Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
377-378
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377 drein

drillen 378

17. Jh., während das dazu gehörige Dreieinig- keit schon mhd. als drleinekeit vorkommt. dreierlei, aneinandergerückte Gen. Pl. als Adv.(s. ei). dreifach, adj., bei Luther. dreifaltig, dreifältig, adj., mhd. drival- tec. Davon Dreifaltigkeit, mhd. drawalte- keit f. Dreifuß, m.: dreifüßiges Gestell, mhd. drivuoz m. Dreimaster, m.: Schiff mit drei Masten; steifer länglich dreieckiger Hut(bei Campe 1807). dreißig, Zahlw. (s.-ig), mhd. dréizec, drizic, ahd. drazuc; da- zu asächs. thritig, ndl. dertig, afries. thritich, ags. pritig, engl. thirty, anord. prjãtigi, schwed. trettio, dän. tredive, got. Preis tigjus. Davon dreißigste, Ordinalzahl, mhd. drizigeste, ahd. drizugõsto. dreizehn, Zahlw., mhd. drizehen, ahd. drizehan, ndl. dertien, ags. Préotyne, engl. thirteen, anord. Prettãn, schwed. treton, dän. treten. Davon dreizehente, Ordinalzahl, mhd. drizehende. drein, adv. dara in. dreißig, s. drei. dreist, adj. u. adv.: aus Zuversicht und Selbstvertrauen furchtlos. Aus dem Nd., schon mnd. dyriste, dyist, asächs. thristi, ndl. driest, ags. Priste. Von Kluge unwahrschein- lich zu lat. tristis«traurig» gestellt, vgl. dagegen Osthoff Parerga 1, 168. Im Hochd. erscheint das Wort zuerst 1616 bei Henisch 760, 59 als dryste, driest, 751, 57 fg. als drieß, dries, driessig, 1663 bei Schottel als driest, dreist, 1691 bei Stieler als drüst, dreist, driest (dies ndd. driest noch bei Frisch 1741). Im 18. Jh. häufig in der Form dreust(zuerst 1711 bei Rädlein), die von Lessing 3, 307, Herder 1, 23, Weiße, Thümmel, Musäus, Schiller Fiesko 4, 14 gebraucht wird(auch noch bei Goethe Faust 6688 im Reim er- dreusten); Adelung 1774 und Heynatz 1775 haben dreist. 4L. Dreistigkeit, f. Mnd. dristicheit, gebildet zu dem von drast ab- geleiteten Adj. dristich. Stieler 1691 hat Driestigkeit, Rädlein 1711 Dreustigkeit. dreizehen, s. drei.

drell, s. drall.

Drell, m.(-s, Pl.-e): leinenes Gewebe aus dreifachen Fäden. Aus dem Nd.(mnd. im 15. Jh. drel). Vgl. Drillich. D. ist nach Brugmann Abh. Sächs. Ges. d. Wiss. 25 No. 5 S. 34 aus drinal entstanden, entsprechend einem ahd. zwinal, zainel, zenel«gemellus».

dreschen, v. Prät. drasch und dvrosch, Part. gedroschen: mit dem üblichen Werk-

Mhd. drin aus dar in, ahd.

zeuge die Frucht aus den Hülsen schlagen. Mhd. dréschen, ahd. drescan; dazu ndl. dor- schen, ags. Ferscan(beide mit Umstellung des T), engl. thrash, thresh auch æprügeln», aisl. Pryskug, schwed. fröslca, dän. tärske, got. Brislan. Verwandt sind lit. kresinti «schlagen» oder traskéti«rasselny, abg. trésku cKrach». Vgl. auch die entlehnten ital. Eres- care, afranz. trescher«tanzeny, span.-port. triscar«mit den Füßen unruhig sein». Die Grundbed. scheint also clärmend mit den Füßen stampfen⸗ gewesen zu sein; das Ge- treide wurde früher ausgetreten. Das V. wird von Voß dröschen geschrieben. Das Prät. lautet mhd. drasch, Pl. dräschen, da- neben(vgl. das im Ahd. belegte dhruscun) druschen, nach diesem Pl. schon ülternhd. neben drasch, drusch(drusche Schupp 1, 397) und drosch, Schottel S. 582 setzt drasch und drosch an, ebenso Stieler und Bödiker, Gott- sched und Adelung geben der Form drosch den Vorzug, doch hat sich drasch daneben erhalten. Zuweilen auch schwache Flexion des V., bei Luther im Präs.(Imp. dresche Mich. 4, 13), später manchmal im Prät.(dreschte Haller Ged. 106). 4 BL. Drescher, m.(s, Pl. wie Sg.), spätmhd. drescher m. ZUS. Dreschflegel, s. Flegel.

dressieren, v.: abrichten, einschulen. Aus franz. dresser, ital. dirizzare, eig.«gerade richten, wohin richten», abgeleitet von einem aus lat. direckus«gerade» abgeleiteten, aber nicht nachweisbaren mlat. directiare. Bei Sperander 1728. 43L. Dressür, f. Bei Campe 1813.

Driesch, m. n. f.(-es, Pl.-e): 2u Gras- wachs und Hutung ungepflügt liegendes Acker- land, auch als Adj. driesch«brach». Ein ndd. u. rhein. Wort mit anlaut. d für hochd. und schwankendem Vokal. Mndl. driesch, 1475 clevisch dryesch, mnd. drésch, drisch, auch in mrhein. Quellen(Diefenbach-Wülcker 369, Crecelius 297) drisch, dris, jetzt hessisch dreisch(ei aus ie), drisch, schwäͤb. dreisch, nd. drésk, drésch(im brem. Wb. 1, 263 drusk). Dunkler Herkunft. 4L. Drieschling, m.: Champignon. 1475 clevisch dryeslyng. Häufiger Drüschling(1546 bei Bock Druschling«darumb das sie auff den druschen gern wachsen).

drieseln, s. auch aufdrieseln.

Drift, s. Trift.

ldrillen, v.: kreisend herumbewegen. Frühnhd. Ein mhd.*drellen ist aus dem starken Part. Prät. gedrollen«xrund gedreht,