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csagen). Am Anfang des 16. Jh. üblich(in der Augsburger Chronik des W. Rem).
divérs, adj.: verschieden, mancherlei. Aus lat. Gvwersus eig.«nach mehreren Richtungen gekehrty, von divertére. 1703 im Zeitunglex.
Dividénde, f.: Verhältnisanteil an dem zu teilenden Gewinste. Aus franz. dividende m., das beruht auf lat. dvidendus, dem Part. Fut. Pass. von Kvidere zerteilen»y. Im spätern 18. Jh. entlehnt. dividieren, v.: eine Zahl durch eine andre teilen. Neben addieren, maltiplizieren 1514 in Böschenstayns Rechenbuch A 42(schon spätmhd. dividieren als musikalischer Ausdruck). Aus lat. divi- dére. Divisiön, f.: Zahlenteilung durch Untersuchung, wievielmal eine Zahl in einer andern enthalten ist; Heeresteil. Aus lat. dvisio f.«Teilungy, von dwidére«teilen. Die 2. Bed.(nach franz. division f., das am Anfang des 18. Jh. aufkam) bei Ludwig 1716.
Diwan, Divan, m.(-é, Pl.-S,-e):(per- sischer) Gerichtshof; geheimer Staatsrat des Sultans;(morgenländischer) Polstersitz, Sofa. Aus franz. divan, ital. divano m., dies aus arab.- pers. Gdn ᷣBuch von mehreren Blättern, Rechnungsbuch, Schriftensammlung(Samm- lung von Gedichten pei Goethe), Ratsver- sammlung, Prachtzimmer mit niedrigen Sofasꝰ. Im Zeitungslex. 1703 in der 2. Bed., bei Neh- ring 1710 großes Zimmer», die 3. findet sich erst im 19. Jh.
1Döbel, m.(-S, Pl. wie Sg.): dickköpfiger Weißfisch. Bei Alberus Fab. 19, 154. Im Altpreußischen kommt schon im 15. Jh. dabe- lis«Halbfisch» vor. Vielleicht verglich man den dicken Kopf des Fisches einem Zapfen (s. d. folg. Art).
2Döbel, m.(-S, Pl. wie Sg.): eingefügter Pflock, Zapfen;(mundartlich) Klotz. Obd. dafür dübel, bayr. dupel. Mit d für ur- sprüngliches f und md. 5 für aus mhd. tübel m., ahd. tubila f., tubili n.(auch in gitubila, gitubili n.)«zZzapfen, Zapfenverbin- dung»; dazu engl. dowel und(mit anderm Suffix) ndl. deubile m., vgl. auch schwed. dabh m. Zapfeny. Verwandt mit gr. röꝓoc(für *u†oc) bei Hesych m.«Keily. Ins Lit. ent- lehnt als däbelis m.«Nagel».
döbern, s. dibbern.
doch, Adv. u. Konj. zur Hervorhebung einer Entgegensetzung. Mhd. doch, ahd. doh mit Kürzung eines urspr. langen Vokals; da- zu asächs. thoh, ndl. doch, ags. Péah, engl.
though, anord. 5ö, dän. dog(entlehnt), got. Saiten.
c«Reisehut», span. foca f. ᷣHaubey.
Hauh«wenigstens, etwa, wohly. Dies ist aus der Partikel Hau oder, doch, wenig- stens» mit angehängtem h entstanden, das dem lat. que, gr. re, ai. Ca undy entspricht.
Docht, m.(-es, Pl.-e): der zum leuch- tenden Brennen mit Fett getränkte Körper im Lichte. Mit Verkürzung des zu o ver- dumpften Vokals aus mhd.-ahd. täht n. m.; dazu anord. Pättr(tt aus ht) m. Faden, Lichtfaden». Man erwartet daher ahd. däãht. Dazu vielleicht schweiz. tägel, dägel«brennen- der Docht, Licht, Lampey. Dunkler Her- kunft. Bei Luther Tocht n.(auch noch bei Zachariä Renommist 2, 12), bei Günther Dacht, Tacht n., auch jetzt noch zuweilen Docht n. Auch die Lautform ist im ältern Nhd. schwankend: die Länge zeigt sich noch in Daacht bei Henisch 1616, auch jetzt noch mundartlich Döcht; mit dem ursprünglichen a noch im 18. Jh. Dacht(Brockes 9, 55; Lessing 1, 171; 2, 562; Thümmel, Göckingk) und Tacht (Günther 379; Haller 5; Voß Ged. 2, 59; Bürger 124); noch Heynatz 1775 entscheidet sich für Dacht, während Adelung nur Docht zuläßt, Dacht, Tacht, Tocht aber für mund- artlich erklärt.
Dock, n.(-s, Pl. s): gemauerter Wasser- behälter in einem Hafen oder bei einer Schiffs- werft zum Bauen und Ausbessern der Schiffe. Das engl. dock, ndl. dolc, dun. doke, schwed. docka f., das vielleicht zurückgeht auf mlat. doga, doha f.«Graben, Grabenmauer, Ein- fassung eines Wasserbehälters), von gr. doxi f. Wasserbehälter, Gefüß(vgl. Daube). Auch als Fem. Dockce(bei Adelung).
1Docke, f.(Pl.-/): Puppe;(übertragen) junges Mädchen; puppenartiges Gewundenes, Bündel; rund Gedrechseltes, kurze dicke Säule, Zapfen. Mit d für ursprüngliches t aus mhd. tocke(auch in der 3. u. 4. Bed.), ahd. koccha, tocka f.«Puppey; dazu mnd. docke, schwed. docka f. Dunkler Herkunft; auch die Grund- bed. des Wortes ist unsicher.
2 Docke, f.(Pl.-en): Art eines sehr hohen weiblichen Kopfputzes. Mhd. focke f. aus franz. foque f.«Haube, Mütze», ital. focco m. Ob das gleichbed. kymrische foc die Grundlage oder nicht vielmehr selbst aus dem Franz. entlehnt ist, bleibt unklar.
3 Docke, f.(Pl.-n): Tastenhammer des Klaviers. Wohl von ital. tocchare, älterfranz. toguer berühren, hier vom Anschlagen an die Bei Adelung 1774.


