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dem subst. gebrauchten F. des gr. Adj. äcßecroc unauslöschlich)(d- cun-y,-cßécròc von cßBevvbeiv clöschen»). Im 18. Jh. aufge- nommen.
Asch, m.(-es, Pl. Asche): tiefes topf- artiges Gefäß. Nur mundartlich(ostmd.). Mhd. asch m.«tiefe Schüssel»: der Name, weil das Gefäß ursprünglich aus dem Holz der Esche (G. d., md. asch, ahd. asc m.) gedreht war, wie denn auch noch bayr. 4sch, mhd. asch m., afränk.(latinisiert in der lex salica 21, 4) ascus, ags. œsc, anord. asker m. Wasserfahr- zeug, Schiffy(von Eschenholz). ZUS. Asch- kuchen, m.: in einer Form gebackener Kuchen. Bei Adelung 1774.
Asche, f.(Pl.-n): der von verbrannten oder auch verwesten Körpern zurückbleibende Staub. Mhd. asche f. m.(alem. fränk. esche), ahd. asca f.; dazu ndl. asch, ags. asce, œsce, engl. ash, anord. schwed. aska, dun. aske, got. ς f. Ableitung von einem Stamme as, der in lat. rëοre«trocken, dürr sein», aind. dsas m.«Aschey, gr. äxery«dörren» u. a. vor- liegt, vgl. Osthoff Btr. 13, 396, Walde s. v. ãreo. Die gotische Form muß gegenüber denen der andern Dialekte einen Mittelvokal verloren haben, also aus*ango entstanden sein.
Asche, f.(Pl.*): grauer forellenähn- licher Flußfisch, thymallus. Mit Wechsel des Geschlechts(doch thür. noch asch, äsch m. aus mhd. asche(im 15. Jh. auch äsche), ahd. asco m. Wohl nach der aschgrauen Farbe benannt, oder zu gall. esoæ Hechty.
Aschenbrödel, m. n.(-S, Pl. wie Sg.): Küchenjunge, dann überhaupt zu allen schmutzigen, staubigen Verrichtungen im Hause verstoßener Mensch. Mhd. aschen- brodele m.(dafür 1482 im voc. theut. b 7 b ascherprudel«Küchenjunges), zu brodeln, v. «wühlen und stauben in der Aschev. Daneben hess. Aschenputtel, zu putteln cin Flüssigem oder Staub hin und her schütteln», schweiz.- elsäss. Aschengridel zu grüdeln«sScharren, wühlen» u. a. Formen.
Ascher, m.(ds, Pl. wie Sg.): ausgelaugte Asche; gelöschter, mit Asche vermischter Kalk zum Gerben. Spätmhd. äsoher, escher m., von Asche abgeleitet. 48L. Ascherich, m.(-s): wie Ascher, bei Mathesius Sar. 120° Ascherich. äschern, v.: mit Asche beizen (vgl. abäschern); in Asche verwandeln(nur in Zusammens.); mit Asche bestreuen. Frühnhd.
Aschermittwoch, m. und f.; der 7. Mitt- woch vor Ostern, an dem der katholische
Priester die Gläudigen mit geweihter Asche bestreut, um sie an den Tod zu erinnern. Im 15. Jh. aschermitawoche m., daneben in gleicher Bed. schon im 14. Jh. aschtac(im 16. Jh. auch der äscherige mitwoch). Ascher- kann nicht auf das V. äschern zurückgeführt werden, sondern ist als Nebenform von Asche zu betrachten, die mhd. in Zusammensetzungen wie ascherknoche m., aschervar erscheint und der Ableitung ascheric, escheric, adj. zu- grunde liegt.
äschern, s. Ascher.
aschgrau, adj.: grau wie Asche. Bei Ludwig 1716. Redensart: das geht ins Asch- graue«in die graue Ferne, über den Horizont und so ins Unglaublichey.
Aschkuchen, s. ASch.
Aschlauch, m.(-es): die Lauchzwiebel, Schalotte. Bei Linné allium ascalénium, d. h. Lauch von der Stadt Ascalon in Palästina, bei den Römern caepa ascalonia. Auf asca- lonium geht mhd. aschlouch, ahd. asclouh zurück.
äsen, v.: fressen(vom Wilde gesagt). Mhd. en. Vgl. aasen.
Aser, Aser m.: Tasche zum umbängen, Speisesack, Jagdtasche. Bayr., schwäb.-alem., hess. Mhd. ãser, cser und(mit vorgetretenem n) nœser. Wahrscheinlich zu essen, von mhd.
) äz«Speise» gebildet.
Asket, m.(-en, Pl.-en): strenge Fröm- migkeit Ubender. Aus mlat.-gr. asceta, gr. äcxnrhc m.«wer irgend eine Kunst, ein aus- schließliches Geschäft übty. Im 18. Jh.
Aspe, s. Espe.
Aspekt, m.(-es): Anblick;(Pl. Aspekten) Aussichten, Vorzeichen;(in der Sterndeutung) Anzeichen nach den Stellungen der Planeten gegeneinander. Aus lat. aspectus m.«Anblick, Aussichty, abgeleitet von dem V. aspicere(aus ad-Spicere)«ansehen, anblickeny. Bei Para- celsus(† 1541) Schriften(1616) 1, 712 Aspect.
Asphalt, m.(-es, Pl.-e): Erd-, Juden- pech. Aus dem gleichbed. gr.-mlat. asphältum, gr. äcpokroc f. Neue Entlehnung.
Aspirant, m.(-en, Pl.-en): Amtsbewerber. Nach lat. aspirans(Gen. aspirantis), Part. Präs. von aspirare(aus ad-spirare) eig.«an- haucheny, dann s. v. a.«wonach streben». Im 18. Jh. aufgenommen.
assekurieren, v.: versichern zu Schaden- ersatz. Nach ital. assicurare, das auf mlat. assecurare«durch Unterpfand sicherstellen⸗ beruht, zusammenges. aus lat. ad zu» und


