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auch die Bed.«gewandt, raschy kennt. Als Adv. findet sich viæ«rasch» bereits im 15. Jh. (Hätzlerin 2, 69, 38), sehr häufig im 17. Jh. (viæ tantzen Moscherosch Phil. 2, 633), auch als Adj. In Norddeutschland ist Fir auch Name eines Hof-Schäferhundes.
2fix, adj. u. adv.: fest, bleibend, unbe- weglich. Zuerst in der Sprache der Al- chimie(schon bei Paracelsus), auch 1562 bei Mathesius Sar. 49 b und bei Rot 1571 ver- zeichnet. Aus dem lat. Adj. figus cfest, bleibend», eig. Part. Perf. Pass. von figere ceinheften, befestigen). 4L. fixen, v.: an der Börse Papiere in die Höhe treiben. Junger Ausdruck. ZUS. Fixstern, m.: feststehen- der Stern, Sonnenstern. Bei Comenius 1640.
Fixfax, m.(-es, Pl.-e): Gaukelei, Blend- werk. In der nordd. Umgangssprache. Zu fichfachen(s. d.), vgl. Faxe.
fixieren, v.: festsetzen, bestimmen; starr (und forschend) ansehen. Aus mlat. fixare zu fixus(s. 2fiæ). In der 1. Bed. schon im 16. Jh. vorhanden(Rot 1572 hat Fiwirung). In der 2. Bed. bei Campe 1813.
Fjord, m.(-Lels, Pl.-e): Meerbusen. Junge Entlehnung aus gleichbed. dän.-norw. fjörd. Desselben Stammes wie Furt.
Flabbe, f., auch Flappe, f.(Pl.-n): herabhängende Unterlippe, offenstehender Mund. In der nordd. Umgangssprache, schon mnd. vlabbe f.; dazu ndl. flab, fleb f., isl. flipi«untere Pferdelippen; vgl. engl. flabb, «schlotterig, schlaff. Ablautformen mit ĩ u. ei bei Falk-Torp unter flœhe. Bei Schottel 1663 als flabbe, flappe.
flach, adj. u. adv.: nach der Ausdehnung in Länge und Breite ohne merkliche Er- habenheit wie Vertiefung; seicht;(bildlich) nicht geistestief. Der Komp. lautet flacher (bei Goethe 30, 51 u. 35, 7 flächer), Sup. flachst. Mhd. vlach, ahd. flah; dazu ndl. vlak, schwed.(entlehnt) flach und mit Ablaut ags. flõc n., engl. flule«Flundery, eig.«Flach- fisch». Urverwandt ist lat. plaga f. Gegend), gr. rXroc n. Meer», eig.«ͥdie Flächey, abg. ploskä breit» und weiter mit Wurzel- variation, gr. nXdE f.«Fläche, Ebene, Blach- feld, Platte, Tafely, Xaxoöc m. cflacher Kuchen», lat. placenta f.«flacher Kuchen» usw. S. auch blach, das in der Verbindung Blachfeld aus flach dissimiliert ist. 4 B L. Fläche, f., mhd. leche f. Damit zusammenges. Flächeninhalt, m., von Zesen in der Uber- setzung von Dögens Baukunst gebildet.
Flachs, m.(-es, Pl.-e): die blau blühende Pflanze linum usitatissimum, deren zube- reiteter Bast gesponnen wird. Bei Justus Möser(patr. Phant. 2, 39. 85; Osnabrück. Gesch. 1, 103) nach dem Ndd. das Flachs. Mhd. vlahs, ahd. flahs m.; dazu ndd.-ndl. (mit Schwinden des h) vlas n., afries. faæ n., ags. fleqæ n., engl. lax. Gewöhnlich mit ableitendem-s, zu gr. mkéxeiv«schlingen, flechten, lat. plicäre zusammenwickeln, falten gestellt, die Grundbedeutung würe dann«Bündel». Doch befriedigt das nicht. Ein andrer Name für den Flachs ist mhd. har, ahd. haru, s. Haar. 4BL. flächsen, auch flächsern, adj.: von Flachs, spätmhd. vlahsin, vlehsin, bei Luther flechsen. IZUS. Flachsader, s. Flechse.
flacken, v.: faul, ohne aufzustehen da- liegen. Bei Wieland aus dem Obd. Zu Flack m.«träger Menschy, dessen Herkunft unsicher ist.
flackern, v.: flammend sich hin- und her- bewegen. Mhd.(spät und zuerst in rhein. Quellen) vwlackern, ahd. dagegen flagarön, (= anord. flögra), neben häufigerm flogäron cflattern, flackern», das ebenso wie ein gleich- bedeutendes flogezen m. zu got. fliugan cfliegen gehört. Dem mhd. blackern steht am näch- sten ndl. flakkeren«flackern», ags. flacor«flat- ternd», anord. flökra«flattern»; weiter dann (mit Ablaut) ndl. flikckeren, ags. flicorian, engl. flicher æflattern, schimmern, glitzern. flackern ist wohl aus lat. flagräre cflackern» entlehnt, hat sich aber mit einheimischen Worten vermischt. Ohne das ableitende 7 erscheint 1482 im Voc. theut. i 12 focken «flackern?, 1599 bei Kilian uwlacken(neben vlaggheren), anord. flakka«fackern», schwed. flacka, dän. flalcke, auch schweiz.-elsäss. flacken lodern).
Fladen, m.(-, Pl. wie Sg.): dünner flacher Kuchen. Mit angetretenem v(älter- nhd. auch noch Flade) und Ubergang zur starken Flexion aus mhd. vlade m., ahd. flado m. und flada f., ndl. vlade, vla f. Das Wort stimmt der Lautverschiebung gemäß mit dem Adj. aind. prthäs, gr. nkoruc, lit. platus«platt, breit» und gr. röxyroc m., lat. pals f. dicker Brein.
Flader, f.(Pl.„n): hin- und herlaufende Holz-, Steinader. Spätmhd. vlader m. Maser, geädertes Holz»(vom Ahorn, von der Eibe, Esche), dazu auch das Adj. vlader'n, wlederin, z. B. wlederin holz(bei Luther Hes. 27, 5


