Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
255-256
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25⁵ Block

Blume 256

Block, m.(-es, Pl. Blöcke): roher Holz- klotz; Holz zum Daranschließen der Füße; rohe, unförmliche zusammenhangende Metall., Steinmasse. Alternhd.(auch bei Luther) Bloch, mhd. bloch n., gewöhnlich hergeleitet mit Unterdrückung des e der Vorsilbe be- aus ahd. biloh, auch schon bloh n.«Ab-, Ein., Verschließung, Riegel», das zu ahd. bilkhhan (entsprechend asächs. bilakan, ags. belacan) «schließeny gehört. Die Grundbed. wäre also «Absperrung», dann zum«Absperren, Ein- schließen dienender Balken, schließlich über- haupt Balken, Klotz» und dem ähnliches. Doch erhebt E. Schröder AfdA. 24, 32 mit Recht dagegen Bedenken. Die Form Block (obd. meist bloch) braucht nicht aus dem Ndd.(mnd. block m. n.) aufgenommen zu sein, sondern kann sich durch eine angetretene Ableitungsendung erklären; sie begegnet schon vereinzelt mhd. und bei Hans Sachs(plock m. Fab. 308, 13). An Stelle des mhd. Neutr. herrscht seit Luther das M.(doch noch das Ploch Grimmelshausen Simpl. 56 und schweiz.- elsäss. Dloch n.).

Blockäde, f.(Pl.-n): Einschließung durch Besetzung der Zugänge. Aus dem gleich- bed. ital. bloccata f., dem als Subst. gesetzten Part. Perf. von ital. bloccare, franz. blogquer (s. d. f.). Bei Stieler 1691, Simpl. 444 Ploc- Quada. blockieren, v.: belagernd ein- und durch Besetzung der Zugünge verschließen. Im teutschen Michel 1617 Nr. 7 bloguieren als modisches Fremdwort angeführt(auch bei Zincgref 1, 35). Aus franz. bloquer, abgeleitet von bloc m., das auf das deutsche Blocks. d.) zurückgeht.

Blockhaus, n.: ein roh aus Baumstümpfen und Pflöcken gezimmertes Haus. Spätmhd. blochhs n.(Liliencron 2, 259). Blockwagen, m.: roh gearbeiteter Wagen mit großen un- beschlagenen Rädern. Spätmhd. Dlochwagen m.

blöde, adj.: zurückhaltend an Tatkraft und Mut; schwach an Seh- oder geistiger Kraft. Mhd. blade«gebrechlich, schwach, zart, zaghafts, ahd. blõdi; dazu asächs. DOdi, ndl. b100de, ags. bléap, anord. blaupr«schwach, zart», schwed. 5lôt, dän. Plöd(got.*blaupus ist aus blaubjan«aufheben, abschaffen), eig. cschwach, ungültig macheny zu erschließen). Dunkler Herkunft, vielleicht zu aind. mlätds «erweicht», ir. mläãith, bläith«weich, sanftꝰ, wobei das germanische Wort bl- aus ml- hätte und das ganze eine au-Wurzel würe. 4BL. Blödigkeit, f., mhd. blœdecheit. ZUS.

Blödsinn, m., bei Adelung 1774, während das Adj. blödsinnig schon am Anfang des 17. Jh. vorkommt(Gombert 7, 15 v. J. 1617).

blöken, v.:(von Rindvieh, Ziegen, Schafen) schreien. Ein lautnachahmendes Wort, das dem Obd. anfangs fremd ist; in md.-ndd. Glos- saren des 15. Jh. blecken(auch vom Bellen des Hundes), bei Luther blecken und blöcken, auch bei Schottel 1663 noch bleeken und blõchen(die Form blecken, die von Gueintæ u. a. auf das Geschrei der Schafe beschränkt wird, bei Hoffmannswaldau Schäf. 6), Plöken bei Stieler 1691.

blokieren, s. blockieren.

blond, adj.:(vom Kopfhaar des Menschen) gelblich, hellfarbig. Aus dem gleichbed. franz. blond, ital. biondo, mlat. blundus, das deutscher Herkunftist undzu aind. bradhnäs rötlich gelb, falby gehört. Schon mhd. vereinzelt blunt, doch setzt sich das Wort erst im 17. Jh. dauernd fest, verzeichnet bei Krämer 1678. Blonde, f.(Pl.-/): feine seidene Spitzen. Aus dem gleichbed. franz. blonde f., nach der Farbe, denn das Wort ist Fem. des Adj. blond. 1773 bei Amaranthes(3. Aufl.) 1, 472. Blondine, f.(Pl.-n): blondhaarige Frau. Aus dem gleich- bed. franz. blondine f. Bei Rädlein 1711 ein Blondinigen.

bloß, adj.: unbedeckt, unverhüllt; alles ausschließend, was noch da oder dabei sein könnte. Redensart: sich b. geben, Stellen, urspr. Fechterausdruck. Mhd. 5153; ahd. 503 ist«stolz»(diese Bed. könnte sich aus der von cleer» entwickelt haben, vgl. eifel); da- zu ndl. 5oot, afries. blãt«nackt, arm?, ags. bléat«arm, elend», anord. blautr«weich, frisch, zarty. Dunkler Herkunft, vielleicht verwandt mit blöde(s. d.), vgl. auch blatt. Davon das Adv. bloß: nichts weiter als(mhd. noch nicht vorhanden, erst in den Fastnachtsp. 284, 8 und bei Keisersberg). 4L. Blöße, f.: Unbedeckt-, Nacktheit, unbedeckte Stelle, mhd. bœze f. blößen, v.: bloß machen, mhd. blœzen.

blühen, v.: die Knospe zur Befruchtung entfalten; sich zu voller, frischer Schönheit enfalten. Aus mhd. blüejen, blüen, ahd. 5lao- Jan, bluoen; dazu asächs. blöjan, ndl. bloejen und mit starker Flexion ags. blôrwan(Prät. 51E0⁰), engl. bloοσ(Prät. bleao). Der Laut- verschiebung gemäß stimmend zu gleichbed. lat. Hoörére, s. Blume, Blust, Blüte, auch Blatt.

Blume, f.(Pl.-/): die für Auge oder Geruch entfaltete Knospe; Zierpflanze ihrer