681 Genist genng 682 natrire ernähren) ist zweifelhaft. Vgl. lat. genus(Gen. generis) n. Geschlecht, Art. Walde s. v. 4 B. genießbar, adj., 1691 ZUS. Genrebild, n.: bildliche Darstellung
bei Stieler.
Genist, Geniste, n.(-es, Pl.-e): Abgang von Stroh, Reisig usw., eig.«was der Vogel zum Nestbau brauchty. Mhd. geniste, genist n. «Nesty, Kollektiv von Nest(s. d.), bereits im 14. Jh. in der heutigen Bed. Noch obd.
Genitiv, Genetiv, m.(-s, Pl.-e): Fall auf die Frage wessen? Zeuge-, Besitefall. Aus lat. genitovus, nach den besten Hand- schriften genetivus«Angeborensein, Zeugung anzeigender»(zu ergänzen casus, s. Kasus), gebildet nach gleichbed. gr. Tevixi f.(nämlich mrücic« Fall.
Genius, m.(Pl. Genien): Schutageist, Flügelgeist. Als Schutzgeist des Dichters schon bei H. Sachs 1, 437 ff., im 18. Jh. durch Winkelmann, Lessing, Wieland in der Lite- ratur heimisch geworden. Der Pl. Genien bei Klopstock Od. 193. Aus glbd. lat. genius m.
Genõsse, m.(-n, Pl.-n), verkürzt Genoß- Gefährte, Teilhaber, eig. der Mitgenießende, ähnlich wie gleichbed. got. gahlaiba m., eig. Brotgenosse»(s. Laib), und Kompagnon(s. d., abgeleitet von lat. pãnis m.«Broty. Etwas anders Meringer Idg. Forsch. 18, 234 der zum Vieh(ahd. nõz, anord. naut, ags. naften) gehörts. Mhd. starkbiegend genôz, gnög, ahd. ga-, ginõ; m. neben schwachflekt.(selten) mhd. genôze, gnõöze, ahd. ginõôzo m.; dazu asächs. u. mnd. genõt, ndl. genoot, ags. genéat, anord. nautr m. 4BL. Genossame, f.(Pl.-n): Verein von Teilhabern(Schiller Tell 2, 2), mhd. genöz- samé f. Genossenschaft, Gesamtheit von(freien oder hörigen) Standesgenossen, Gemeinde Gleichberechtigter, Vereinigung, Ausglei- chungs, ahd. ginõzsem f.«Verbindung», ab- geleitet von dem ahd. Adj. ginözsam cin Gesellschaft zu reden wissend, geselligy, mhd. genozsam«ebenbürtigy. Genossenschaft, f., 1648 bei Zesen Ibr. 210, aber Gnoßschafft 1654 bei Logau 3, 1, 20, mhd. genözschaft, gnõözschaft, ahd. ga-, ginõscaf, ginõzscapht f., nndl. genootschap n. Genossin, f.(Pl.-nen): Gefährtin, mhd. genözinne, genczinne, ahd. ginozinna f., wo neben mhd. genõze f.«Gattin».
Genovéfa, Frauenname, ahd. Génovéfa. Ursprünglich fränkisch. Dunklen Ursprungs.
Genre(spr. Zewr), n.(*8, Pl. s): Gattung, Art(1797 bei Goethe an Schiller 3, 148 u. 239, 1813 bei Campe nicht verzeichnet);(in der Malerei) das Gebiet des allgemein Mensch-
lichen. Aus gleichbed. franz. genre m., von
aus dem gewöhnlichen Leben, erst nach 1800.
Gentleman(spr. déentlman), m.(-S, Pl. Gentlemen): Mann von Bildung und Anstand. Aus dem gleichbed. englischen gentleman. 1791 bei Roth.
genug, adv.: so viel als erfordert wird. Mhd. als Adv. genuoc, gnuoc, ahd. ginuog, gnuog, md. genãc, gench, gnãc, das unflekt. Neutrum des mhd. Adj. genuoc chinreichend, manch, viely, ahd. ginuogi, ginuoc, md. genaãc, genãch; dazu als Adj. und Adv. asächs. ginõg, mnd. genõch, ennòch, nöch, afries. enoch, anoegh, noch, ags. genõg, genõh, engl. enough, anord. Adj. gnögr und nõgr, Adv. gnöga, nõgu, nog, got. Adj. ganõhs. Gleichen Stammes wie die Prät. Präs. got. ganah, ahd. ginah«es genügt⸗ und got. binah es darf, es muß⸗, sowie anord. 2⁴ erreicheny. Der Stamm nah ge- hört einer weitverbreiteten Sippe an, die ctragen? bedeutet. Hierher gr. eveyketv cbrin- gen»?, Gfkxoc m. Tracht, Last», lit. nesti, abg. nesti«trageny, daraus dann die weitere Be- deutung«erlangen», in aind. agnöti, aw. as- naoiti«erreicht, erlangty, armen. hasanem ckomme an, komme zu etwas», lat. nancisci «erreichen», ir. at-chöm-naic caccidit), cõim- nactar«potuerunt). Got. ganah bedeutet also er hat getragen, ertragen». Vgl. Me- ringer Idg. Forsch. 18, 218. Mit Nasal ge- nung, mundartlich in Mitteldeutschland, da- her bei Goethe und früher bei Gryphius und H. Sachs, bereits im 15. Jh. genang und im 14. Jh. genunk. 43. Genüge, f., mhd. genüege, md. gennge, gnãge, ahd. ginuogi, gi- nõgi f.«Fülle, Uberfluß⸗, dazu asächs. ginõgi f. Befriedigung», mnd. genoge f. Durch Ver- mischung mit Genügen n.(schon mhd. ge- müegen n.) entstand im 17. Jh. das Neutr. Genüge(noch bei Wieland und Schiller), verschieden von ahd. ginaagi n. das Aus- reichende, die Genüge». Dafür got. ganauha m. Genüge, Genügsamkeity», genügen, v.: Genüge leisten, hinreichend sein, mhd. gendtiegen, genuogen, md. genãgen, ahd. ginuogan; dazu mnd. genõgen, nôgen, ndl. genoegen, anord. gnœgja, got. ganohjan«Genüge leisten, be- friedigenꝰ, ganõôlman«genug sein oder wer- den». genüglich, adj., mhd. genliegelich, mnd. genõchlik, mndl. ghenoeghelijl. genug- sam, adj. mhd. genuocsam, gewöhnlich aber genuhtsam, ahd. ginuhtsam, asächs. in ginuht- samitha f.«Fülley(von mhd. genuht, ahd.


