Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
651-652
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651 gegen

Gehasi 652

manischen. gegnen, v. in begegnen, ent- gegnen(s. d.), mhd. gegenen, gagenen, ahd. gaganan«entgegenkommen,-tretew. Gegner, m.(5s, Pl. wie Sg.), 1641 bei Schottel 313 Gegener, 1691 bei Stieler 634 Gegner, mnd. im 14. Jahrh. gerichtlich jegenére m.; dazu Gegnerin, f., 1691 bei Stieler; gegnerisch, adj., 1775 bei Adelung als oberdeutsch; Gegnerschaft, f., erst im 19. Jh. ZUS. mit gegen: Gegenbild, n., bei Luther 6, 231. Gegendienst, m., mhd. gegendienst m. Gegenfüßler, m., als Verdeutschung von Antipode(s. d.) 1648 bei Zesen Dögens Bau- kunst, aber schon bei Fischart Pract. Großm. .1607 A 3 b die Gegenfäßigen und 1586 in der Daemonomania 31 Gegenfißling. Gegen- gift, n., 1638 bei P. Fleming 220. Gegen- liebe, f.: erwidernde Liebe, 1541 bei Frisius

569a. Gegenpart, m.(-S): Gegenpartei, 1437 in Homeyers Richtsteig 308. Gegen- satz, m., 1541 bei Frisius 614b. Gegen-

schwäher: Väter von Verlobten oder Ehe- leuten. Schon 1561 bei Maaler. Noch jetzt schweizerisch und durch G. Keller allgemein bekannt geworden. gegenseitig, adj.: ent- gegengesetzt, der Gegenpartei angehörig(bei Thomasius kl. Schrift. 289); wechselseitig(1711 bei Rädlein). Gegenstand, m.: als Uber- setzung des lat. objeckum(s. Objekt), eig. «das Entgegenstehende», 1691 bei Stieler, vom philosophischen Gebrauch der Chr. Wolffschen Schule aus im 18. Jh. allmählich verbreitet (s. Gegenzwurf); die ältre Bed. ist«Wider- stands(1581 bei Fischart Bienenk. 2⁵), Gegen- satz»(1663 bei Schottel 145), wie schon ahd. gaganstentida f.«entgegenstehendes Hinder- nisy. Davon gegenständlich, adj. statt objektiv, 1808 pei Campe als neu. Gegen- stück, n., 1775 bei Adelung. Gegenteil, n.: Gegensatz, 1537 bei Dasypodius, aber mhd. im 14. Jh. gegentail m.«Gegenpart vor Gerichty, noch bei Ludwig 1716 als Mask. und bei Lessing 3, 308 als Neutr. in der Bed. Gegenpartei. gegenüber, Präp. und Adv., 1537 bei Dasypodius gegen über, der abhůngige Dativ stand in der ältern Sprache dazwischen (1540 bei Alberus dict. Hh 4 b Saxenhausen ligt gegen Frankfurt über, vgl. Goethe 8, 40 und 19, 188). Gegenwart, f., mhd. gegen- w᷑rt und gegenwurt, ahd. gagan-, geginwerte und gaganzwurti f., asächs. geginwirdi f., ab- geleitet von dem ahd. Adj. gaganzwarti, gagen-, geginwerti, geginwart, mhd. gegemwart ent- gegen gewendet, gegenwärtig», mit Dativ der

Person; dazu asächs. geginward, doerd Adj., anord. gagnvart,-vert Adv. αgegenüber». Gegenwart als grammatischer Ausdruck für das Präsens erst im 19. Jh., dafür noch 1808 bei Campe wie bei Gottsched und im 17. Jh. bei Gueinz und Schottel die gegenwärtige Zeit. gegenwärtig, adj., mhd. gegenwertic, würtic, ahd. gagenwartig, gagen-, geginvertig und gagenwurtig. Gegenwehr, f., 1447 bei Haltaus 615. Gegenwurf, m., als philoso- phischer Ausdruck für lat. ohjeckam, Gegen- stand(s. d.), schon mhd. gegenwurf, dworf m., bis zur Mitte des 18. Jh. gebraucht.

Gegitter, n.(-*I, Pl. wie Sg.): Gitter- werk(Goethe 37, 265). Spätmhd. im 15. Jh. gegiter n., von Gitter(s. d.).

gehaben, v. refl.: sich in irgendeinem Zustande befinden und benehmen; sich übel anstellen. Mhd. gehaben, ahd. gahabén, gi- habén chalten, sich befinden», auch refl.«sich benehmen, sich gebaren»; dazu mnd. gehebben chabenꝰ, ags. gehabban chaltens, got. gahaban chalten, haben, festhalten», refl.«sich ent- halteny(s. haben). Als Anwunsch an einen Abschied Nehmenden schon mhd. gehabe dich wol(Iwein 6566).

Gehalt, m.(-es, Pl.-e): körperlicher Ge- samtinhalt(1775 bei Adelung); innerer Wert (1477 bei Würdtwein diplom. magunt. 2, 368 fg.); Amtseinkommen an Geld, Besoldung(1741 bei Frisch, seit dem 18. Jh. auch Neutr., z. B. Gleim bei Lessing 13, 69[was jetzt durchgedrungen ist], mit dem Pl. Gehälter neben Gehalte). Sonst spätmhd. gehalt m. «Gewahrsam, Gefängnis», wie ags. geheald m. Bewahrungy, schweiz. Gehalt m. n.«Schrank, Fach, Aufenthaltsraumy.

Gehänge, n.(s, Pl. wie Sg.): Vorrichtung zum Umhängen des Degens(1618 bei Schöns- leder Wehrgeheng); angehängter Schmuck(bei Schönsleder); Bergabhang(1517 im Teuer- dank 31, 29 geheng); Eingeweide(1476 bei Diefenbach nov. gl. 302 2 gehenge); die Ohren des Jagdhundes(1763 bei Heppe). Substantiv- bildung zu häüngen und hangen. In der 1. Bed. die Nebenform Gehenk n., 1727 bei Aler Ge- henck des Degen, 1664 bei Duez Wehrgehenck n., mhd. gehenke n.«LZierat am Brustriemen des Pferdes», wie gehange(Erec 7752), 1482 im Voc. theut. k5a gehench an einer in fel.

Gehasi, m.: naseweiser Mensch. Im 17. Jh. gebräuchlich bis ins 19. Jh., umgeformt aus dem Wort Hase in der älternhd. Bed.«wunder- licher Mensch, Geck, Schalk mit scherzhafter