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einwurzeln, v.: Wurzel worin fassen. Frühnhd.(Murner Schelm. 13, 24).
Einzahl, f.: der Singular(s. d.). Von Campe eingeführt für das frühere die einzelne Zahl. Im lib. ord. rer. von 1429 Bl. 195b dinczal«Einzahl» neben czuooczal«zZweizahly.
Einzelheit, f. Im 17. Jh.(bei Lohen- stein Armin. 2, 1294, dagegen bei Stieler 1691 Einzelkeit) für«Einheit, Alleinsein», in der jetzigen Bed.«Detail» erst bei Campe 1807. Bei Goethe dafür Einzelnheit. Zu einzeln. — Einzelwesen, n. Von Campe für In- dividuum gebildet.
einzeln, adj. u. adv.: eins oder jedes für sich abgesondert. Mhd. einzeln, énzeln, auch verstärkt alénzeln(in md. Quellen), adv., eig. Dat. Plur. der seltenen Adj. einzel«für sich abgesonderty. Abgeleitet von dem gleichbed. seltnen mhd. Adj. einez, einz, ahd. einaz(ab- geleitet von dem Zahlwort ein), dessen Dat. Pl. mhd. einzen, ahd. einaæén als Adv.«einzeln ausdrückt. Darauf geht auch mhd. einzeht (noch jetzt obd.), einælich, einzelinc«einzeln), sowie einsig zurück. Bei Luther lautet das Adj. noch einzel, doch tritt in der prädika- tiven Stellung dafür auch das Adv. einzelen ein(Jes. 49, 21. 51, 2). Die Form einzel, im 17. Jh. häufig, erhält sich von Adelung als obd. bezeichnet noch im 18. Jh.(einzle Haller 146, einzler Lessing 8, 47) und wird noch von Uhland und Rückert gebraucht(z. B. einzlen 3, 140).
einzig, adj.: ausschließlich einer; vor allem seiner Art vorzüglich. Mhd. einzic, einzec ceinzeln), der Dat. Plur. einzigen als Adv. «einzelmy. Abgeleitet von mhd. einez, ahd. einaæ, dem Ntr. des Zahlworts ein ceinzeln). Der ältre Ausdruck für einzig ist einig, s. d.
Eis, n.(Gen. Eises): gefrorne Flüssigkeit. Mhd.-ahd. ĩs n.; dazu ndl. ijs, afries.-ags. 78, engl. ice, anord. 186 m., schwed. is m., dän. is n., zu aw. 18aν- Adj.«frostig, eisigy, afghan. asa& Frosty, Pamirdial. 18 Kälte». ZUS. Eisbahn, f. 1691 bei Stieler. Eisbär, m.: Bär der Eismeere. Bei Adelung 1774. Ndl. ijsbeer, schwed. isbjörn m.
Eisbein, n.: Hüftbein. Aus dem Nd., and.-mnd. 78Sbén, ndl. ijsbeen n.,(nach Kluge auch[wo belegt?]) ags. isbän. Der 1. Teil der Zusammensetzung ist dunkel. Bei Henisch 1616. Wahrscheinlich liegt volksetymologische Umgestaltung eines äültern Wortes unter An- lehnung an Bein vor. Aber daß gr. icxiov n. «Hüftgelenk» verwandt sei, ist nicht sicher.
Eisen, n.: das bekannte Metall und daraus Verfertigtes. Mhd. isen, ahd. Ssan n., mit Ausstoßung eines r statt des ebenfalls ge- läufigen mhd. isern, ahd. sarn; dazu asächs. sarn, ndl. ijzer, afries. Isern, ags. Isern, iren, engl. iron, anord. Isarn, got. eisarn n. Wahr- scheinlich entlehnt aus dem Keltischen, wie bei dem anord. jarn, schwed. Järn, dän. jern n. eine Entlehnung aus dem jüngern Kel- tischen(altir. iarn) stattgefunden hat. In der Wurzelsilbe kaum verwandt mit ahd. 5r, got. aiaæ n.«Erz»(s. d. und ehern). Eine nicht wahrscheinliche Etymologie bei Much ZfdA. 42, 164. S. auch eisern. ZUS. Eisen- bahn, f. Um 1830 erscheinend. Eisen- beißer, Eisenfresser, m.: einer, der sich seiner Kriegstaten rühmt, Prahlhans. Eisen- beißer bei Murner Schelmenz. 11, mhd. isen- biz; Eisenfresser bei Luther 1, 388² u. ö. Nach mhd. isen ezzen, isen frezzen, von Kriegern, die sich selbst vor dem Härtesten nichtscheuen.
eisen, v.: zu Eis erstarren, mhd. 7sen, ahd. 7sOn; das Eis auf-, abschlagen(bei Adelung).
Eisenhut, m.(-es): eine Giftpflanze. 1546 im Dioscorides 127 b eisenhüttle. Mhd. isen- huot m. ist«eiserner Helmy.
Eisenkraut, n.(-es): die Pflanze verbena. Mhd. Isenkrdt n., ahd. dafür esarna und isandina f., eig. die Eiserney, gemäß der lat. Benen- nung ferrdria(herba), gr. cudnptric f.
eisern, adj.: von Eisen; eisenhart. Mhd. sernin, daneben von der Form iser gebildet lserin, isern und von isen aus lsenn, ahd. sarnin, isanin; dazu asächs. 7sarnin, ndl. ijreren, ags. Isen, iren, got. eisarneins. Alter- nhd. auch eisen(zuweilen bei Luther). eisig, adj.: voll Eis, beeist; eiskalt. Mhd. isec; dazu ndl. jzig, ags. ISig.
Eiß, m.(-es, Pl.-e), auch Eiße, f.(Pl. =n): Blutgeschwür, s. Eiter.
Eisvogel, m.: Art smaragdgrüner Wasser- vögel. Mhd. ĩsvogel, ahd. Isfogal m. Der Name, weil der Fische fressende, an Bächen nistende Vogel nach der Sage zur Winterzeit brütet.
eitel, adj.: leer; gehalt-, wertlos; gehalt- lose, hohe Meinung von sich oder Eignem habend; nichts seiend als. Davon das Adv. eitel«nichts als, nichts mehr alsy; vielfach Vor Substantiven, z. B. eitel Brod und in dem Eigennamen Eitelfritz allein Fritz». Mhd. ’tel, ahd. ital«leer, ledig, nichtig, rein, nichts als— seiend»; dazu asächs. 7dal, ndl. ijdel, äjl, ags. idel, engl. idie«leer, nichtigy. Als


