679 genesen
dies aus lat. generôsus edely.
genesen, v.(Präs. genese, genesest, genest, Prät. genas, Konj. genäse, Part. genesen): ge- rettet werden, heil davon kommen, in den Zustand des(Gdesundseins übergehen, von einem Kind entbunden werden. Mhd. ge- nesen(Präs. genise, genisest, geniset, daher noch im 16. und 17. Jh. geniesest, geniest, Prät. genas, Part. genesen), ahd. ginesan und einmal die 3. Sg. Präs. nisit; dazu asächs. ginesan, mnd. genesen und nesen, ags. genesan, got. ganisan cerrettet, erhalten werden?, wo- zu das Kausativ got. ganasjan, ahd. ginerjan «gesund machen, heilen, erretten»; vielleicht auch got. gansjan«verursachen aus ga-ns-jan chervorkommen machen». Gleichen Stammes wie nähren(s. d.) und urverwandt mit gr. véouot«ich kehre zurück», vcroc m.«Heim- kehr», aind. näsaté«er gesellt sich zuy, Näsatjãu«Götterärzten, aw. nd́ihaipja«Name eines Geistes». Aus dem Germanischen ent- lehnt abg. gonisti, gonlznqti«gerettet, wer- den». 4BL. Genesung, f., 1616 bei Henisch.
geniâl, adj.: starkgeistig, schöpferisch, geistig schwungvoll. Gegen Ende des 18. Jh. (1797 bei Schiller 11, 141), etwas früher genialisch(bei Wieland 10, 243, Goethe Briefe 2, 25). Zu Genie(s. d.), der Form nach zu dem lat. Adj. geniälis«seinem genius d. i. seinem eingebornen Geiste gütlich tuend. Genialität, f., 1797 bei Schiller 11, 177.
Genick, n.(-es, Pl.-e): die Gegend der Halswirbel. Die vollere Form Genicke noch bei Wieland 22, 158, Riückert 1, 530. Mhd. genic, geniche n., im Ablautsverhältnis zu gleichbed. Nacken(s. d.), um 1480 im Voc. inc. teut. i 8b genach neben genacken h 8 als Mask., bayr. Gendch und tirol.-österr. Gnack n. ZUS. Genickfang, m.: Stich ins Genick mit einem spitzen Messer, weid- männisch 1719 bei Fleming Jäger 2, 107² Genück-Fang. Genickfänger, m.: Nick- fänger(s. d.). Genickstarre, f.: Krank- heit, die sich in einem Steifwerden des Nackens äußert. Neuere Bildung.
Genie(spr. zend), n.(*s, Pl.-s): Schöpfungs- kraft, feuriger Schöpfergeist(bei Gtellert 5, 79 vom]J. 1751); Person voll feurigen Schöpfer- geistes(1739 bei Liscow 741, 10). In der Bed.«natürliche Anlage und Geschicklichkeit wozuy schon 1706 bei Menantes Allerneueste Art a 6 b und 1715 bei Elis. Charlotte 2, 630. Auch als Mask. bei Wieland, Schiller Künstler
1727 bei] 255. Sperander genereuæ«großmüthig, adelich».
Genieß 680
Nach der Aussprache mehrmals bei Herder, bei Schiller Wall. Lager V. 209 Schenie geschrieben. Aus dem gleichbed. franz. génie m., urspr.«Schutzgeisto, von lat. genius m.«Schutzgeist, Geist»(s. Genius). Z.US. Geniestreich, m., 1782 im Almanach der Bellettrist. 100. Dagegen Genietruppen, Pl., Geniewesen, n., in der Militärsprache seit dem 18. Jh. nach franz. génie m.«In- genieurkunst, Ingenieurkorps», von mlat. geniun für ingenium n.«Maschine, kunst- volles Werkzeug», im Lat.«Erfindungsgeist, geistreiche Erfindung»(s. Ingenieur).
genieren(spr. zen-), v.: Zwang antun, beschweren, lästig fallen. Beim j. Goethe 3, 498 geniren und nach der Aussprache 3, 563 scheniren, ebenso bei Hermes Soph. 2, 651 schenieren. Aus franz. géner«martern, quälen, belästigeny, afranz. gehine, ufranz. géne f.«Folter, Qual, Zwang', abgeleitet aus kirchenlat.-hebr. gehenna f.«Hölley, hebr. géhinnöm Tal des Gewimmers» auf der Südseite von Jerusalem, dem Götzen Mo- loch geweiht. genänt(spr. Zenänt): be- lästigend. Aus franz. génant. Part. Präs. von géner. Noch nicht bei Campe 1813. Gene (pr. Z0ne), f.: Zwang, den man sich auf- erlegt. Aus gleichbed. franz. géne f.(s. o.). Bei Campe 1813.
Genieß, m.(-es, Pl.-e), mhd. geniez, md. gen?z m. sdas Genießen, Benutzung, Nutznießung, Ertrag, Nutzen, Vorteil, Lohn, Genußy, neben gleichbed. mhd. niez m., Älternhd. Nioß(s. Nießbrauch); dazu mnd. genét m. n., mndl. geniet n. Bayrisch. Von genießen, v. (Prät. genoß, genossest usw., Konj. genõsse, Part. genossen): zu guter An.-, Verwendung haben; angenehm empfinden; Speise oder Trank zu sich nehmen. Mhd. geniezen(Präs. genlugest, geniuzet, daher älternhd. bis Ende des 18. Jh. geneußest, geneußt und Imp. geneuß, Prät. mhd. genõz, Konj. genuzze, Part. genozzen), md. genizen, ahd. giniozan; dazu mnd. genéten, mndl. genieten, aber got. ganiu- kan«˖fangeny nebst naule m.«Fänger, Fischer». Zusammengesetzt mit mhd. niegen, ahd. niozan, älternhd. nießen(noch bei Wieland an Merck 16. Jan. 1777 und schweizerisch), asächs. niotan, afries. nieta, niata, ags. néotan, anord. njota, got. niutan, gleichbed. mit genießen, urverwandt mit lit. nauda f. Nutzeny, nasdy-ti cbegehreny, pantsti«sich gelüsten lasseny. Aus dem Deutschen noch Natzen und Ge- n088e(s. d.). Die Zugehörigkeit von lat.


