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von Würmern, von kriechenden Tieren über- haupt, von Schlangen oder Drachen». Kol- lektiv von Wurm(s. d.).
Gewürz, n.(-es, Pl.-e): scharfen ange- nehmen Geschmack mitteilende Speisezutat aus Pflanzenstoffen. Bei Luther Gewürtz, im 15. Jh. bei Wyle 279, 3 gewäürtz n. Kollektiv von Wurz(s. d.), aber in seiner weitern Ent- wicklung als Substantivbildung zu würzen (s. d.) empfunden. ZUS. Gewürzkrämer, m., 1616 bei Henisch. Gewürznelke, f., 1741 bei Prisch 2, 6 b der Pl. Gerwirz-Nelen neben Wärz-Nelken 461°, 1691 bei Stieler Gewwrznäãgelein(s. Näglein, Nelke).
Gezüh, Gezähe, n.(-s): das gesamte Werkzeug des Bergmanns. 1693 bei Schönberg Berg-Inform. 2, 44 Gezdhe, 1669 in der kurköln. Bergordn. 7, 25 Gezeu, in einem alten sächs. Bergreien bei Döring 2, 60 Gezdiue, 1562 bei Mathesius Sar. 196 Gezato n. Mhd. gezoube, gezowe n. Gerät, Werkzeugs, im 14. Jh. gezawe, md. im 14. Jh. gezöu, thüring. 1447 gezauge, dazu mnd. getouaoe, getono n.«Ge- schirr, Gerät jeder Arty. Von mhd. 20 ⁶0Gen, 26uονε᷑ tun, machen, fertigmachen, bereiten, ahd. zau)jan, zoujan«machen, bearbeiten, ver- fertigen“; dazu mnd. touren«Leder bereiten, weben?, ags. fauwian«bereiten, zurichtenꝰ, auch«übel zurichten», engl. faw«weißgerben, durchprügeln», anord. tœja, tgja chelfen, nützenꝰ», got. faujan«tun, bewirkeny. Weitre Anknüpfung in den verwandten Sprachen ist unsicher. Vgl. Osthoff Idg. Forsch. 5, 282, Lorentz ebd. 342.
Gezänk, n.(-es, Pl.-e): vieles, wiederholtes Zanken. Mhd. gezenke n. Von zanken(s. d.).
Gezeiten, Pl.: der Wechsel von Ebbe und Flut. Norddeutsch, mnd. getide n.«Flut- zeity, entsprechend mhd. gezit f. n. Zeit, festgesetzte Gebetstunde(horae canonicae), Zeitlauf, Begebenheity. Zgs. mit Zeit(s. d.).
Gezelt, n.(-es, Pl.-e): das Zelt(s. d.). Mhd. gezelt, ahd. giaelt n.
Gezerre, n.(-s): vieles, wiederholtes Zerren. Bei Luther 7, 266 b Jen. Md. im 13. Jh. gezerge n., im 14. Jh. gezarre n. das Reißen, Zerreny. Kollektiv von zuar m.«Riß und Substantivbildung zu zerren(s. d.).
Gezeug, n.(-es): das gesamte Werkzeug des Bergmanns(vgl. Gezäh); Gestein- und Wasserhebemaschine im Schacht. In der 1. Bed. 1617 bei Löhneyß Bergwerk 10, in der 2. Bed. 1557 bei Agricola Bergwerkb. 122f.
Mhd. geziuc m. u. n.«Gerätschaft, Werkzeug,
Maschine zum Kriegsgebrauch», zusammen- ges. mit Zeug(s. d.).
Geziefer, n.(-S, Pl. wie Sg.): Kleines unansehnliches Getier(Goethe 17, 19). Früh- nhd. Gezifer(Schmeller? 2, 1087). S. Un- geziefer.
geziemen, v.(Präs. es geziemt, Prät. geriemte, Part. geziemt, mit Dat. der Person): nach gebildeter Ansicht passend sein. Bei Luther gezimen, gezymen, 1522 bei Murner Luth. Narr 3384 gezimmen, aber mhd. stark- flekt. gezemen«angemessen seiny. S. ziemen.
geziert, Part. Prät. von sich zieren als Adj.: allzu zierlich. In der äültern Bed.«mit. Auszeichnung verschönerty um 1480 im Voc. ine. teut. i 7a gezyrt. S. zieren. Dazu Ge- ziertheit, f.: überzierliches Benehmen, im 19. Jh., aber 1628 bei Münster Cosmogr. S. 1122 Gezierdtheit f.«Zieraty.
Gezimmer, n.(-S): Gesamtheit bearbei- teten Bauholzes; aufgeschlagner Holzbau; im Bergwerk die Zimmerung, Holzstützen, Trag- stempel(1617 bei Löhneyß Bergw. 9); vieles, wiederholtes Zimmern. Mhd. gezimber, ge- zimmer und ahd. gazimbari, gizimbiri n.«Bau- materialien, Bauholz, Bau, Gebäudey. Ab- geleitet von Zimmer(s. d.), in der obigen letzten Bed. aber von zimmern(s. d.).
gezogen, Part. Pass. von ziehen(s. d.) als Adj.: mit schwachgewundnen Zügen oder Lüngsfurchen versehen. 1590 bei Fischart Garg. 286 geschraubte oder gezogene Büchsen.
Gezücht, n.(-es): aufzuziehendes oder aufgezognes Gezeugtes. Nur in verächtlichem Sinne. Bei Luther 8, 268 Weim. Getzichte und Matth. 3, 7 Ottergezichte, mhd. selten gezühte n., Kollektiv von Zucht(s. d.), mhd. ahd. zuhtf.«Aufzuziehendes, aufzuziehende Junge.
Gezwatzer, n.(*s): wiederholtes Zowatzern (. d.), bei Goethe 16, 3.
Gezwerg, n.(-es, Pl.-e): Gesamtheit von Zwergen(Goethe Gezwerge n. als Kol- lektiv 25, 1, 151); Zwerg. Mhd. getwerc n. (md. m.) und ahd. gitzwerc n.«zwerg», zu- sammenges. mit tzwerc Zwerg(s. d.).
Gezwitscher, n.(-s): das Zwitschern (s. d.). 1664 bei Duez 1, 471 b Gezwitser der Vögel.
1Gicht, f.(Pl.-en): im Hüttenbau, auf den Hochofen führender Gang zum Hinauf- schaffen der Kohlen und Eisensteine. 1712 bei Hübner. Nach Weigand von gehen wegen mhd. giht f.«Gang, Reisey und in Zusammensetz. kirchgiht f.«Kirchgang», sunne-, sunngiht f.


