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dekolletieren, v.: den Hals entblößen. Aus franz. décolleter, zusammengesetzt aus dé, lat. dis«weg von, ent- und collet«Kragenꝰ, von lat. collun n.«Halsy. Neue Entlehnung.
dekorieren, v.: veraieren, schmücken. Aus dem gleichbed. lat. decorãre. Schon bei Rot 1571. 4B E. Dekoratiön, f.: Verzie- rung; Ehrenzeichen. Aus dem lat. decordtio f.«Ausschmückung».— Dekörum, n.: Wohlanständigkeit, Anstand. Das lat. de- cõrum n., das Neutr. des Adj. decörus«zier- lich, fein, wohlanständigy. Im spätern 18. Jh. üblich geworden und bei Campe 1811 ver- zeichnet.
Dekrét, n.(-es, Pl.-e): gerichtlicher Be- scheid; obrigkeitliche Verordnung. Schon mhd. decret n., aus lat. décrétum n. Ent- scheidungy, dem Neutr. des Part. Perf. Pass. von décernere c«entscheiden». 4L. dekre- tieren, v.: Bescheid erteilen, beschließen. Aus mlat. decretare. Frühnhd. decretiren (Script. rer. Siles. 4, 252 vom J. 1579).
delektieren, refl. v.: sich woran erfreuen. Aus dem gleichbed. lat. déleckäre. 1643 im Sprachverderber als modisches Fremdwort angeführt.
delikät, adj.: fein und wohlschmeckend; zartfühlend; heiklig. Aus dem gleichbed. franz. délicat, das auf lat. délicãtus«üppig, verzärtelt, wühlerisch» beruht. In der 1. Bed. 1653 bei Harsdörffer mathem. Erquickstun- den 3, 563, in der Bed. cheikel» 1598 bei Al- bertinus Sendschreiben 1, 1142. 4BL. Deli- katésse, f.: Leckerei(1668 bei Erasmus Francisci ost- u. westind. Staats- und Lust- garten 1, 318²⁴); Zartgefühl(bei Weise Erz- narren 123). Aus franz. délicatesse f.
Delinquént, m.(-en, Pl.-en): verhafteter Verbrecher. Aus lat. délinquens(Gen. délin- guentis), dem Part. Präs. von délinguere«sich vergehenꝰ. 1626 bei Stettler Schweizerchronik 2, 496à Delinquant, 1655 bei Abele Gerichts- händel 252 Delingçuent.
Delle, s. Telle.
Delphin, m.(-s, Pl.-e): eine Walfisch- art. Schon mhd. delfin, telf’n, aus gr. dat. delphinus, gr. dekqiv m. Bei Schiller 11, 270 Neutr.
Demagög, m.(-en, Pl.-en): Volksführer, Volksverführer. Aus gr. dnuœruröc(doc m. Volky, ofurfoc zu éreiv«führen, leiten»). Im 18. Jh. entlehnt(bei Heynatz 1775). 4BL. Demagogie, f. Aus gr. dnucfuria f.«de- magogischy, adj.
Demant, s. Diamant.
demnach, adv., das eine Folge anzeigt. Frühnhd., zunächst wohl in der Kanzlei- sprache(im 15. Jh. pei Nicl. v. Wyle 352, 27, ferner 1509 bei Janssen Frankf. Reichs- korr. 2, 763), auch in temporaler«nachher, nachdem» und kausaler Verwendung«weil?, doch bei Luther schon in der jetzigen des- halb, mithin, folglich).
demnächst, adv.: unmittelbar danach; in kurzer Zeit. Im 16. Jh. aufkommend (Galmy 1588 demnechst).
demohngeachtet, s. demungeachtet.
Demokrät, m.(-en, Pl.-en): Anhänger der Volksherrschaft. Aus dem gleichbed. franz. démocrate m., das aus gr. dnuoxpdreia (s. d. folg.) gebildet ist. Im 18. Jh. ent- lehnt(Klopstock Oden 171).— Demokratie, f.: Volksherrschaft. Aus franz. démocratie. das auf gr. dnuoxpdreio(dHoc m. Volk), Xporeia zu xporeiv«herrschen») beruht. Bei Wächtler 1714. demokrätisch, adj.
demolieren, v.: niederreißen, schleifen. Aus dem gleichbed. franz. démolir oder auch wie dieses aus lat. dεmõ lire. Bei Krämer 1678 und früher.
demonstrieren, v.: hin-, erweisend ver- anschaulichen. Aus lat. démonsträre«vor Augen stellen, dartun, zeigen, weisen, be- haupten». Schon bei Rot 1571 demonstrirn. 4BL. Demonstratiön, f.: Darlegung; Droh- bewegung. Aus lat. démonstrdtio f. Im 18. Jh. entlehnt. demonstrativ, adj. Aus lat. dẽõmonstrãtivus. Im 18. Jh. entlehnt. Daher das Demonstrativ, lat.(pronomen) démon- strãtrwum, das hindeutende Fürwort.
demungeachtet, Koni., die einen Gegen- satz anzeigt«trotzdemy. Alternhd. auch in der entstellten Form demohngeachtet(noch bei Lessing 2, 559). Wohl früh im 17. Jh. aufgekommen.
Demut, f.: Selbsterniedrigung. Mhd. die- miiete, diemuot, déomuot(mit demselben Laut- übergang wie in Demant, s. Diaman!), ahd. diumuoli, deomuoti f., von dem Adj. ahd. dius- muoti, deomuoti, mhd. diemiiete, dienaut, de- maot, eig.«die Gesinnung eines Dienenden habend, demütig, herablassend', das zusammen- ges. ist aus ahd. deo, got. Hius m.«Knecht, Diener»(s. dienen, Dirne) und dem von ahd. muot«Muty abgeleiteten Adj.-moti«-mütig. Das Wort ist durch das Christentum ge- schaffen worden. Die Form Demut(für De- müte, Diemlite) dringt unter Einfluß von Ar-
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