Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
323-324
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323 Courage

Couräge, f.: Herzhaftigkeit, Mut. Das franz. courage, ital. coraggio m., das eine Ab- leitung von franz. coeur, ital. cuore m.(aus lat. cor n.)«Herz» ist. Um 1600 entlehnt

Dackel 324

Cousin, m.(-s, Pl.-s): Vetter. Das franz. cousin, ital. cugino m., zusammengez. aus lat. consobrinus. Cousine, f.: Base. Das franz. cousine, ital. cugina f., aus lat. consobrina f.

(Wallhausen Corp. mil. 67, Coruß in einem Lied Beide in der Mitte des 17. Jh. aufgenommen von 1619 bei Hartmann hist. Volksl. 1, 122).(Cousin bei Schupp 1, 274).

D

ida 1) demonstratives räumliches Adyv.: an dem Orte. 2) relatives rüumliches Adv.: wo, nur noch altertümlich und dichterisch. Mhd., mit Abfall des ausl. aus där (wie in 6 cehe», ã wo), ahd. där; dazu asächs. thar, ndl. daar, afries. ther, ags. Pãꝝr, engl. here, anord. par, schwed. ther, dän. der, got. Har. Von dem Stamme des Demonstr. der; in der Bildung ist zu vergleichen aind. tär-hi«amals». Alternhd. auch do(durch Vermischung mit dem folg. Wort); eine Form dar(unter Einfluß der Zusammensetzungen daran, darauf usw., in denen sich vor Vokal das urspr. r erhielt) findet sich nicht nur im 17. Jh., z. B. Gryphius Trauersp. 41. Lohenstein Rosen 97, sondern noch im 18. in hier und dar(Drollinger 44, auch bei Rückert Ged. 3, 478), ferner von dar(Lessing 3, 35. Bürger 194).

2da 1) demonstratives Zeitadv.: zu der Zeit. 2) relatives Zeitadv.: zu welcher Zeit, im Anschluß an Substantive und dann auch als Konj.: indem, als. 3) als kausale Konj.: weil. Mhd.-ahd. und dao; dazu asächs. thä, ags. anord., schwed. da, dän. da. Von dem Stamme des Demonstr. der. Die Form da setzte sich fest, weil Zusammenfall mit dem lokalen ¹da eintrat, älternhd. aber auch do, noch im 17. Jh. bei Tob. Hübner.

dabei, Adv., das auf ein Nahesein hin- weist. Klternhd. auch darbei(noch bei Steinbach 1734), mhd. dãrbi, dãbé, ahd. dörh', asächs. ärb?, ndl. daarbij, engl. thereby. Zusammengerückt aus ¹da und bei.

Dach, n.(-es, Pl. Dächer): Bedeckung, unter der man sich aufhalten kann. Alter- nhd.(noch oft im 17. Jh.) auch Tach, mhd. dach, später tach, ahd. dah n.; dazu ndl. dacc, ags. Hœc, engl. thatch«Strohdach», anord. Hak, schwed. tak n. Zu lat. tegere«decken?, wozu tectum n.«Dach» und(im Ablaut mit Dach übereinstimmend) toga f. eig. Hülles, gr. réroc Dachy, air. tech n.«Hauss», ferner

von einer anlaut. s zeigenden Wurzel, gr. créreiv«bedecken), créroc n. crérn f.«Dach?, lit. stögas m.«Dachy. Redensart: einen zu Dache, aufs Dach steigen(bei Kindleben 1781 als studentisch verzeichnet)«ihm zu Leibe gehen»(früher 2u Dache sein oder sitzen). 4BL. dachen in ab-, bedachen, mhd. dachen. S. auch decken. ZUS. Dachreiter, m:: auf dem Dache sitzendes Türmclien. 1781 bei Jacobsson techn. Wb. 1, 3852 Dachreuter. Dachstuhl, m.: Dachgebälke. Frühnhd. Dachtraufe, f., mhd. dachtroufe f., meist dachtrouf m. n.

Dachs, m.(Gen. Dachses, Pl. Dachse und seltner Dächse). Mhd.-ahd. dahs, ndl. das m. Ins Mlat. entlehnt als tacus, daher ital. 1asο, span. texon, franz. taisson m. Ge- wöhnlich zu mhd. dehsen«den Flachs schwin- gen), urspr. aber«schlagen, haueny gestellt; dazu ferner aind. fales«behauen, zurecht ma- chen?, käksd m. zvimmermann), gr. rékruv m. ZLimmermanny. Das Tier würde dann seinen Namen von seinen kunstvollen Bauten erhalten haben. Doch kann natürlich auch etwas ganz andres darin stecken. Vgl. auch Palander Mémoires de la soc. néophil. à Helsingfors 2, 99.

Dächsel, m.(-s, Pl. wie Sg.): Hundeart zum Dachsfange. 1719 bei Fleming teutsch. Jäger 185 b, bei Adelung 1774 Tüchsel. Von dächseln, v.: nachts den Dachs hetzen und fangen. 1763 bei Heppe wohlred. Jäger 912.

Dachstuhl, s. Dach.

Dachtel, f.(Pl.-n): Schlag mit flacher Hand an den Kopf. Frühnhd.(Uhlands Volksl. 41, 23), auch Tachtel. Das mhd. ktahtel, Nebenform von kattel f.«Dattel», in spottender Anwendung, wie Feige in Ohr- feige, Nuß(wenn auch nur im Anklang an die Frucht) in Kopfnuß, ndl. muilpeer f. (Maulbirne),«Maulschelle?.

Dachtraufe, s. Dach.

Dackel, s. Teckel.