Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
435-436
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435 Eloge

Emeute 436

Elöge(spr. elöze), f.(Pl.-n): Lob, Lobes-

erhebung. Aus gleichbed. franz. éloge m., das aus mlat. eulogium n., gr. ebhoria f. stammt, zusammenges. aus ed gut», und Xoria von Aöoc«Rede». Bei Roth 1791.

Elritze, f.(Pl.-n): ein fingerlanger, bittrer Backfisch. 1563 in Forers Fisch- buch 159²«in Meyssen und Saxen Elderite, Elritzy. Abgeleitet von Eller= Erle, wie der Fisch auch daneben Erlitze(um 1480 im Voc. inc. teut. c erlitz) und Erling, mhd.-ahd. erlenc heißt; er hält sich gern unter den an Bachufern stehenden Erlen auf.

Elsbeere, f.(Pl.-n): schwarze oder schwärzliche Beere mehrerer Baumarten, namentlich von prunus padus. In Luthers Briefen Elsbeer. Wahrscheinlich aus dem Ndd.; mnd. else f., eig. Erle(s. Else), be- zeichnet auch mehrere andre Baumarten, z. B. den Faulbaum. Vgl. franz. alize f.«Elsbeere).

1 Else, f., ein Fisch, aus Alose(s. d.).

² Else, f.(Pl.-"): Erle. Aus dem Nd. (schon mnd. else f., auch ndl. els f., elzen- boom m.), von Norddeutschen(Schmidt von Werneuchen Ged. 53, 146) gebraucht. Ein andd. alisa, felisg, das mit ursprünglichem s zu Eller(s. d.) gehört, ist ins Romanische gedrungen, span. aliso m. Erle?, vgl. auch Elsbeere.

sElse, Frauenname, s. Elisaheth und IIse.

Elster, f.(Pl.-n/): weiß und schwarzer, langgeschwänzter Vogel vom Rabengeschlecht. Mhd. elster, zusammengez. aus egelster, da- neben agelster, aglaster, agelaster(noch 1642 die Agelaster bei Tscherning Ged. Frühl. 138), ahd. agalstra, agalstera, agelstra f. nebst andern Nebenformen. Nicht zu trennen sind davon ahd. agazza, and. agastria, mnd. egester, nd. aalester und elster, ags. agu f. und mhd. atzel. Vergleiche über die verschiedenen Formen Bruinier KZ. 34, 344. Die etymologische Ableitung des Wortes ist noch dunkel, ins- besondere ist es zweifelhaft, ob man von einem ursprünglichen Wort auszugehen hat, das lautlich oder volksetymologisch umge- staltet ist, oder ob verschiedene Ableitungen von einem Stamme vorliegen, oder ob sich schließlich verschiedene Worte beeinflußt haben. Vielleicht liegt eine Form*agarstria zugrunde, dessen y teils zu! wurde, teils schwand. 4Atzel ist dazu Koseform und ags. agu, das auch mhd. als age belegt ist, Kurz- form. Neben der Form mit vokalischem Anlaut stehen auch solche mit h wie obd.

hätz, hetzel, ndd. häkster, heigster, heister. Bei Luther finden wir Aglaster, sonst älter- nhd. oft Alster, worauf die Schreibung Alster (bei Adelung) beruht. ZUS. Elsterauge, n.: Leichdorn. 1716 bei Ludwig.

Elter, f.: Großmutter; Hebamme. Im Hessischen, wo mit Lautangleichung eller gesprochen wird. Wohl Kürzung aus Elter- mutter, mhd. eltermuoter f. Auch Eller m. Großvater, gekürzt aus mhd. eltervater m., kommt vor.

Eltern, pl.: Vater und Mutter. Mhd. eltern, meist altern, ahd. eltiron, altiron, der Nom. Plur. von altiro cälter», Komparativ von alt, der hier substantivische Bed. ange- nommen hat, vgl. Jünger; dazu asächs. eldiron, ndl. oudern, ouders, afries. aldera, ags. eldran, Vldran(im Sing. Mdra m. Vaterz) Plur. Eltern». Der Umlaut ist hier in ältrer Weise durch e bezeichnet(Adelung verlangt Altern). 4B2. elterlich, adj. Bei Stieler 1691.

Elysium, n.: Wohnort der Seligen im Totenreiche. Das gr.-lat. elysium n. Davon elysisch, adj., 1575 bei Fischart Garg. 216 elisisch, 1694 bei Leibniz Deutsche Schr. 2, 463 elyseisch.

Emäil, n.(-s), Emäille, f.: Schmelz, Schmelzglas. Aus gleichbed. franz. 6mail m., das aus dem Germanischen stammt, vgl. ags. smelt, d. schmelzen. 1727 bei Hübner. 48L. emaillieren. Bei Nehring 1710.

emanzipieren, v.: freilassen zur Gleich- berechtigung. Aus lat. Smancipäre. Im 17. Jh. entlehnt. Emanzipatiön, f.: Freilassung. Aus lat. émancipäãtio f. Schlagwort für die Frauenemanzipation seit 1831. Vgl. Ladendorf.

Emblém, n.(-s, Pl.-e): Sinnbild, Kenn- zeichen. Aus lat. emblema, gr. éußXnuo n., ceingelegte Metallarbeit), zusammenges. aus ev«iny und Bäfua, einer Ableitung von 8GMXerv«werfeny». 1703 im Zeitungslex. em- blema«ein Sinnbild mit einem kurtzen Spruch begleitetꝰ.

emendieren, v.: berichtigen, bes. Fehler in einem Buche. Aus lat. 5mendäre. Im 18. Jh. entlehnt(Heynatz 1775).

emeritieren, v.: für ausgedient(lat. ömeritus) erklären. Im 18. Jh.

Emeß, n.(-es, Pl.-): lederner, dann auch eiserner Ring unten am Joch, der die Deichsel daran festhält, Jochring. Am Mittel- rhein und in Hessen. Dunkler Herkunft.

Emeüte, f.(Pl.-n): Aufstand, Meuterei. Aus gleichbed. franz. 6meute f. Bei Campe 1813.