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des Brachlegens), mhd. brächmänöt, ahd. bräh- mãnot m. Im Schwäb.-Alem. noch volks- üblich, daneben Brachet m. Brachvogel, m., Name mehrerer sich gern auf Brache und Saatfeld aufhaltender Vögel, mhd. Präch- vogel, ahd. brähvogel m.
Brachse, s. Brasse.
Brack, n.(-es, Pl.-e): Ausschuß, als un- tauglich Abzusonderndes. Mit Ubergang eines a in b aus ndd. wralc«untauglich, beschädigtꝰ, als Subst. jedes Untaugliche, als untauglich Ausgeschossene, besonders durch Schiffbruch untauglicher Schiffsrumpf(s. Wrack), Schiffs- trümmer; entsprechend ndl. 1 rax, afries. wrak c«schadhaft geworden, untauglich», entlehnt ins Engl. als Subst. reck«Schiffbruch, Wrack» und schwed. vrak, dän. vrag n.«Ausschuß, Wracb. Zuerst bei Steinbach 1734 verzeichnet. 4BL. bracken, v.: als untauglich ausson- dern, z. B. Schafe. Aus mnd. zwraken cfür untauglich erklüren, ausschießen, verwerfen»; entsprechend ndl. wraken, schwed. vräka, dän. vrage. ZUS. Brackschaf, n.(dafür bei Auerbach Brack m.). Brackware, f.
Bracke, m.(-n, Pl.-n): Leit-, Spürhund. Mhd. bracke, ahd. braccho; dazu andd. bracka (Eigenname eines Jagdhundes), mnd.-mnl. bracke. Daraus entlehnt mlat. bracco, ital. bracco, franz. brache m. Dunklen Ursprungs. Die alte Vergleichung mit lat. fragrãäre stark riechen, dufteny, vgl. Walde s. v., scheint nicht überzeugend.
Brackwasser, n.: in einen Fluß einge- brochenes Seewasser, durch welches das süße Flußwasser verdorben wird. Aus ndd.ndl. bralwater n., zusammenges. mit ndd. hrak (1475 im Teuthonista) cbittersalzig, salzige, dazu ndl. brak«salzigy, engl. brack Salzy. Bei Ludwig 1716. Kaum zu brechen(dann urspr. s. v. a. eingebrochen vom Seewasser und später auf den Geschmack übertragen), sondern eher zu Meer, also aus mrak-, Hirt Idg. Forsch. 1, 475. Doch unterliegt auch diese Ableitung Bedenken.
brägeln, v.: mit hörbarem Geräusch sieden, schmoren; prasseln. Mundartlich in Ober- und Mitteldeutschland. Auch prägeln geschrieben (bei Maaler 1561 präglen, 1562 bei Mathesius Sar. 136 pregeln). Schon mhd. breglen braten, schmoren», auch«schwätzen», später nament- lich bei Obersachsen, auch bei Rädlein 1711. Vielleicht verwandt mit mhd.-ahd. braht m. Lärm(s. Pracht), doch wohl eher lautnach- ahmendes Wort.
Brahne, s. Brame.
Braktedt, m.(-en, Pl.„en): Hohlmünze von Gold- oder Silberblech. Aus mlat. brac- teatus(nämlich nummus«Münze»), abgeleitet von lat. bractea f. dünnes Metallblech, Blechy. Bei Adelung 1774.
Bram, m.(-es, Pl.-e) und Bramen, m. (*, Pl. wie Sg.): Besenginster, Pfriemkraut. Aus ndd. brdm«Ginster», entsprechend ags. brõom m., engl. broom Ginster, Beseno, während mhd. bräme m., ahd. brämo m. und bräma f. «Dornbusch» bedeutet, s. Brombeere.
Bramärbas, m.(Gen. Bramarbasses, Pl. Bramarhasse): Großprahler mit Heldentaten. Urspr. der Name eines Großsprechers in einem anonymen satirischen Gedichte, das Philan- der von der Linde(Burkhard Menke) im An- hang seiner„Vermischten Gedichte“ 1710 mit- teilte; danach gab Gottsched in der„Deut- schen Schaubühne“ der Dethardingschen Uber- setzung des Holbergschen Lustspiels„Jakob von Tyboe“ den Titel„Bramarbas oder der großsprecherische Offizier«w. Bei Pfeffel 4, 136 der Pl. Bramarben. 4 BL. bramarbasieren, v.: mit Heldentaten großtun(Schiller 2, 36).
Brame und Bräme, f.(Pl.-n): Rand, Randbesatz; mit Laubholz bewachsener Wald-, Feld-, Wiesenrand. Brúme mit Wechsel des Geschlechts(Stieler 1691 hat noch Bräm n., Schottel 1663 aber Bräm f.) aus spätmhd. bréns n.«Randbesatz, Einfassung, RandH(jetzt obd. bram, bräm); dazu ags. brinme m., engl. brim Randy und(mit Ablaut) anord. barmr m. cRand, Kante, Ufer. Vgl. auch verbrämen. In der 2. Bed. erscheint meist Brame oder Brane (Brahne), deren Verhältnis zu Bräme nicht aufgeklärt ist; vielleicht ist das seit dem 17. Jh. auftretende Brane ganz von Brúme zu trennen (kaum durch Einfluß von Brane Braue» auf Brãm, Bräme zu erklären, während allerdings die Nebenform Augenbrame, s. d., auf Ver- mischung mit Brame zurückzuführen ist).
Bramsegel, n.: Segel an der Bramstange. Aus dem gleichbed. ndl. bramzeil n. Bei Apinus 1728. Bramstange, f.: der kleine spitzzulaufende Mast, der auf der ersten Ver- lüngerung des Mastes steht. Aus ndl. bram- stang f. Beide sind zusammenges. mit ndl. bram n. Bramsegel, Segel am Obermast, d. i. dem Mast auf dem großen Mast», dessen Herkunft dunkel ist.
Brand, m.(-es, Pl. Brände): brennendes Stück Holz; verwüstendes Feuer; Zustand eines Gegenstandes, daß dieser brennt;(bild-


