77 aper
Apotheose 78
Adj. dnaenc leidenschaftslos, unempfind- lich»(d- un-, naeic von mdeoc n. Leiden, Gefühl»).
aper, s. aber.
Apfel, m.(-s, Pl. Apfel): die bekannte Obstart, sowie dann manche andre dieser ähnliche rundliche Frucht und überhaupt rundlicher Gegenstand(schon in ahd. Zeit auch= Augapfel). Mhd. apfel(Pl. epfel), ahd. aphal, aphol(Pl. epfili) m., dazu ndl. fries. appel m., ags. œppel m., engl. apple, anord. epli n., schwed. äple n., dän. äble n. (got. raplus zu vermuten). Vgl. auch Affolter. Verwandt ist irisch aball, uball, lit. öbuolas m., abg. jablüko n. Apfel. Diese nordeuro- päischen Benennungen der Frucht führte man auf den Namen der von Virgil(Aen. 7, 740) als äpfelreich gepriesenen Stadt Abella in Campanien zurück; die Bezeichnung sei zuerst ins Keltische eingedrungen, von hier noch vor der 1. Lautverschiebung ins Ger- manische(darum ist hier das b der Grund- form in p gewandelt) und weiter ins Litau- ische und Slavische. Eher ist aber an Ur- verwandschaft zu denken, vgl. R. Much Z. f. österr. Gymn. 1896 S. 608, oder der Anklang ist nur zufällig, und pfel ist eine alte Be- zeichnung des Holzapfels. ZU0S. Apfelbaum, m.: mhd. apfelboum m.— apfelgrau, adj., mhd. apfelgrã, ahd. aphalgrä, anord. apal- grãr.— Apfelmus, n.: mhd. apfelmuos n. — Apfelschimmel, m.: grauweiber Schim- mel mit apfelrunden Flecken, bei Steinbach 1734.— Apfelwein, m.: mhd. apfelzln, auch epfelawin m., noch jetzt dialektisch Apfelwein.
Apfelsine, f.(Pl.-n): Orange. Nach holländisch appelsina d. i. aus China(franz. Sine) herstammender Apfel, franz. pomme de Sine. Die Frucht wurde von den Portu- giesen(vgl. die ital. Benennung portogallo m.) bald nach 1500 aus dem südlichen China nach Europa gebracht. 1681 erscheint Chi- neser-Apffel(Gombert 7, 7), bei Ludwig 1716 Sina-ãpffel, Apffel-sina von Lissabon und Porto, bei Richey 1755 als hamburgische Form Appelsina; auch Appel de Sina kommt vor(noch leipzig. Appeldesine Albrecht 792); Apfelsine erst bei Adelung 1774.
apodiktisch, adj. und adv.: von schla- gendem Beweise; unwiderleglich. Nach dem (i= gr. er) latinisierten gr. Adj. nodeixrixoᷣc cbeweisend⸗, eig.«fertig zum Vorzeigen, zur Schauy(dmò ab, los, von, wegꝰ, deicrixoc
«zum Vorzeigen geeignety, von deixvUvci czeigen, vorzeigen»). Bei Sperander 1728.
Apokalypse, f.(Pl.-n): die Offenbarung Johannis. Aus gr. lat. apocalgpsis, gr. dno- xdAuic eig.«Enthüllung»(dwo«von, wegy, xoXErewv um-, verhüllen»).
apokryph, adj.: untergeschoben, unecht. Apokryphen, Pl.: biblische Bücher, die mit den kanonischen nicht gleiche Geltung haben. Aus dem gr. Adj. drxpuooc æverborgen, untergeschoben»(dr von, wegy, xpurreiv «verbergen).
Apologie, f.(Pl.-n): Verteidigung; Schutz- rede, schrift. Aus dem gleichbed. gr. Jat. apolõgia, gr. droXoria zu dnokoTeichct csich herausreden, verteidigen»(dm cvon, wegy, XOreicéoi zu Rôoc«Wort, Rede, Erzühlung»). Bei Rot 1571 Apologel.
Apostel, m.(-s, Pl. wie Sg.): Lehrbote. Mhd. apostel(Gen. apostels und aposteln, gewöhnlich dafür zuwelfbote), ahd. apostolo, schon got. apaustaulus. Aus kirchlich-lat. apostolus, gr. rcrokoc m.«Abgesandtery, kirchlich insbesondere«Lehrbote Christi?, vornehmlich aus den zwölf Jüngern, von Arocre Netv abschicken(dr von, wegy, créMeiv«schicken).
Apostroph, m.(-es, Pl.-e): das Aus- lassungszeichen“. Aus dem gleichbed. gr.- lat. apõstrophus, gr. dãrroꝙoc f., dem sub- stantivisch genommenen F. des Adj. âcrpoqoc cabgewandts, dann«meidend», von recrpeqer ab-, wegwenden?(dr von, wegy, crpeqexv «wenden»). Das Zeichen ist 1572 von Schede und 1624 von Opitz in seinem Buch von der Deutschen Poeterey? nach dem Vorbild der Italiener und Franzosen verwendet worden, um Weglassung eines e am Schluß der Wörter anzudeuten.
Apotheke, f.(Pl.-n): Arzneiladen, Heil- mittelladen. Mhd. apotéke, aus gr.-lat. apo- théca f. Haus zum Kraäuter- oder Spezerei- und Arzneiverkauf», eig.«Vorratsbehältnis jeder Art, Magazin, gr. droενn f. Weg- setzungsort, Aufbewahrungsort, Warenlager» (à«von, wegy, onkn Lagery von rigevat asetzen, legen, stellen?, s. Theke). 4BL. Apotheker, m.(-s, Pl. wie Sg.): Arznei- bereiter(bei Luther Hohel. 3, 6«Spezerei- händlers»). Mhd. apotéker m. Heilmittel- händlero, aus mlat. apothecãrius m., Eigen- tümer oder Vorsteher einer apothecav.
Apotheöse, f.(Pl.-n): Versetzung eines Menschen unter die Götter. Aus gr. lat.


