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franz. dozane, ital. dogũna, span. port. aduana f., das zurückgeht auf arab. dyãn, addivdn Rechnungsbuch, Bureau, Kanzlei, Maut- bureau». Bei Sperander 1728.
dozieren, v.: vortragend lehrend. Aus lat. docére«lehreny. Bei Rot 1571. 4BL. Dozént, m.(-en, Pl.-en): vortragender Lehrer einer Hochschule. Aus lat. docens (Gen. docentis), dem Part. Präs. von docére lehreny.
Drache, m.: fabelhafte fliegende Schlange; Kinderspielzeug. Mit d für ursprüngliches ⁵ (durch Einfluß des gr. lat. Grundwortes) aus mhd. frache, ahd. frahho m., auch mhd. tracke, ahd. fraccho m.; mit ndl. draak, ags. draca, schwed. dralce m., dän. drage, entlehnt aus gr. lat. draco(daneben dracco), gr. dpdxuv m.«fabelhafte große Schlange», lat. auch «Kohortenzeicheny in Form eines Drachen, vgl. Dragoner.
Drachme, f.(Pl.-n): ¼ Lot(4 Gramm). Aus gr. dat. drachma, gr. dpaxun f. Be- nennung eines sehr kleinen Gewichtes».
Dragoman, m.(-s, Pl.-S,-e): Dolmetscher bei den Türken. Aus franz.-span. dragoman, ital. dragomanno, mlat. dragumanaus, droga- mundaus(woraus mhd. Trougemunt), die zu- rückgehen auf arab. fardschumdn«Ausleger, von tardschama übersetzen, dolmetschen». Bei Sperander 1728. Gleichen Ursprungs, aus roman. trucheman, im 14. und 15. Jh. krützel- mann m. Dolmetscherꝰ.
Dragöner, m.(-S, Pl. wie Sg.): Art leichter Reiter, urspr. ein Fußsoldat, der das Pferd zum schnellen Fortkommen braucht. Gebildet von franz. dragon m. Drache»(s. d.), also D. eig. Angehöriger einer Schar, in deren Standarte sich ein Drachenbild befand. Um 1600 aufgekommen(1617 bei Wallhausen Corp. mil. 10 Dragoens, im teutschen Michel 22 Tra- goner), während in Frankreich die Arkebusiere zu Pferd schon im 16. Jh. dragons hießen.
Dragün, m.(-J§): Kaisersalat, Schlangen- kraut, eine als Gewürz an Speisen dienende Pflanze. Mit wallon. dragonn, franz. forgon (daneben estragon m. aus port. estragao m.), ital. targone m., span. taragona, laragontea, dragontea von lat. draco m.«Drache» in der Bed. dracunculus wie unsre Pflanze bei Plinius heißt. 1712 bei Hübner Naturlex. 430.
Draht, m.(es, Pl. Drähte): zusammen- gedrehter dicker Faden;(Gaunersprache) Geld. Mit Dehnungs-h zu mhd.-ahd. drät m.; dazu ndl. draad m., afries. thréd, ags. Prcd m.
Faden», engl. thread, anord. Prãdy m., schwed. kräd m., dän. traad. Zu drehen, formell ge- nau gr. rpnréc durchbohrty entsprechend. 4B. drähtig, adj., in zuei-, dreidrähtig.
drall, adj.: wohlgedreht; elastisch fest (Lessing Nathan 2, 5); hurtig; rasch, munter, kräftig und gedrungen aussehend. Aus dem Ndd.(schon mnd. dral«rasch sich drehend, rasch»), in die Schriftsprache von Lessing eingeführt; Adelung erwähnt das Wort nur gelegentlich als ein niedersächsisches, Hey- natz 1796 spricht sich dagegen aus, während Campe es empfiehlt. Früher erscheint, das auch von Adelung verzeichnete ndd. Trell, 2. B. bei Caniz 124 beyf deiner liebsten Drellen, wobei in einer Anmerkung gesagt wird, daß man in der Mark z. B. sage eine drelle Dirne, das ist cein frisches, derbes Mädchen», auch bei Hermes Sophiens Reise 4, 166. Zu idrillen.
Drama, n.(—*N, Pl. Dramen): Bühnenspiel. Aus dem gleichbed. gr. Jat. drüma(Gen. drä- matis), gr. dpâua n., das urspr. s. v. a.«Tat, Handlung», abgeleitet von dpdâv«tuny. In der Mitte des 18. Jh. aufgekommen. 43L. dramätisch, adj. Nach gr.-lat. drämaticus, gr. dpauarixéc. Bei Gödeke Grundriß ² 3, 226, 75 vom J. 1676.
dran, gekürzt aus daran, wie drauf, draus, drein, drin, drob, drüben, drüber, drunter usw. aus darauf, daraus, darein usw. Alle diese Adverbien sind urspr. Zusammenschiebungen des dar, mhd. dar«dahiny, oder des dar, mhd. där(vor Adverbien geschwächt day), dã, da mit einem Präpositionaladv. Jene dar- gingen mhd. auch in tonloses der- über und wurden endlich bloßes d-. So findet sich bereits mhd. drane, dran aus derane, darane, ahd. därana und dara ana; drfe, drüf aus dar afe, dar if, ahd. dãr f usw.
Drang, m.(-es): Zudringen, Bedrängnis; starkes Getriebensein wozu. Mhd. dranc m. Gedränge, Bedrüngnis»; dazu ndl. dGrang m. Gedränge, Drangy, ags. Prong(in geprong n.), engl. throng«Gedränge, anord. Hröng f. Gedränges, dän. frang«Gedränge, Bedräng- nisy. Zu dringen. Die 2. Bed. erst bei Ade- lung. 4BL. Drangsal, f., seltener n.(Bürger, Schiller, Goethe usw.), spätmhd. drancsal m., wohl von dem später verschwundenen mhd. drangen«drüngen» abgeleitet. Davon drang- salieren, v. Neue Bildung mit der fremden Endung-ieren(nach dem Muster von kribu-
lieren u. dgl.).
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