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auslauten, z. B. Büchelchen, Sprüchelchen, Dingelchen, Juüngelchen, Trõgelchen, Wägel- chen, oft mit einem gewissen Anstrich des Vertraulichen, z. B. Hänselchen(Voß Luise 1, 669). Mhd.-ele,-el, ahd.-ili, in ältrer Zeit auch beim Mask.-ilo, beim Fem.-ila, got. beim Mask.-ila(z. B. in Attila, s. Atte), beim Fem.-ilo, beim Neutr.-lꝰ. Vgl. õein.
Elabordt, n.(-Lels, Pl.-e): Ausarbeitung, Vorlage, mit etwas verächtlichem Nebensinn. Aus neulat. elaboratum n.«das Ausgearbeitetes, dem Part. Perf. Pass. von lat. Ölaböräre caus- arbeiteny. Noch nicht bei Campe.
Elän, m.(-s): Schwung, Ungestüm. Aus gleichbed. franz. 6lan m. Neue Entlehnung.
elästisch, adj. u. adv.: spann-, feder- kräftig, prall. Nach franz. élastigue, das auf einem neulat. elasticus beruht, gebildet von gr. e«veiv«antreiben, in Bewegung setzen». 1716 in Wolffs mathemat. Lexik.— Flasti- zität, f.: Schnell-, Spann-, Federkraft. Nach franz. Glasticité f., nlat. elasticitas(1727 bei Hühner).
Elbe, f.: Name eines deutschen Flusses. Mhd. Elbe f., germ.-lat. Albis m., czech. Labe n., Poln. Laba f. Vgl. anord. eff f., schwed. älf, dän. ely m.«Flußy, gr. Mœetoc.
Elch, m.(-es, Pl.-e), bei Rückert Elk: Elentier, eigentümliche Hirschart, bos cervi figura(Cäsar). Aus mhd. elhe, elch, ahd. elaho. Dazu ags. eolh, anord. elgr, schwed.-dän. elg m. und weiter kelt.-lat. alces, gr. äxtn f., russ. l08 m.«Elentier», aind. ygjas m.«Anti- lopenbock», pamir. rus«wildes Bergschafy. Da das Tier aus Deutschland im wesentlichen verschwand, wurde das Wort durch das slavische Elen(s. d.) verdrängt, aber in neurer Zeit wieder aufgenommen.
Eldorädo, n.: fabelhaftes Goldland; Land des Glückes, Paradies. Das span. el dorado d. i. das vergoldete, seit der Conquistadoren- zeit im 16. Jh. das in Venezuela am sagen- haften See Parime gesuchte Goldland.
Elefänt, m.(den, Pl.-en): das größte Landtier, lat. elephas. Mhd. elefant, elfant (mit Anlehnung an helfen), helfant, ahd. ela- fant, helfant m.; mit ags. lpend, elpend m. entlehnt aus gr.-lat. elephas(Gen. elephantis), gr. ekéqac(Gen. XEqovxoc) m. Bei Luther und sonst oft nhd. nach dem gr. Elephant. S. Elfenbein und Kamel.
elegänt, adj. u. adv.: auserlesen, zierlich, geschmackvoll. Aus franz. Elégant nach lat. glegans(Gen. blegantis)«wählerisch, fein, ge-
schmackvolly. Erst im 18. Jh.— Elegänz, f.: Auserlesenheit, Zierlichkeit. Aus dem gleichbed. franz. élégance, lat. élegantia f. Schon bei Rot 1571.
Elegie, f.(Pl.-n): Gedicht, dessen Grund- ton Wehmut und TZürtlichkeit ist; Klagege- dicht. Aus gr. Jat. elegia, gr. eTeia f.«Ge- dicht in Distichen». Schon 1517 elegi(Voca- bula pro juventute 234).— elégisch, adj.: wehmütig, zürtlich, in der Empfindung weich, empfindsam. Nach dem gleichbed. gr.-lat. Adj. eleglacus. Im 18. Jh.
eléktrisch, adj.: das Vermögen besitzend, infolge des Reibens leichtere Körper anzu- ziehen und bei Annäherung andrer einen knisternden Funken zu erzeugen. Nach franz. 6lectrique, neulat. electricus, das auf gr.-lat. electrum, gr. Xexrpov n. Bernsteins, zurück- geht. 1721 bei Jablonski. Elektrizität, f. Nach franz. Glectricité f. 1744 bei Picander 5, 176. elektrisieren, v.: Elektrizität er- regen oder mitteilen;(bildlich) durchblitzen, lebhaft befeuern. Aus dem gleichbed. franz. &lectriser. Bei Picander a. a. 0.
Elemént, n.(es, Pl.-e): Urstoff, Grund- bestandteil; Lebensstoff. Der Plur. Elemente «Anfangsgründe». Schon mhd. element n., aus lat. elementum n. Urstoff, dessen Ur- sprung dunkel. Vgl. Diels Elementum. Alter- nhd. im Plur. auch Elementen(Brockes 3, 37). 4B2L. elementär, früher elementärisch (17. Jh.), adj.: urstofflich, uranfünglich; den Anfangsgründen gemäß. Nach lat. elemen- kärius zu den Anfangsgründen gehörig. Bei Heynatz 1775.
PElen, m.(-es, Pl.-e), Elentier, n.: größte Hirschart. Alternhd. Elend(Luther 5. Mos. 14, 5), Ellend und zusammenges. Elendthier; dazu ndl. eland m. Mit angetretenem d(das in Mlentier später wieder unterdrückt wurde) aus lit. élnis, abg. jelen? m.«Hirschy, die verwandt sind mit gr. eʒôc aus*e;véc m. Hirschkalb, kymr. elain«Hindey.
Elend, n.(6es):(veraltet) Land der Ver- bannung, wie diese selbst; hilfloser Zustand; größte Bedrängnis und Beschwernis. Von elend, adj.: ganz verlassen; völlig hilflos und beklagenswert. Das Subst. älternhd. auch noch Elende(Logau 1, 46). Das Adj. ist mhd. ellende, auch enelende, ahd. elilenti, urspr.«im andern Land, fern von der Hei- maty, dann«fremd, verbannt, hilfsbedürftig, jammervolly; dazu asächs. elilendi, ags. ellende cfremdy. Zusammenges. aus ahd. eli-, ali-,


