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Duckmäuser 386
drunten, adv., gekürzt aus darunten(bei Luther 6, 393 ² Jen. darunden, Jes. 14, 9 drun- den), mhd. derunden und ohne auslautendes n dar unde, spät.-ahd. diruntini, s. 1dar.
drunter, adv., gekürzt aus darunter(s. idar), schon mhd. drunder.
Drusch, m.(-es, Pl.-e und Drüsche): Handlung des Dreschens; das Ausgedroschene. 1776 bei Krünitz 9, 563.
1Druse, f.(Pl.-n/): löcheriges, verwittertes Erz, leerer Raum im Gestein, dessen Wände mit Kristallen bedeckt sind. In der Berg- mannsprache des 16. Jh.(1546 bei Georg Agricola drusen«Höhlchen der Adern und Klüftey, 1562 bei Mathesius Sar. 45 b usw.). Wohl zu Drüse gehörig, vgl. Liebich Btr. 23, 226. 4 L. drusig, adj. 1557 bei Bechius vom Bergkwerck 56 drußig.
2Druse, f.(Pl.-n): in Gestalt kleiner Kristalle angeschossenes Gestein, czech. druza f. 1727 bei Hübner.
sDruse, f.(Pl.-n): Geschwür; Drüsen- geschwulst mit Nasenausfluß des Pferdes(so auch ndl. droes m.). S. Drüse.
Drüse, f.(Pl.-n): schwammiger Körper- teil zur Absonderung gewisser Feuchtigkeiten. Mhd. ahd. druos f.(daher unser Druse) und mhd. drüese, ahd. druos? f., auch s. v. a. ceichelartige Geschwulst, Beule, Geschwür» (daher die Verwünschung daß dich die Druäs cdaß dich die Pestbeule, die Pest befalle!»). Dunkler Herkunft. 4BL. drüsig, adj.
Drusen, Pl.: Bodensatz, Hefe. Veraltet, noch im Alem. Mit d für ursprüngliches t aus mhd. kruosen, ahd. fruosana f.«beim Keltern zuerst abfließender Schaum», dann Bodensatz, Hefe»; dazu ndl. Troesem m., ags. drõösne f.«Bodensatz, übriggebliebner Rest von Gekeltertem, Trestery». Verwandt mit Trester, s. d. Das gleichbed. engl. dregs, apreuß. dragios scheint Ausfall eines h zu erweisen. Eine 3. Ablautstufe neben Druse und Trester zeigt schweiz. trost berreste im Bienenstock», schwäb. tros, trost«Hefe, preuß. dross, drost«Hefe, Wachs».
drusig, s. Druse. drüsig, s. Drüse.
Dschonke, f.(Pl.-n): Schiff. Aus dem Chines. 1703 im Zeitungslex. Juncke.
Dschungel, m.(-S,-n), eigentlich nur im Plural Dschungeln. In neuster Zeit durch das Englische aus dem indischen Jangalas m. cmenschenleere Gegend» entlehnt.
du, Personalpronomen der 2. Person. Mhd. da(betont da, dao), ahd. du; dazu
Weigand, Deutsches Wörterbuch. 5. Aufl.
asächs.-afries. fha, ndl. du, ags.-anord.-got. pu, engl. thou, schwed.-dän. du. Der Lautver- schiebung gemäß stimmend zu lat. tu, gr. co (dorisch ro), aind. tvam, lit. tu, abg. tij. Die übrigen Kasus sind: Gen. dein(s. d.); Dat. dir, mhd. ahd. dir(mit aus s), got. us; Akk. dich, mhd. dich, ahd. dih, got. Fux.
Dual, m.(-s, Pl.-e): Bezeichnung des Numerus, der die Zweizahl ausdrückt. Aus lat. dudlis«von zweien, zwei enthaltendy, zu ergänzen numerus Zzahl). Neuere Ent- lehnung. Von lat. duälis ist abgeleitet Dualismus, m.: Herrschaft von zweien. Bei Kant.
Dublétte, f.(Pl.-n): Doppelstück, z. B. zweimal in demselben Besitze befindliches Stück(Buch usw.), zwei auf einmal erlegte Stück Wild. Aus dem gleichbed. franz. doublet m., von double(s. doppel). Im 18. Jh. entlehnt.
Dublöne, f.(Pl.-n): eine Goldmünze, Doppeldukaten. Aus dem gleichbed. franz. doublon, und dies aus span. doblon m., von double(S. doppel). Um 1600 entlehnt(Do- blone Albertinus weibl. Lustg. 46, Dablone Zincgref 1, 309). Goethe gebraucht dafür auch Double(12, 8) oder Dubbel(12, 35).
Ducht, f.(Pl.-en): Ruderbank. See- männischer Ausdruck, aus dem Niederd. ent- lehnt, wo er im mnd. belegt ist. Das cht ist aus ft entstanden. Die hd. Form ist Duft, aus ahd. doſta f.«Ruderbank»(mhd. nicht belegt); dazu mndl. dofte, dochte, anord. Hopta f. und die Zusammensetzungen ahd. gidofto, ags. gehofta, an. Pofti m.«Genosse auf der Ruderbank, Genossey. Nach Schade zu lit. ftupéti chockeny. Unsicher.
ducken, v.: jemand niederdrücken; sich niederwärts zusammenbiegen. In dieser Bed. häufiger refl. sich d. Mit d für ursprüng- liches k(noch bei Frisch 1741 kucken) aus mhd. tucken, kücken zeine schnelle Bewegung machen, besonders nach unten). Verwandt mit mhd. tüchen«tauchen»(s. d.), zu dem d. Intensivbildung sein wird. Luther ver- wendet duchen und tücken, und auch sonst erscheint älternhd. oft ein umgelautetes däcken, kücken; noch Freyer 271 verlangt düchcen, Adelung hat nur ducken.
Duckmäuser, auch Tuchmänser, m.(-s, Pl. wie Sg.): hinterlistig Heimlicher; Kopf- hänger. Bei Brant Narrenschiff 105, 19 dackel- muser, von dem spätmhd. Verb tockelmhsen «Heimlichkeit treiben», zusammenges. aus
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