121 Auslaut ausputzen 122
dagegen von Heynatz 1796 empfohlen(mhd.] Schafe ausgesondert werden, nämlich von der azlant n. ist«außerhalb der Gemarkung ge- Kennzeichnung durch einen farbigen Strich, legenes Guty, mnd. Etland n.«Land außerhalb auf bayr. Schafe merken d. h. zeichnen, wozu des Deichs).— Ausländer, m.: Fremder, merzen die Iterativform wäre, verkürzt aus aus der Fremde stammender, spätmhd. dz. merkzen, wie blitzen aus blickæen, schmatzen lender m. ausländisch, adj., spätmhd. dz- aus schmackzen, vgl. auch engl. mark ouf lendisch. causmerzen).
Auslaut, m.(-es): der Schlußlaut eines ausmitteln, v.: durch Mittel ausfindig Wortes. Wie Anlaut(s. d.) grammatischer machen, ermitteln. Bei Adelung 1774 als Kunstausdruck Jacob Grimms. oberd. verzeichnet, auch in der Bed.«aus-
auslegen, v.: aus einem Orte nach vornen sondern». legen, mhd. ſalegen; aus zum Verkaufe legen ausmustern, v.: bei sorgfültiger Prüfung (auch schon mhd.); zum Verständnis bringen auswählen; bei sorgfältiger Prüfung ausschei-
(mhd. nach lat. erponére); für einen andern den. Namtl. militärisches Wort. Frühnhd.(in bezahlen gegen Wiedererstattung(bei Ludwig der 1. Bed. schon 1507 bei Lilieneron 3, 8). 1716, älternhd. ist M. überhaupt s. v. a.«aus- ¹
geben, bezahlen», so schon 1501 im Voc. opt. R 4 b außgelecht cexpensus», auch mnd. At- leggen, die jetzige Bed. hat sich aus für einen a. entwickelt; dazu das Subst. Auslage f.: ausnehmen hers L des I ausgelegtes Geld(Gombert 7, 10 mit Beleg„ V.: heraus nehmen; des In- neruahſerüerardeienzanweien un dide nenvendumnwrnrtneneen eingegrabene Vertiefungen ausfüllen(im 15. Jh. ahlen: all 4; cheid und ahnnen eänrten eadenh, ee Anwenanen nni'enena, dnalen zen ausmachen, v.: zu Ende bringen, tertig,’ 1 1„ vollständig maehen mhd. izmachen(daher ahd. zneman cherausnehmen, ausscheiden und das Part. Prät. ausgemacht cvollkommen)); absonderny. Refl. sich a.: sich auszeichnen, zur Entscheidung bringen, namentlich durch sich b 2 borxortretenden Wigenahaft aa Kampf;(es mit einem a, später auch einem, Len(dai, Iemen v. workülwer— aus einen a.) an Vern— minge 2 Gei Luther dem Heere Wraustrbten um voraneilend sich vgl. Garaus); tüchtig ausschelten ühnhd..* nSch Tun 4, 411); durch deluen n fest- im Kampfe auszuzeichneny, Rolandsl. 209, 10, stellen(bei Stieler 1691); ergänzend zustande Parz. 72, 29);(abßesehnacht) üperhaud t edioh .; zeig Q“ erausbringen(Goethe an Knebel 369). e.. Den. 2. auemerrannerin bndzateenr, aemehneneen acetrnheaer machen. Frühnhd.(z. B. Hug Schapler 48)..„ 0T Vgl. Liebich Btr. 23, 223. S. mergeln. züglich. Seit der 1. Hälfte des 18. Jh. üblich,
ausmerzen, v.:(urspr.) unter der Schaf- nach Adelung besonders in Obersachsen(2. B. herde als untauglich ausscheiden(1562 bei bei Liscow 144, Gellert 4, 288); von Dornblüth Mathesius Sar. 1532 außmertzen); dann über- S. 89 als Erfindung der Zeitungsschreiber be- haupt als untauglich ausscheiden und aus- kämpft. S. ausgenomumen. tilgen, vornehmlich Worte. Wohl von dem ausposaunen, V.: laut verkündigen, eig. Monat März, in dem die schwachen und die mit Posaunenschall(nach Matth. 6, 2). Bei zur Zucht untauglichen Schafe ausgeschieden Steinbach 1734. werden(vgl. bei Frisch Merzschaf als un- ausputzen, v. von allem, was hinweg muß, tauglich ausgeschiedenes Schaf»). So findet gründlich reinigen; mit Schmuck, Flitterstaat sich auch z. B. im Spanischen marzear(im ein völlig glänzendes Aussehen geben(So bei März, span. marzo m.) die«Schafe schereny. Luther); in wahren oder falschen Glanz setzen Dieser Erklärung steht jedoch entgegen, daß(die Unꝛwissenheit a. bei Goethe 23, 303); was das Ausmerzen der Schafe hauptsächlich im sich nicht gebührt, derb verweisen zu gründ- Herbst geschieht; deshalb verweist Neubauer licher Unterlassung(bei Keisersberg Bilg. 141 (Ztschr. d. Ver. f. Volkskunde 1903, S. 100), mit Dat. im ußbützen). 4 BL. Ausputzer, m.: von der Art und Weise ausgehend, wie die derber Verweis. Bei Henisch 1616 Außbatzer.
S. mustern.
Ausnahme, f.(Pl.-n); das Ausscheiden und Absondern; Ausgeschiedenes und Abge- sondertes. Bei Krämer 1678 Ausnahm.


