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ursprüngliche Bedeutung nehmen viele aglän- zend, nur scheinend» an und vermuten dann Zusammenhang mit gr. aleer cbrennen), aind. idh cleuchten. Doch ist das wenig wahr- scheinlich. Die Bed.«eingebildet» erscheint erst im 18. Jh. 4BL. Fitelkeit, f., mhd. ztelkeit«Nichtigkeity, auch schon cleerer Hochmuts, auf ein von itel abgeleitetes Adj. ſtelec zurückgehend.
Eiter, m.(-s): sich beim Schwären bil- dende Flüssigkeit. Alternhd. meist Neutr. (bei Luther, noch bei Opitz[Amst.] 3, 150), dagegen bei Schottel und Stieler Mask. Mhd. eiter, ahd. eitar n; dazu and. éttar, ndl. etter m., ags. ãttor, engl. atter, anord. eitr n., schwed. etter n., dän. edder m. Gift, Eiter?. Mit unverschobenem t wegen der ursprüng- lichen Lautfolge tr wie in bitter, lauter, Otter. Daneben ohne ableitendes r und mit ver- schobenem t mhd. ahd. eiz, eize m. Eiter- beule, Geschwür», noch jetzt obd. Eiß, Eiße. Verwandt sind wohl lett. idra f.«das faule Mark eines Holzesy oder gr. oidoc n., oidua n. Geschwulst. Vgl. Bezz. Beitr. 27, 172 und Walde, s. gemidus. 4BL. eiterig, adj. Mhd. eiterec, ahd. eitarig«giftigy, and. Ettarag. eitern, v. Mhd. eitern«vergiften». ZUS. Eiternessel, f.: die kleine Brennessel, urtica minor. Mhd. eiternezzel, ahd. eitarnezæila f., ursprünglich s. v. a.«Giftnessel, Geschwür erzeugende Nessel».
Eiweiß, n.(-es): das Weiße des Eis. Bei Adelung 1793, wührend früher Eierweiß n. (1557 bei Heußlin Vogelbuch 135) vorkommt. Vgl. Eierklar.
Ekel, m.(-s): widrige(urspr. Brechreiz anregende) Empfindung wovor; Gegenstand des Abscheus. Dazu das Adj. ekel,«Ekel empfindend; kleinlich wühlerisch im Genuß. Von ekeln, unpers. Verb.(mit Dat., seltner Akk.): Ekel erwecken, zum Dkel stimmen. Zuerst 1517 bei Trochus Prompt. Q 3 b eckel, dann bei Luther Ekel(Eckel), das Adj. ekel und ekeln. Dafür im Obd. ercken(1541 bei Frisius 362 b und 5732, und 1561 bei Maaler, auch abgeleitet erckelen(noch jetzt schweiz. erkele)«Unwillen und Abscheu vor etwas haben», schon mhd. erklich cleidig, zuwider?; dazu engl. irk«verdrießen, unangenehm sein?, irksome«verdrießlich. Luthers Formen stehen wohl mit obd. erkeln in Zusammen- hang, sind aber beeinflußt durch mnd. egelen, echelen(eichelen) everdrießen». Dies steht wieder in einem, allerdings lautlich nicht
klaren Zusammenhang mit dem urspr. ober- deutschen heikel(s. d.). Vgl. noch Schroe- der Btr. 29, 557, der ekeln auf ein aiilon (zu got. aüwiski Schande») zurückführt. Andre ziehen kaum mit Recht ags. dãcol«be- stürzt, erregt» heran. Helvig 1611 hat noch Eckel und Egel, auch Eickeln(Ekel als sächsisch), auch Henisch 1616 Eckel, Eickel und Egel. Die Form Eckel(Schottel 1663 Ehkel, Duez und Krämer Eckel, Stieler aber 1691 Pkel) erhält sich bis ins 18. Jh.(noch bei Lessing und Herder). 4L. ekelhaft, adj.: Ekel gegen sich erweckend; zum Ekel geneigt. Bei Henisch 1616. eklig, adj.: leicht Ekel erweckend, widerwürtig; leicht empfünglich für Ekel. Bei Henisch 1616 elclicht(schon thüringisch im 15. Jh. echlig, Thür. Rechtsd. 1456, vgl. oben erklich).
Ekelname, m.: Beiname zur Beschim- pfung. Mit Anlehnung an Ekel entstellt aus nd. õkelname, mnd. oelname m.; dazu anord. auxanafn, schwed. öknamn, dän. ögenaun n. Beiname. Zusammenges. mit asächs. ökian, anord. auka, got. auan«mehren»(s. auch).
eklatänt, adj. u. adv.: laut und öffent- lich; glünzend; Aufsehen erregend. Das gleich- bed. franz. éclatant, eig. Part. von éclater czerspringen, ausbrechen, ruchbar werden, glänzen». Bei Sperander 1728.
ekléktisch, adj.: auswählend, prüfend. Aus gr. ExXeKkruxòc auslesendy, von EkXGYTeV auslesen». 1710 bei Thomasius Hofphilo- sophie 50.
eklig, s. Ekel.
Eklfptik, f.: die sog. Sonnenbahn, der Tierkreis. Aus lat. ecliptica f.(nämlich linea), dem Fem. des gr.-lat. Adj. eclipticus, gr. exXerrricéc«mangelhafty. 1668 bei Erasm. Francisci ost- u. westind. Staats- u. Lust- garten 3, 1659 b. Das Wort wurde von der Sonnenbahn deshalb gebraucht, weil in ihr die Ehklipsis, gr. EMeupic f. das Abnehmen oder Verschwinden(gr. exxeineiv eig.«aus- lassen5) des Sonnen- oder Mondlichts, d. h. Sonnen- oder Mondfinsternisse, vorkommt.
Ekstäse, f.: Ent-, Verzückung. Aus dem kirchlichen gr.-lat. ecstasis, gr. Ekcrocic f. Entzückung», urspr.«das Rücken von der Stelley. Im 18. Jh. entlehnt(Schubart 2, 30). Dazu das Adj. ekstätisch, 1759 bei Wie- land Cyrus 1, 402.
-el, die oberd. Verkleinerungssilbe d. Subst., mit doppelter Verkleinerung-elchen(s. chen) bei Subst., die auf ch(aber nicht sch) und


