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generös 678
als Adj.: günstig, wohlwollend, mhd.(md.) geneiget. Davon Geneigtheit, f., bei Besser Schriften 334 vom J. 1717.
generäl, adj.: allgemein(1548 bei Waldis Esop 4, 4, 72 Capitel general, heute General- kapitel); in Zusammensetzung namentlich bei kriegerischen und geistlichen Begriffen und Amtern Ober-, Haupt-(s. General). Aus lat. generälis allgemein», eig.«die Gattung (lat. genus n.) betreffend, woher das franz. Adj. général. ZUS. Generalbaß, m.: Haupt-, Grundbaß, 1626 General-Baß(Germania 29, 352), 1638 bei H. Albert Arien Vorr. S. 2. Generalbeichte, f.: umfassende Haupt- peichte, bei Grimmelshausen Simpl. 2, 173, 2 Kllr. General Beicht. Generalmarsch, m., allgemeiner Heeresaufbruch, 1691 bei Stieler. Generalprobe, f.: Hauptprobe, 1595 bei Prätorius Anatomia Lutheri 3, 84 Generalprob. Generalversammlung, f. Erst im 19. Jh.
General, m.(‧s, Pl.-e und Generäle, im 17. u. 18. Jh. Generals, z. B. Moscherosch Phil. 1, 288 und noch bei Schiller Pikk. 2, 7): Heerführer. Kirchlich bereits im 13. und 14. Jh. mhd. general m.«Haupt eines Mönchs- ordensy, aus mlat. generãlis(s. general). Als deutsche Kriegswürde im 17. Jh.(1616 bei Wallhausen Kriegsmanual 135 fl.), von fran- zösischen Heerführern vereinzelt schon 1510 bei Weller Zeitungen 17, aus gleichbed. franz. général m., gekürzt aus schon 1349 bezeugtem capitaine général(bei Weller 55 übersetzt durch Hauptman general). Der höchste Be- fehlshaber des Kriegsheeres hieß mhd. houbet- man, im 16. Jh. der oberst Hauptmann(1556 bei Frisius 1057 b), 1535 oberster Veldhaupt- man(Mone Anz. 8, 301), 1596 bei Fronsperger Kriegsb. 1, 47 5bff. General Oberst Hauptmann, General Oberster, General Oberst, im 17. Jh. General(1648 bei Kemnitz schwed. Krieg 1, 9b nebst Generalat n.«Feldherrnamt, Ober- befehl» 1, 294 b) und Generalissimus, m. (1665 bei Böckler Kriegsschule 37, franz. im 16. Jh. généralissime m.), ein neugebildeter Superlativ des lat. generãlis. Dazu Generâ- lin, f., bei Grimmelshausen Simpl. 2, 315, 16 Kllr. Generalität, f.: Gesamtheit der Feld- herren, 1651 in Möhners Reise 86 Generalitet, im Simpl. 153 und 444 Generalität. ZUS. Generaladjutant, m.: Adjutant im un- mittelbaren Dienst des Oberfeldherrn, 1651 in Möhners Reise 89, nach span. ayudante general, woher auch franz. adjudant général (K. Adjutank). Generalauditeur, m.: der
oberste rechtsgelehrte Richter im Heerwesen, 1665 bei Böckler Kriegsschule 54 General Auditor neben Generalgeiwaltiger m.«General- profoßy 58, General-Auditeur im Anfang des 17. Jh. bei Besser Schriften 352(s. Auditeur). Generalfeldmarschall, m., 1665 bei Böckler Kriegsschule 47 General-Feld-Marschall«Ober- befehlshaber des Heeres»(s. Feldmarschall, eig. der oberste Reiterführer). General- feldzeugmeister, m.: der oberste Befehls- haber über das Geschützwesen(Feldzeug), 1678 bei Krämer, 1646 Generalreichsfeldzeug meister(Germ. 28, 367), 1535 der oberste Zeugmaister bei Mone Anz. 8, 301. General- leutnant, m., 1617 bei Wallhausen Corp. mil. 10 General Leuttenampt, 1648 bei Kem- nitz schwed. Krieg 1, 96 b General Lieutenant «Stellvertreter des Generals, des obersten Feldherrn»(s. Leutnan!). Generalmajor, m., jetzt der Nächste im Range nach dem Generalleutnant, im 17. und 18. Jh. General Major oder General Wachtmeister«der oberste Befehlshaber der Wachen»(1665 bei Böckler Kriegsschule 51, Generalmajeur 1663 bei Schuppius 1, 249, General- Wachtmeister 1632 bei Opel und Cohn 30 j. Krieg 420, 121), s. Major. Generaloberst, m., 1565 in Fron- spergers Kriegsbuch General Oberst, General Oberster«oberster Heerführer», 1632 bei Opel und Cohn 420, 124 General-Obrister der Oberstkommandierende einer Waffengattung?. Generalquartiermeister, m., 1665 bei Böckler Kriegsschule 52 der Oberste über das Quartier-, sowie über das Festungs- und Belagerungswesen». Generalstab, m., die Gesamtheit der zum Stabe eines Generals gehörigen, insbes. der mit dem Kriegsplan und der Ausführung der Anordnungen des Oberfeldherrn betrauten höheren Offiziere, 1665 bei Böckler 37.
generalisieren, v.: verallgemeinern. Aus gleichbed. frz. généraliser, abgeleitet von general. 1813 ziemlich eingebürgert(Campe).
Generatiön, f.(Pl.-en): Zeugung(1712 bei Hübner); Geschlechtsfolge, Menschenge- schlecht, d. h. die Menschen aus der LZeit von 30 Jahren(1728 bei Sperander). Aus lat. generãtio f.«Leugung», von lat. generdre czeugen, erzeugen.
generéll, adj.: allgemein, im allgemeinen. Mit der Endung ell umgebildet aus lat. gene- rãlis(s. general). 1813 bei Campe.
generös(spr. Zeneröôs), adj.: großmütig, freigebig. Aus gleichbed. frz. généreug und
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