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durren zurück, das in md. Mundarten dörren ausgesprochen wird. dörren erscheint obd. schon im 16. Jh. und findet sich bei Henisch 1616 angegeben, während Stieler kein dörren kennt und Rädlein und Ludwig unter dörren auf dürren verweisen; Schottel 1663 und Frisch 1741 aber setzen dörren an. Ahd. derren ist Faktitiv zu einem starken V., das im Got. als Hairsan(in gahairsan) causgetrocknet seiny erscheint. Dies stimmt zu gr. répcecbar ctrocken werden?, auch lat. torrére(aus tor- sere)«dörreny. Weiter sind verwandt aind. krajati«dürstety, awest. tarsav-«trocken', ir. kẽr, lrim«trocken» u. a. S. auch Darre und Durst.— dorren, v.: dürre werden. Mhd. dorren, ahd. dorrén; dazu asächs. fhor- rõn, ndl. dorren, im Got. dafür gabaursnan, eine Inchoativbildung.
Dorsch, m.(-es, Pl.-e): Art Schellfisch in der Ostsee. Aus dem Ndd., schon mnd. dorsch, dors, 1610 bei Colerus Hausb. 3, 260 dorst m.; dazu ndl. dorsch, anord. Horskr, schwed.-dän. forsk m. Dunkler Herkunft, viel- leicht zu russ. freskä Stockfisch».
Dorsche, f., auch m.(Pl.-n): Kohl-, Salat- stengel. Mundartlich am Rhein, Schwaben, Bayern. Mhd. forse, turse, ahd. Toxο, turso m.«Stengel», wohl entlehnt aus roman.(ital.) korso m.«Strunk», das aus gr.-lat. yrsus, kursus, gr. Gupcoc m.«Stengel, Strunko.
Dort, m.(-es): ährentragendes Unkraut im Getreide. Mit d für ursprüngliches t aus mhd. furt, ahd. turd m.; dazu asächs. darth n.
dort, verlängert dorten, demonstratives Pronominaladv.: an jenem Orte. Mhd. doyt, ahd. dorot, in älterer Form darot(tharot im Ludwigslied)«dorthin, dahiny; entsprechend asächs. tharod, afries. thard«dorthiny, sonst nicht vorkommend. Das Adv. mhd. dar, ahd. dara«dorthiny mit angetretenem-o!, das vielleicht zu lat. uld in aliuta«irgend anders» gehört. Die verlängerte Form dorten kommt schon um 1500 vor(Fasinachtssp. 4, 22). 45 L. dortig, adj. Frühnhd.(Aven- tin 1, 448, 18 vom J. 1511), aber erst bei Adelung 1774 verzeichnet.
Dose, f.: Büchse mit Deckel zu Tabak, Zucker usw. Aus dem Ndd.-Xdl.; schon 1475 clevisch im Teuthonista dose f.«Behälter zum Tragen, Lade, Koffer», ndl. doos und dooze f., dazu dän. daase. Schottel 1663 führt Doos ccapsay als ndd. an, Stieler 1691, Rädlein 1711 usw. als schriftdeutsch Dose. Daneben gibt Frisch 1741 Dese«Waschfaß auf drei
Füßen) an, Adelung Döse; die Form findet sich in bayr. öst. Mundarten für«Holzgefaßy. In ostmd. Dialekten deise, teuse«Schachtel, Dosey. Ursprung und Entwicklung der For- men dunkel.
dösen, v.: in Betäubung sein, gedanken- los dasitzen, schlummern. Mit d für urspr. t. Frühnhd. dosen(Schmeller ² 1, 548), schon im 14. Jh. verdœsen cüberhören»; dazu ndd. dösen, dän. döse, engl. doze«schläfrig sein, schlummern». Obd. dosen, auch doseln, dos- men. Verwandt mit Dusel(s. d.). In den Wörterbüchern ist das nur der Umgangs- sprache angehörige Wort nicht verzeichnet. 4BL. Döserei, f.(bei Lessing 10, 86 Töse- rer*). dösig, adj. gedankenlos, halb im Schlafe.
Dosis, f.(Pl. Dosen): Gabe Arznei. Aus gr. lat. dosis, gr. döcic f.«Gabey, von didévon cgebeny. Im 17. Jh.
Dost, m.(-es) und Dosten, m.(-s): eine majoranartige Pflanze, gr.-lat. origanum ge- nannt. Mhd. doste, ahd. dosto, tosto m. und kosta f. Urspr. wohl s. v. a. buschartig wach- sende Pflanze, denn spätmhd. doste m.«Strauß und bayr. Dosten«Busch, buschartig sich Ausbreitendes» sind wohl verwandt.
Dote, s. Tote.
dotieren, v.: ausstatten; mit Einkünften versehen. Schon mhd. dotieren, aus lat. dô- käre«ausstatten), abgeleitet von dõs f.(Gen. dõtis)«Gabe, Mitgifty. 4L. Dotatiön, f.: Ausstattung durch Schenkung; Schenkung. Aus mlat. dotatio f.
1Dotter, m.(-s, Pl. wie Sg.), seltner n.: das Gelbe im Ei. Mit d für ursprüngliches t(bei Luther noch kotter) aus mhd. fofere, ahd. totoro m. und zusammengesetzt kutarei, dazu andd. dodro, ndl. dooier, ags. abgeleitet dydringm. Die Grundbed. scheint«Verdickung, Klumpen⸗ zu sein; dazu gehört ndl. dot f. «Knäuely, ags. dott m., engl. dot«Punkt, Fleck» und wohl auch mhd. kutte m. f., ahd. kutto m. und tutta f.«Brustwarzey. ZU0S. Dotterblume, f., Name mehrerer dotter- gelb blühenden Pflanzen, der Caltha palustris (1546 bei Bock 54²), des Löwenzahns(bei Bock 100 b), der Trollblume.
2Dotter, m.(-S): flachsartiges Unkraut. 1482 im Voc. theut. gg 7² todter. Dazu engl.- dän. dodder, schwed. dodra f. Kaum mit 1Dotter verwandt(etwa wegen des kleinen gelben Samens).
Douäne, f.: Maut; Zollhaus, Zollamt; Ge- samtheit der Zollwächter und-beamten. Das


