137 Backpfeife
Bagger 138
nltern Nhd. Becker. Mhd.(seit dem 12. Jh.) hecker; dazu asächs. bakkeri, ndl. babler, ags. bœcere, engl. baker, anord. bakari, schwed. ba- gare, dän. bager. Davon Bäckerei, f.(1482 im Voc. theut. y 4b peckerey). ZUS. Back- fisch, m.: Fisch zum Backen, aber zu jung zum Absieden; noch unausgewachsenes Mäd- chen(schon 1555 in Bebels facetiae 393, vgl. auch Alberus Fab. 40, 129, wo Backfisch für Baccalaureus gesagt wird). Vgl. Eickhoff ZfdU. 14, 213 f. Backofen, m.: gewölbter Ofen zum Einschieben und Backen von Brot, Kuchen usw., mhd. bachoven, backoven m. Backstein, m.: gebackener künstlicher Stein aus Lehm oder Ton, gebrannter Ziegelstein (Henisch 1616). Backwerk, n.: kleines fei- neres Gebäck, mhd. bacwerc.
Backpfeife, eahn, s. Backen 2.
Backschich, n.: Trinkgeld, in neuerer Zeit entlehnt aus pers. bachschisch«Geschenk», arab. bachschisch Trinkgeld».
Bad, n.(-es, Pl. Bäder): Reinigung des Körpersdurch Hineinsteigen meine Flüssigkeit; diese Flüssigkeit selbst; Ort mit heilkräftigen Quellen und Anlagen zum Baden. Mhd. bat, Gen. bades, ahd. bad n.; dazu asächs. bach, ndl. bad, ags. bœd, engl. bath, anord. bad, schwed.- dän. bad n. Altes to-Partizip zu bäühen(s. d.); verwandt ist abg. banja«Bad», banjali «waschen, baden». Redensart: das Kind mit dem Bade ausschütten«etwas ganz Unbedachtes tun, das Gute mit dem Schlechten verwerfen). Daher der Orts- und Landesname Baden, eig. Dat. Pl., ahd. Badun, urspr. a badun zu den Warmbäderny». Vom Landesnamen abgeleitet das Adj. badisch, wofür auch hadenisch, badnisch; Badner, m.: wer aus Baden ist, auch mit fremder Endung Ba- dénser n. Vgl. ZfdW. 1, 60, 366; 3, 102.— baden, v. Mhd. baden, ahd. badön; dazu ndl. baden, ags. badlian, engl. bathe. 4 BL. Bader, m.(-‧s, Pl. wie Sg.): wessen Geschäft es ist, eine öffentliche Badstube zu halten und (zunächst in dieser) zur Ader zu lassen und zu schröpfen, dann auch Bart und Haare zu scheren. Mhd. badcere, bader; dazu asächs. bathere. ZUS. Badehre, f.: Schamtuch, Schürze beim Baden(Wieland 11, 221, schon bei Dasypodius 1537 Badehr; noch schweia. für«Badehemds). Ehre war in ältrer Zeit Be- nennung eines Schleiers oder Tuches, mit dem man Gesicht(Keisersberg Postill 3, 464) oder andre Teile des Leibes(Dasypodius 318°) sitt-
Besuch eines Badeorts. Erst bei Campe 1807, mhd. dafür badevart, älternhd. Badenfart. Badestube, f.: mhd. badestuhe f., dazu anord. badkstofa f.
Bafel, m. nutzloses Gerede; wertloses Zeug, oberd. Md. Babel. Vielleicht zu babbeln(8. d.).
baff, s. paff.
bäffen, v.: mit schwachem kurzen Tone bellen. Spätmhd. beffen«zanken, schelten, widerbellen», urspr. aber(wie 1541 bei Fri- sius 5792 und 388 b, danach bei Maaler 1561) cbelleny(vom Hund oder Fuchs). Zugrunde liegt die Schallinterj. baff vom bellenden Laute des Hundes, s. paff. Auch ndl. baffen cbelleny, mengl. baffen. 4 BL. häffzen, v. wie bäffen(1541 bei Frisius 5073 bäfptzen).
Bagage, f.: Reise-, besonders Heergepäck; (nach dem übelbeleumdeten Heerestroß über- tragen) Gesindel, Pack. Aus franz. hagage, ital. bagaglio m., das auf dem gleichbed. mlat. bagagium n. beruht, von mlat. baga f.«Ka- sten, Sack», prov. bagua, afranz. bague f. Bündel*, span. baga f.«Packseil, Last des Saumtiers»(die vielleicht auf anord. baggi m. Bündel, Tracht, Lasty zurückzuführen sind, s. Johansson KZ. 36, 361, vgl. Pack). Ein um 1600 ganz geläufiges Fremdwort (vgl. Gombert 6, 9), das 1557 bei F. Platter 281 als bagaie, 1617 im Teutschen Michel nr. 33 als Bagaschi und bei Wallhausen Corp. mil. 131 als Bagage erscheint.
Bagatelle, f.: nicht zu beachtende Klei- nigkeit. Aus dem gleichbed. franz. hagatelle f., nach ital. bagatella f.«Kleinigkeit, Ta- schenspielerei», was als diminutive Bildung zu roman. haga(s. Bagage) anzusehen ist, also eig.«kleiner Pack», dann«Lumperei, Kleinigkeity. Im 17. Jh. entlehnt(Fischer l, 575, Beleg von 1611.
bägern, v.: quälen, plagen(Wieland an Merck 1, 108). Schwäbisch. Vielleicht als Ableitung zu mhd. bägen, ahd. bãgan« streiten, zanken» anzusehen, das Uhlenbeck Btr. 20, 37 zu air. bägim zich streite», skr. bãhaté «drängt, drückt» stellt; oder aus dem Rot- wälschen, wo sich pegern ckrepieren, tot machen»(zu hebr. peger Leichnam) findet (daher schweiz. beigere« plagen), ferner Päger «vergiftete Brocken zum Töten der Hunde?.
Bagger, m.(-‧s, Pl. wie Sg.): Werkzeug zum Ausschöpfen und-werfen des Sandes und Schlammes aus einem Wasserbette. Bei Jablonski 1721 und Frisch 1741 Baggert.
sam verhüllte. Badereise, f.: Reise zum Von baggern, v.: Sand und Schlamm von


