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1773 bei Amaranthes) eine Art Rotweinpunsch.
Mhd. bischof(Pl. bischoue), auch(wohl durch Einwirkung von Namen auf-olf, wie Rudolf usw.) bischolf, ahd. biscof m., nach ital. ves- cowo aus dem gleichbed. gr.-lat. episcopus m. Dies beruht auf gr. emickomoc m. eig.«Auf- sehery, dann Obwalter», weiter kirchlich s. v. a. Obwalter als Geistlicher, geistlicher Vorgesetzter, zusammenges. aus gr. eri cauf, über» und cxonöc«Schauer, Aufseher, Acht- gebery von cxoneiv«schauen, spüheny. Auf dem Lat. beruht auch ndl. bisschop, ags. bis- Gop, engl. bishop, anord. schwed. biskop, dän. bisy m., got. mit engerem Anschluß an die Grundform aipiskaupus m. 4 L. bischöf- lich, adj., mhd. bischoflich.
Bise, f.(Pl.-n): Nordostwind. Schweize- risch, mit erhaltenem 7(doch älternhd. Beis-
Wwind) aus mhd. bise, ahd. bisa f., daher franz. bise f. Vielleicht verwandt mit biesen(s. d.) mit der Grundbed. Sturm). Biskuit, n.(*, Pl.-s,-e): Zuckerge- backenes. Aus franz. biscuit m. eig.«Zwie- back», das auf mlat. biscoctus«zweimal(bis) gebacken(coctus) beruht. Alternhd. ge- wöhnlich das auf ital. biscotto m. beruhende Biskott(z. B. 1601 bei Albertinus Kriegsleut Weckuhr 2, 164, Bißkotte 1598 bei Hutter Dict. 300, Biscott 1574 bei Fischart Onoma- stica 1184) oder das aus dem Dimin. bis- cottino m. hervorgegangene Biskotten(z. B. 1595 bei Hulsius Schiffart 1, 10, noch jetzt obd.), daneben seit dem Anfang des 17. Jh. auch Biscuit, 1613 bei Hulsius Schiffart 11, 2, 154, 1672 bei Grimmelshausen Vogelnest 2, 6 Bisquit. bislang, adv.: bisher. Norddeutsch, zu- sammengezogen aus älternhd. bissolang(bei Luther 8, 483 W. bissolange), das in der Kanz- leisprache schon am Ende des 15. Jh. vor- kommt, zusammengerückt aus bis so lange. Biß, m.(Gen. Bisses, Pl. Bisse): Hand. lung des Beißens; Spur vom Beißen. Mhd. biz, daneben mhd.-ahd. auch biz m. Zu beißen. bißchen: ein klein wenig. Eig. Dem. von Bissen(s. d.). Seit dem 16. Jh., anfangs ge- wöhnlich mit der obd. Dim.-Endung als biß- lein(Ludwig 1716 hat ein bißgen, das schon vorher von Weise u. a. gebraucht wird). Bissen, m.(-S, Pl. wie Sg.): soviel als man auf einmal abbeißen kann. Aus mhd. bizze, ahd. bizzo mit schwacher Flexion; da- zu ags. bita, engl. bit, anord. biti m. Von
beiſen.
bissig, adj.: gern beißend. dafür mhd. bizec«beißig»(s. d.).
Bistum, n.(-s, Pl. Bistümer): Gebiet eines Bischofs. Mhd. bischtuom, bistuom, ahd.
Frühnhd.,
biscetuom, gekürzt aus biscoftuom n.
bisweilen, adv.: von Zeit zu Zeit. Mhd. biz ꝛwilen kommt noch nicht vor, dagegen in gleicher Bed. bi wilen und ze wilen, so daß vielleicht bisweilen aus bizzweilen zu erklären ist; aweilen ist der Dat. Pl. von Weile(s. d.). Das Wort tritt erst im 16. Jh., vorwiegend bei norddeutschen Schriftstellern(Mathesius Luther 90, Ringwald Eckh. E 7 5b, Rollen- hagen Froschm. 1, 2, 22), doch auch bei Fisch- art(Binenk. 58) auf.
Bitte, f.(Pl.-n): ausgedrücktes Verlangen an jemandes Güte. Spätmhd. bitte(Wyle 19, 3) neben gewöhnlichem mhd. 5éte, ahd. selten bita neben béta, got. bida f. Von bitten, v.(Prät. bat, Part. gebeten): an je- mand ein Verlangen richten in Hoffnung gütiger Gewährung. Mhd. biten, bitten, ahd. bitten; dazu asächs. biddian, ndl. bidden, ags. biddan, engl. bid, anord. bidja, schwed. bedja, dän. bede, got. bidjan. Man stellt es zu gr. meiw( für wegen des folgenden 6) cdurch Zureden wozu bestimmen, überreden, erbitten», lat. fîdo vertrauey, so daß das V. urspr. der i-Reihe angehört hätte und zur e-Reihe übergetreten wäre(Osthoff Btr. 8, 140), besser aber zu ai. bädhats«drängt, verdrängt, bedrüngts, lit. bãdas m. Hungers- not, Hungery. Im letzten Grunde können allerdings beide Wurzeln zusammengehören.
bitter, adj. u. adv.: beißend scharf. Mhd. bitter, ahd. bittar; dazu asächs. bittar, ndl. bitter, ags. biter, anord. bitr, engl.-schwed.- dän. hitter, got. mit Ablaut baitrs. Zu beißen, aber mit bewahrtem t, da t vor r nicht ver- schoben wird. 43L. Bitterkeit, f., mhd. bitterkeit f. bitterlich, adj. u. adv., mhd. bitterlich.
Bitze, f.(Pl.-n): Baum-, Grasgarten. In der Schweiz, Schwaben, Hessen, der Wetterau, Nassau. Spätmhd. bitze f., abgeschwächt aus biziune n., ahd. biznni n. und biauna f.«ein- gezäuntes Grundstück», zusammeng. aus dem wegen der Betonungungeschwächtgebliebenen bi und einer Ableitung von zuln Zaun».
bitzeln, v.: schnell wiederholte fein- stechende Empfindung haben. Frühnhd.(bei Keisersberg, H. Sachs), abgeleitet von mhd. ahd. biz m.«Beißen, Bißy.


