Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
329-330
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329 Dämon

dappeln 330

von dämmern neu gebildet(Goethe hat das bei Adelung und Campe noch nicht ver- zeichnete Wort seit 1776 gebraucht Id. j. Goethe 3, 142, Faust 395], Morgendämmer bei Claudius 4, 121). Verwandt ist zunächst asächs. himm dunkel» und mhd. dinster, ahd. dinstar æfinster»(s. d.), weiter noch aind. tamrds«finster», füämas n.«Finsternis», tãmisrã f.«Nachtꝰ, lit. tamsd f.«Dunkelheit, ir. temel Dunkelheit», lat. tenebrae(aus rtfenesrae) Pl.«Finsternis». dämmern, v.: Zwielicht werden. Bei Schottel 1663 demmern, früher nicht zu belegen. Davon Dämmerung, f. Mhd.(bei Nic. v. Jeroschin) demerunge f., ahd. dafür demenunga f.

Dämon, m.(*s, Pl. Dämönen): böser Geist. Von gr. Jat. daemon, gr. daiucwy m. Geisty, besonders kirchlich s. v. a.«böser Geisto. Bei Sperander 1728. dämönisch, adj.: von einem bösen Geiste besessen, teuflisch. Nach gr. Jat. daemonicus.

Dampf, m.(-es, Pl. Dämpfe): dicker Rauch; dick aufsteigende nebelartige Feuch- tigkeit;(bildlich) Bedrängnis, Pein, Angst. Mhd. dampf, tampf, ahd. damph m.; dazu ndl. damp, engl. damp«Feuchtigkeit, Dunstꝰ, anord. dampi m., dän. damp. Mit Ablaut zu dem starken V. dimpfen(Prät. dampf, Part. gedumpfen) crauchen», von Brennendem, wie auch von erhitzten Menschen, Tieren usw. Die Herkunft ist unsicher. Das deutsche Verb könnte man auf idg.*temb zurückführen und zu gr. âréußo«betöre, schädige stellen. Dann müßten aber die nicht hochdeutschen Worte davon getrennt oder als entlehnt an- gesehen werden. Ist der Anlaut germ. d, idg. dh, so ließe sich aind. dabhnöti«beschädigt, versehrt, betrügt» vergleichen(aus*dhabh), doch stimmt danm der auslautende Konsonant nicht. Vielleicht liegt eine Vermischung zweier Wurzeln vor. 4BL. dampfen, v.: Dampf von sich geben; Dampf hervorbringen; mittels eines durch Dampf getriebnen Schiffes oder Wagens fahren. In der 1. Bed. mhd. dempfen, älternhd. dãmpfen. Davon Dampfer, m.: Dampfschiff. dampfig, adj., spätmhd. temphig(um 1480 tampfig«vaporosus» im Voc. inc. teut. r 6). ZUS. Dampfnudel, f, bei Stieler 1691 Deumpfnudel. Dampfschiff, m. Dampfwagen, m. Neue Bildungen.

dämpfen, v.: rauchen oder(Feuer) er- löschen machen; ersticken machen; unter- drückend schwächen; durch Dampf kochen. Mhd. dempfen, tempfen, ahd. demphen, temphen

cerlöschen, ersticken machen, den Atem be- nehmen, würgen?. Das Faktitiv zu dem starken V. mhd. dimpfen(s. Dampf). Davon Dämpfer, m.: Hornspitze oder Blechnapf mit Stiel zum Löschen der Lichter(bei Adelung 1774); ein Werkzeug, den Ton musi- kalischer Instrumente zu mildern, zunächst die auf den Steg der Violine gesteckte kleine Klammer(1781 bei Jacobsson techn. Wb. 1, 396 4), daher bildlich einen Dämpfer aufsetzen.

dämpfig, adj.: engbrüstig, schweratmend. In frühnhd. Glossaren. Von mhd. dempfe f. Engbrüstigkeit», wofür frühnhd. auch dampf

Dampfnudel, schiff,-wagen, s. Dampf.

Damwild, n.: Rotwildart mit etwas schau- feligem Geweih. S. Dambock.

danach, darnach, adv.: nach diesem. Mhd. dar näch, nãch, ahd. dara nũh, dür nüh.

danieder, darnieder, mhd. däã nidere, derwider, ahd. dãr nidlare.

Daniel, Mannesname, aus hebr. Däãnél, d. i.«mein Richter ist Gott», zusammenges. aus hebr. dänd«mein Richtery und el«Starker, Gott».

Dank, m.(es, Pl.-é): anerkennender Ausdruck der Verpflichtung wofür. Mhd.- ahd. danc m.; dazu asächs. fhank, ndl. dank, afries. thank, ags. Hanc, engl. thanks Pl., anord. Halckir Pl., schwed. fack, dän. tak, got. agles m. Die urspr. Bed. ist«Gedanke, Meinung, Ab- sichty(noch in der veralteten Redensart ohme meinen D. d. i. Willen), wie sie bei denlcen zugrunde liegt, vgl. noch düunken. 4B L. danken, v., mhd. danxen, ahd. danchõn; dazu asächs. fhankcõn, ndl. danken, ags. Pancian, engl. thank, anord. Palcka, schwed. tacka, dän. kalle. dankbar, adj. u. adv., mhd. danchcere, ahd. danchäri. ZUS. danksagen, v., zu- sammengeschoben aus mhd. danc sagen.

dann, adv., weist auf eine Folge in der Zeit, der Ordnung. Mhd. danne und denne, gekürzt dau, den, ahd. danne und denne, selten denni; dazu ndl. dan, ags. Ponne, Pœænne, engl. then«damals». Von dem Stamme des demonstrativen Pron. der gebildet. Von denn (s. d.), das mit dann urspr. eins ist, scheidet sich dieses genauer um die Mitte des 18. Jh.

dannen, demonstr. Pronominaladv., nur noch in von d.«weg von dem Orte, weg von day. Mhd. dannäũn, meist dannen, danne, dan, ahd. danana, danãn; dazu asächs. thanan, ags. panon, engl.(weitergebildet) thence. Von dem Stamme des demonstr. Pron. der.

dappeln,(Goethe 1, 180), s. tappen.