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deputieren, v.: abordnen. Aus lat. dépu- täre«einem etwas bestimmen». Im 16. Jh. entlehnt(kursächs. Schulordnung von 1580). 4BEL. Deputät, n.: als Anteil Zukommen- des, besoldungsmäßiges Einkommen. Aus lat. députãtum, dem substantivisch gesetzten Neutr. des Part. Perf. Pass. von dépatäãre. Im 16. Jh. Deputatiön, f.: Abordnung; Gesamtheit von Abgeordneten. Im 16. Jh.(Germania 29, 350 ein Beleg vom J. 1569), aus mlat. depastatio f.
der, die, das, demonstratives und rela- tives Pronomen, sowie bestimmter Artikel. In der 1. Anwendung mhd.-ahd. der, diu, daz; dazu asächs. thie, thiu, that, ndl. die, die, dat, afries. thi, thiu, thet, ferner mit abweichen- der Form des Nom. Sg. M. und F. ags. Se, séo, thœl(engl. für alle Geschlechter und Kasus unverändert that), anord. sd, siü, Hat (schwed.-dän. den M. F., det N.), got. sa, 85, Hata(in relativer Verwendung mit-ei ver- bunden: saei, sõei, Hatei). Wie in diesen Sprachen ergänzen sich verschiedene Stämme in gr. 5(für*S0),(für*86,*Sa), ré(aus *r6), awest. hauο, hä, tat, aind. sa, Sd, tad, da- gegen wird wie im Deutschen der eine Stamm durchgeführt in lit. fäs ta ta, abg. tü, ta, to, auch lat. i8s-ke, ista, istud. S. auch das, denen, deren, dero, dessen, deß.
derart, adv., Zusammenrückung der Gen. «der Art» erst neuerdings als ein Wort er- scheinend. 4. derartig, adj. Am An- fang des 19. Jh. aufkommend(vgl. Gombert 7, 19), bei Campe 1807 noch nicht ver- zeichnet.
derb, adj. und adv.: zusammengedrängt und fest;(bildlich) voll Gewicht und Kraft, einwirkend. Mhd.-ahd. derp ist«ungesäuert», ebenso meist ags. Peorf, anord. Ejarfr; da- gegen ist afries. fherf«heftig»(von Schlägen). Die jetzige Bed. stammt aus dem Nœd.(mnd. derf ist«schlichty), und erklärt sich durch Vermischung mit einem Wort, das dem asäüchs. derbi feindlich, ruchlosy entspricht, sie findet sich bei Schottel 1663, dann bei Rädlein 1711 und Ludwig 1716, dagegen bei Adelung 1774«nur im gemeinen Leben».
dereinst, adv.: in später Zukunft. Ver- bindung des Gen. der mit einst, wohl unter dem Einfluß von dermaleinst, derweil, derzeit, oder aus dar eins mit Beschränkung des Sinnes auf die Zukunft. Schon bei Luther als dereins(auch noch 1722 bei Freyer S. 81), dann dereinst(Gryphius Trauersp. 384). Vgl. ZfdU. 11, 211. 4BL. dereinstig, adj., bei
Adelung 1793 als obd., 1761 bei Moser Herr u. Diener 315.
deren, Gen. Sg. F., sowie Gen. Pl. des demonstrativen und relativen der, die, das. Daneben im Gen. Pl. demonstrativ derer. Schon in der 2. Hälfte des 15. Jh. erschei- nende Erweiterungen von der, die aber Luther noch nicht gebraucht; derer steht bis ins 18. Jh. auch für den Artikel, jetzt werden beide Formen nur substantivisch gesetzt, und zwar steht derer für den Gen. Plur., an den sich ein Relativpron. anschließt, und in Wendungen wie derer von Quitzow, deren in den übrigen Fällen.
derenthalben, derentwegen, adv., Zu- sammensetzung der erweiterten Form des Gen. Sg. F. und des Gen. Pl. von der, an die t angetreten ist, mit den Präp. halben und wegen. Schon im 16. Jh.
derer, s. deren.
dergestalt, adv.: in der Weise, Ver- bindung der Gen. Sg. der Gestalt, zunächst wohl in der Kanzleisprache(z. B. Janssen Frankf. Reichskorr. 2, 802 von 1510).
dergleichen, Verbindung des Gen. der mit dem Adv. gleichen(mhd. gelöche mit an- getretnem n), demonstrativ und relativ, als Adv. sowie unbiegbares Adj. gebraucht. Seit dem 15. Jh.(früher auch dergleich), auch bei Luther.
derhalben, Verbindung des Gen. Pl. der mit der Präp. halben(s. d.). Frühnhd.(auch derhalb). Mhd. derhalb, derhalben«auf dieser Seite» ist Verbindung des Artikels mit dem Dat. Sg. von mhd. halbe f. Seite?.
derivieren, v.:(ein Wort ab., herleiten. Aus lat. déruäãre. Schon bei Rot 1571. 4 BL. Derivatiön, f.: Herleitung. Aus lat. déri- vãtio f. der-, die-, dasjenige, Verbindung des Artikels mit dem von Jener abgeleiteten jenige. In der frühnhd. Kanzleisprache(Reichs- ordnungen 67 v. J. 1507), dann auch bei Luther. Das einfachere derjene findet sich im 15.(z. B. bei Nic. v. Wyle) und 16. Jh.
derlei, aneinandergerückté Gen. Sg. F. oder Pl., in dem Sinne von dergleichen», doch etwas geringschätziger. Schon mhd. der leie(s. lei).
dermaleinst, Verbindung der Gen. Pl. der male mit einst. Bei Luther der mal eins und der mal einst(Sir. 6, 3). Vgl. noch dereinst.
dermalen, adv.: zu gegenwärtiger Zeit, zusammengerückte Gen. Pl. der male mit


