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ubleichen, v.(mit schwacher Flexion): worauf wirken, daß es bleich, weiß wird. Mhd. bleichen(entsprechend ags. blcan, anord. bleileja)«blichen machen», Faktitiv zu dem starkbiegenden bleichen(s. ¹hleichen).
spleichen, v.(mit schwacher Elexion): bleich werden. Mhd. bleichen, ahd. bleihhén, abgeleitet von bleich.
apleichen, v. Prät. hlich, Part. geblichen): matt glänzend, weiß werden. Mhd. blichen cglänzen?(aber erblichen ist«erblassen»), ahd. (bei Notker) in erblichen«erbleicheny und ferblichen«verbleicheny; dazu asächs. bliäkan «glänzeny, ndl. blijten cerhellen, offenbar werden», ags. blican«glänzen», anord. blcja (Prät. bleix)«erglänzen, glänzen, leuchteny. Die Wurzel gehört zu abg. bliskati aus*blig- skati«funkeln), bléskii m.«Glanzy. Vgl. auch Blech, bleich, blichen, blinken.
Bleichert, m.(s, Pl.-e): rötlicher(blaß- roter, bleicher) Wein. Abgeschwächt aus Bleichart, Bleichhart(vgl.-ert in Bankert), bei Fischart Garg. 84 bleichart.
bleiern, adj.: von Blei;(bildlich) schwer- füllig. Bei Luther, während sonst älternhd. auch bleien(noch bei Voß Shak. 2, 51), ent- sprechend mhd. biijin, ahd. Pliön, abgeleitet von Blei(s. d.).
Bleifeder, f.: Bleistift. ranthes(3. Autfl.).
Blei(h)e, f.(Pl.-/), auch Blei m.: eine Art breiter Weißfische. Aus dem Ndd., wo mnd. bleie f., dazu ndl. blei, ags. Pläẽge f., engl. blag. Der Ursprung des Wortes mit den Nebenformen(schweiz.) Bliegge(schon ahd. blie;ca), Blicke liegt im Dunkeln. Schwer- lich ist nach ahd. bleicha, dem das anord. bleilja f. entspricht, an bleich anzuknüpfen, vgl. dän. blege(-eg- aus-eik)«Bleihey.
Bleilot, n.: Senkblei. Bei Frisch 1741.
Bleischnur, f.: Schnur unten mit Blei- gewicht als Maß- und Richtschnur beim Bauen. Bei Luther. Bleistift, m.(-es, Pl.-e), südd. auch n.: Schreib-, Zeichenstift aus Reißblei. 1653 bei Harsdörfer mathem. Erquickstunden 3, 179 Bleystefft m. Bleiweiß, n.: ein aus Blei zubereitetes weißliches Pulver, als Farbe, Salbe usw. Spätmhd. bliuwiz. Bleiwage, f.: Setzwage mit einem Bleilot, um die senk- rechte Richtung der Mauer zu messen. 1495 im Voc. rerum f 2² blaag. Bleiwurf, m.: Bleilot, Senkblei. Bei Luther(Apostelg. 27, 28 Blenwirp).
1773 bei Ama-
Blende, f.: Vorrichtung, den freien Blick zu benehmen; Scheuleder beim Pferde; vor- geschobene Anlage zur Verdeckung einer Be- festigung dahinter(bei Ludwig 1716); blindes Fenster, blinde Türe, Mauer-, Wandvertiefung, Nische(bei Frisch 1741); glünzendes Mineral ohne Erzgehalt(1546 bei Georg Agricola). Von blenden, v.: blind oder wie blind machen. Mhd. blenden(Prät. blante), ahd. blenten; dazu ags. blendan. Das V. ist ein Faktitiv, das wohl unmittelbar vom Adjektivum blind ge- bildet ist, da ein Verbum blindan nicht vor- liegt(got. ist gablindjan«verblenden», anord. blinda«blenden).
Blendling, m.(-s, Pl.-e): Tier gemischter Rasse, Mischling; uneheliches Kind. In der 1. Bed. als Jüigerwort im 17. Jh. aufgeführt. Von mhd. blanden(Prät. blient), ahd. blantan canstiften, urspr.«mischen?, wie asächs.-ags. blanclan, engl. blend, anord. blanda, got. blan- dan«vermischen» zeigt.
Blendwerk, n.: Vorrichtung zum Blen- den; Vorgespiegeltes zur Täuschung. Im 17. Jh.
Blesse, f.(Pl.-/): weißer Stirnfleck; Pferd oder Kuh mit weißem Stirnfleck(vom Pferde 1691 bei Stieler Bläze f., 1575 bei Fischart Garg. 206 Plasse m., 1447 bei Janssen Frankf. Reichscorr. 2, 97 blessiger hengst); schwarzes Wasserhuhn mit einem weißen Fleck über dem Schnabel(auch Bläßhahn). Spätmhd. und im 16. Jh. blasse f.«(weiße) Stirno; dazu nd. bles, engl. blaze, anord. blesi m.«weißer Stirnfleck» und(mit Ubergang von s in T) ndl. blaar f.«weißer Stirnfleck, Bläßkuh). Ableitung von bluß, richtiger daher Blässe.
blessieren, v.: verwunden. Aus dem gleichbed. franz. blesser, afranz. Dlecier, das vielleicht auf das deutsche bletzen(s. d.) zurückgeht. Im 17. Jh. entlehnt(bei Nehring 1710). 4BL. Blessür, f.: Verwundung. Aus dem gleichbed. franz. blessure f.
bletzen, v.: handwerksgerecht flicken. Südd.(auch pletzen). Mhd. bletzen, abgeleitet von dem im Obd. erhaltenen mhd. bletz, ahd. blez m.(daneben mhd. hletze, ahd. blezzo m.) «leck, Lappen zum Aufnähen», das mit dem gleichbed. got. plats meist auf abg. plati m. «Tuchfetzen, Lappen» zurückgeführt wird. Doch ist eher das umgekehrte Verhältnis anzunehmen und got. plats von bletzen zu trennen. Vgl. Johansson KZ. 36, 372 f.
Bleuel, m.(-s, Pl. wie Sg.): flaches Holz mit Stiel zum Schlagen. Alternhd. auch Blautel.


