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«Seeräuberschiffy. Zugrunde liegt mlat. buza «größeres Fahrzeug», woher afranz. buce, busse f., altspan. buzo m.«Ruderschiffy.
Büsel, n.(-s, Pl. wie Sg., Goethe Dicht. u. Wahrh. 27, 265): Kleines Geldstück. Für Biesel, Bezeichnung einer franz. Silbermünze im Elsaß, aus franz. piece f.«Stückv.
Busen, m.(-s, Pl. wie Sg.): Vorderteil des menschlichen Leibes vom Halse bis zum Magen; Offnung und bauschiger Teil des Kleides davor; Meer-, Seearm. Bei Luther hosam, bosem, bosen, bei Alberus Dict. Dd 2 b buosam, im 17. Jh. häufig Busem(so noch bei Ludwig 1716). Mhd. buosem, auch schon huosen, ahd. buosum, buosam m., auch«Schoßy; dazu asächs. b58om, bösm, ndl. boezem, afries. boösm, ags. bõsm«Schoß» m., engl. P0SO, im Nord. u. Got. fehlend. Dunkler Herkunft. Zusammenhang mit Bug ist kaum möglich. 4 BL. busig, adj. in hoch-, vollbusig. ZUS. Busenfreund, m.: vertrauter Freund. Bei Ludwig 1716 Busemfreund.
Buß, m.(Gen. Busses, Pl. Busse): Kuß. In der Kindersprache. Bei Luther 5, 268 b Jen., schon etwas früher begegnet bussen cküsseny». Im Bayr. ist Kuß durch Buß ganz verdrängt worden. Vgl. engl. buss, schwed. puss«Kußy. Mit lat. bãsidre, franz. baiser besteht kein Zusammenhang, vielleicht aber mit ir. bus Lippe», gäl. bus«Mundy.
Bussard, m.(-s, Pl.-e): der Mäusefalke. Mit engl. buzzard, ndl. buizert m. aus franz. busard m., das von lat. bãteo m., dem Namen einer Habichtsart, mit der dem deutschen -hart nachgebildeten Endung-ard abgeleitet ist. Im Mhd. dafür büsant m. Bei Maaler 1561 in halbdeutscher Form Bußhart(so noch bei Rädlein 1711), bei andern in An- lehnung an Aar Bußaar(bei Henisch 1616 Bußarn, noch Adelung setzt Bußaar an).
Buße, f.(Pl.-n):(kirchliche oder recht- liche) Genugtuung wofür. Mhd. buoge, baoο, ahd. buoza f.«Besserung, Heilung, Abhilfe, Vergütung, Buße, Strafen; dazu asächs. böta «Besserung, Heilung», ndl. boete, afries. böte, ags. böt f.«Besserung, Ersatzy, engl. bool «Nutzen, Vorteily, anord. böt f.«Besserung, Bußey, schwed. bot m., dän. bod, got. böta f. «Nutzen»y. Im Ablaut zu baß, besser, best (s. d.) stehend. 4BL. büßen, v.: ein Ubel heben oder wegschaffen; wieder gutmachen, bessern(z. B. die Lücken büßen); genugtun, namentlich durch Erduldung von Strafe; zur Genugtuung mit Strafe belegen. Mhd. büezen,
ahd. baozen, auch ausbessern, flicken, heilen?; dazu asächs. bötian, ndl. boeten, ags. bétan, anord. bãta, schwed. böta, dän. böde, got. bõtjan«nützeny. Davon Büßer, m., spät- mhd. biezer, auch«Flicker, schon ahd. scuoh- buozãri«Schuhflicker). ZUS. bußfertig, adj. u. adv.: Buße zu tun bereit; über Be- gangenes mit der Absicht dafür genugzutun, schmerzerfüllt, mhd. buozvertic. Bußtag, m., bei Stieler 1691.
Bussöle, f.(Pl.-n): Magnetbüchs-chen, Seekompaß. Das franz. boussole, ital. büssola f., welches aus mlat. bauoula Büchs-cheny, von mlat. bauwis statt gr. lat. pyæis, gr. nuẽic f. Büchses. 1716 in Chr. Wolffs math. Lex. 268.
Büste, f.(Pl.-n): aus Stein, Gips, Wachs usw. geformtes Brustbild; Oberkörper bis zur Brust. Aus dem gleichbed. franz. buste, ital.- span. basto m., die, wenn das Wort urspr. das auf dem Grabmal aufgestellte Brustbild bedeutet hat, aus lat. bustum n.«Leichenbrand- stätte, Grabmal» abgeleitet werden können. Im 18. Jh. entlehnt(Wieland Am. 2, 27).
Butike, f.(Pl.-n): Bude; elende Hütte. Das franz. bouligue f.«Kramladenꝰ, ital. bodega f., mit Abfall des anlautenden Vokals aus gr. Jat. apothéca f.«Vorratskammer»(s. Apo- thelce). Im 17. Jh. entlehnt.
butt, adj.: stumpf; kurz und dick; unan- sehnlich klein; stumpfsinnig, dumm. Aus dem Ndd., wo butt«stumpf, plumpy und das Subst. Butt ckurzes, dickes Kind»; ndl. bot «stumpf, plump, dumm). Fischart gebraucht bott von den Holländern, ebenso führt Henisch bot als ndl. Wort an, dagegen Stieler 1691 und Rädlein 1711 batt als Hd. Wohl zu ahd. bözan, ags. béõatan«schlagen»(S. Amboß) zu stellen, eig. also abgeschlagen, abgestoßens. Vgl. noch Meringer Idg. Forsch. 16, 155, Zupitza KEZ. 36, 243. Die bedeutungsverwandten span. boto«stumpfꝰ, franz. botte f.«Klumpen), ital. bottone, franz. bouton m. Knopf, Knospe? gehen auf das Germ. zurück. S. auch Butzen. 4B2L. butten, v., auch verbutten(Voß Horaz Sat. 1, 3, 46) cim Wachstum zurückbleiben, verknorzen, verkommen?.
1Butte, f.(Pl.-n/): plattleibiger stumpf- köpfischer Seefisch. Bei G. Agricola patte, bei Forer S. 50 b Meerbutt, aus der ndd. Be- nennung butte f., ndl. bot f., engl. baat. Wohl von ndd. butt, ndl. bot«stumpf?.
2 Butte in Hagebutte, s. d.
s Butte und Bütte, f.(Pl.-n): oben offenes Daubengefäß; hohes Rücken-Traggefäß von


