. luot, õt f.; dazu mnd.-ot f., nndl. gloed m., afries. glõd, gléd, ags. gléd, anord. glõd f. Die Wurzel glö gehört vielleicht zu lit. lejd f. «Halbdunkel in der Dämmerung», doch kann auch Glanz, glatt, gelb u. a. verwandt sein, oder kymr. glo«Kohley. ZUS. Glühwein, m., 1808 bei Campe. Glühwurm, m., bei Voß Luise 1, 809.
glum, adj.: trübe(von Flüssigkeit). Bei Luther Hes. 32, 2 und Harsdörffer lust- u. lehrreiche Gesch. 1, 126 glam, bei Francisci Lusthaus 409 glumm, noch nd. glum«trübe, dunkel, mürrisch»; dazu mnd. und md. gä- mende Part.«heimtückischy, md. im 14. Jh. beglumen ctrübe machen, hinters Licht führens, ags. Aoöm m.(2)-Düsternis, Dümmerungy, engl. glum finster, mürrischy, gloom«Dunkelheit, Trübsinns, anord. gldm-Syni f.«Sehschwäche, welche dem Auge die Dinge anders als in
Wirklichkeit erscheinen läßts, glãmr m.«Mondh,
urverwandt mit lit. Néjd«Dämmerungs. glummen, v.: Nimmen(s. d.). Dazu das Iterativ glumsen, v.: schwach fortglimmen,


