79 Apparat
apolheosis, gr. dnobéwcicf. Vergötterung'», von gr. droHeöetv«vergöttern»(dmô drückt hier Verwandlung in etwas aus, Geéeiv zum Gott machen», von Geéc Gott»).
Apparat, m.(es, Pl.-e): Zurüstung zu etwas Vorzunehmenden; Werkzeug zur Zu- rüstung. Aus lat. apparatus d. i. adparatus m. Zurüstung, Zubereitung», von apparare d. i. adparare«zubereiteny. Im 15. Jh. ent- lehnt(Wyle 293, 11).
Appell, m.(¹es, Pl.-e): Zusammenrufungs- zeichen durch Trompete oder Trommel; Auf- ruf; Folgsamkeit des Hundes beim Herrufen.
In der 1. Bed. bei Sperander 1728, in der 3.
Bed. 1763 bei Heppe wohlred. Jäger 38. Aus franz. appel m., das auf mlat. appellum m. Vorforderung»(vor Gericht) zurückgeht, von appellare(s. d. folg.).— appellieren, v.: höhere Entscheidung anrufen. Mhd. appel- lieren, aus lat. appellare d. i. adpellare can- sprechen»,(in der Kaiserzeit)«anrufen, an je- mand Berufung einlegen», von appellere d. i. acpellere c«herantreiben». 4 I. Appella- tion, f., Berufung an ein höheres Gericht. Aus dem gleichbed. lat. appelatio f. Schon im 15. Jh.(vom Nom. gebildet) appela, später (Reichs-Ordnungen 18a vom J. 1495)appellation. Appetit, m.(es, Pl.-): Eßlust. Wie das gleichbed. franz. appétit von lat. appetitus d. i. adpetitus m.«Lust, Verlangen», von appelere d. i. adpetere«wonach langen, verlangen». Im Anfang des 15. Jh. entlehnt(1404 bei Eber- hard Cersne Der Minne Regel 2720 fg.). 4B L. appetitlich, adj. und adv.: Eßlust erweckend(Pischart Garg. 396). applaudieren, v.: Beifall klatschen. Von lat. applaudere d. i. adplaudere can etwas schlagen, Beifall klatscheny». Bei Rot 1571. — Applaus, m.(-es): das Beifallklatschen, der Beifallsruf. Aus gleichbed. lat. applausus m. Bei Amaranthes 1773 noch Applausus. applizieren, v.: anwenden, anpassen, bei-
bringen, refl. sich mit Fleiß auf etwas legen.( Aus lat. applicare d. i. adplicare canfügen,
wohin wenden, sich anschließen». Bei Rot 1571. apportieren, v.: herbeibringen(vom Hunde). Aus franz. apporter von lat. ap-
Portare d. i. adportare cherbeibringen». 1778
bei Amaranthes(3. Aufl.). Apposition, f.(Pl.-en): bestimmender Beisatz durch ein Substantiv. Aus dem lat.
appositio d. i. adpositio«zu-, Beisetzung» f.
approbieren, v.: zu etwas seine Zustim- mung geben, gutheißen. Aus lat. approbare
Aquator 80
d. i. adprobare cu etwas seinen Beifall gebeny. In der frühnhd. Kanzleisprache(Reichs-Ord. nungen 41 a v. J. 1500). 4L. Approbation, f.: Zustimmung, Billigung. Aus lat. appro- hatio(Gen. approbationis) f.
Aprikose, f.(Pl.=n): Frucht des arme- nischen Pflaumenbaums. Zunächst aus ndl. abriloos f.(über diese Form s. Horn Beitr. 23, 254), das entlehnt ist aus franz. ahricot m., ital. albercocco m., span. albaricoque m. Diese Formen beruhen auf dem lat. Adj. praecoquus cfrühzeitig, frühreifs also Praecogua ædie früh- reife Fruchts, woraus im Mittelgriechischen ſpekxöxkiov Bépekxökkiov n. usw. wurde; daraus bildeten die Araber(mit dem Artikel al) ihr albargng, albirqũg, und auf diese Form gehen die der romanischen Sprachen zurück. In Deutschland zeigt sich das Wort um die Mitte des 17. Jh.(1647 bei Olearius 245 Adpricos), wird aber erst im 18. Jh. allgemeiner, ohne indes das schon früher auftretende Murille (. d.) ganz zu verdrüngen.
April, m.(-s, Pl.-e): der vierte Monat im Jahr. Mhd. aprille, aberelle m. aus lat. aprilis m., unsichrer Herkunft, vgl. Walde s. v., nach Varro 6, 33 gleichsam aperilis d. h. der alles eröffnende Frühlingsmonat, wie mittel- und neugriech. der Frühling ävorgic f.«Pröff- nung' heißt. Der deutsche Name ist Oster- monat, ahd. östarmanoõt(s. Ostern). Die urspr. schwache Flexion hat sich bis ins 17. Jh. er- halten(jetzt nur noch in Zusammensetzungen Aprillen-), daneben schon im 16. Jh. die starke (Fischart Ehez. J 5 b), die später herrscht. Z0S. Aprilnarr, m.: der in den April Ge- schickte, d. h. der am 1. April Angeführte oder Getäuschte(Frisch 1741). Das April. schicken ist, aus Frankreich überkommen, schon im 17. Jh. bei uns üblich. April- wetter, n.: veränderliches Wetter, mhd. aberellen aweter.
apropos(spr. apropö): bei Gelegenheit wie im Franz. auch mir Gen. bei Lessing 12, 324), da füllt mir ein, ehe ich es vergesse. Zusammengerückt aus gleichbed. franz. 6 pro- pos. Im 30. Kriege entlehnt(1685 bei Liebe).
Aquarell, n.(-s, Pl.-e): Malerei mit Wasserfarben; Gemälde in Wasserfarben. Wie das gleichbed. franz. aquarelle aus ital. acque- rello m. Wasserfarbe», von lat. aqua«Wasser.
Aquator, m.(“s): der Erdgleicher, die Linie, die die Erdkugel in zwei gleiche Teile (nördliche und südliche Halbkugel) teilt. Aus
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