Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
75-76
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75 Anweisung

Apathie 76

Anweisung, f.(Pl.-en): Hinweis worauf, Unterricht(mhd. amasunge f.); Bestimmung, Zuteilung, insbesondere einer auszuzahlenden Geldsumme(dies schon frühnhd.).

anwenden, v.: Richtung worauf geben, beziehen; zu einem bestimmten Zwecke ge- brauchen. Mhd. anewenden ist«ordnenꝰ, die jetzige Bed.«verwenden» bei Luther.

Anwesen, n.(-s, Pl. wie Sg.):(veraltet) das Gegenwärtigsein; unbewegliches Besitz- tum(im voc. inc. teut. a 8a Auwesen mansio, habitaculum»). Der substantivierte Inf. des V. mhd. anewesen, ahd. andewesun darin- und dasein». anwesend, Adj.: eig. Part. Präs.

des V. Um 1600 gebräuchlich geworden(bei

Duez). Anwesenheit, f.: um 1600 ge- bräuchlich(bei Gombert 7, 7 vom J. 1618). anwidern, s. awider-n.

Anwuchs, m.(-es, Pl. Amwüchse): stei- gende Zunahme und das in solcher Begriffene; an etwas Gewachsenes. Vom Prät. von an- wachsen aus gebildet; erst bei Adelung 1774. Klter ist Amwachs(bei Stieler 1691).

Anwunsch, m.(-es, Pl. Amwünsche): Wunsch an jemand(Hagedorn Fab. 154). Von dem bereits älternhd. V. anzwiinschen.

Anzahl, f.: die zukommende Zahl; über- haupt Zahl, Menge. Spätmhd. anaale, anzal f. von einer Menge dem Einzelnen zufallender Anteil, Verhältnis, zukommende Zahlo.

anzapfen, v.: wovon durch Zapfen die erste Flüssigkeit auslassen;(bildlich, wie an- stechen) mit Worten auf jemand zielen, ihn zu einer Außerung zu reizen suchen. Im 15. Jh. anzepfen(so noch jetzt schwäb), auch schon in der 2. Bed.

Anzeichen, n.(-s, Pl. wie Sg.): auf et- was hindeutendes Zeichen. Bei Krämer 1678.

Körper oder einen Teil desselben zur Be- deckung oder zum Schmuck ziehen(im 15. Jh., Zz. B. voc. inc. teut. a 8a, auch bei Luther); mit Kleidern versehen; beispiels- weise oder belegend erwähnen(im 15. Jh., auch bei Luther). 2) refl. sich a.: sich an- kleiden(mhd. dagegen Anspruch worauf machen»). 3) intrans.(mit sein) im Zuge herankommen(frühnhd.); zu ziehen anfangen; in einen Dienst, ein Amt usw. eintreten. Von dem trans. V. das Part. Präs. anziehend als Adj.: durch sinnlichen Reiz oder geistig zu sich hin ziehend, für sich gewinnend(1760 Wieland Suppl.4, 163, vgl. abstoßend). S. Anzug.

Anzucht, f.(Pl.-en): Abzugsgraben für unreines Wasser. Entstellt aus lat. aqude- dactus, vgl. Abzucht.

Anzug, m.(es, Pl. Anzuge): das Ziehen, um in Bewegung zu setzen; das Herbei- kommen; das Antreten eines Dienstes, eines Amtes; Gesamtheit der Kleidung(Gellert 3, 284). Spätmhd. anzuc m. ist«Stellung eines Zeugen, Zugang von Kaufleuten zum Ein- kauf, Beschuldigung oder Vorwurfy. 4 BIL. anzüglich, Adj. und Adv.: sich worauf beziehend(worauf zielend), um unangenehme Empfindung zu verursachen(Stieler 1691, gleichbedeutend anzügisch bei Moscherosch Phil. 1, 589, anzügig bei Harsdörfer Ge- sprächssp. 1, 241, vgl. mhd. anzuc Beschul- digung, Vorwurfy); durch sinnlichen Reiz oder geistig zu sich hin ziehend(Lessing, Wieland, Goethe).

anzwacken, v.: mittels Spitzen an etwas klemmen(Hagedorn Od. 99); mit Worten em- pfindlich zusetzen, angreifen(Günther, Voß).

Apanage, f.(Pl.-/): standesgemäßes Leib- gedinge. Aus franz. apanage f., das auf mlat.

Anzeige, f.(Pl.-n): Ankündigung; worauf apanagium, appanagium(d. i. ad-panagium)

hindeutender Umstand. In der Kanzleisprache um 1500 für älteres Anzeigen n. eingetreten (z. B. Reichs-Ordnungen 382 vom J. 1500), daneben älternhd. auch Anzeig m., alle von dem V. anzeigen ausgehend.

anzetteln, v.: den Zettel(s. d.) d. i. Aufzug zu einem Gewebe machen;(bildlich) durch kleine Mittel anstiften. Frühnhd. (Sallust S 33).

n. Unterhalt des Nachgeborenen und so nicht Erbberechtigteny beruht. Dies neben dem gleichbed. apanamentum n. von mlat. apanare, appanare(d. i. ad-panare)«Brot(at. panis), Unterhalt gebeny. Im 17. Jh. entlehnt.

apart, adj. und adv.: für sich stehend; sonderbar. Zusammengerückt aus franz. â Part, ital. a parte«bei Seite?. Im 17. Jh. ent- lehnt, zunächst aber nur als Adv. gebraucht

anziehen, v.: 1) trans.(mit haben) zu(daher auch Schelmufsky 79 noch in zwei sich hin ziehen, mhd. aneziehen; durch Worten a parte), später auch als Adj.(bei Ziehen in Bewegung setzen(auch mhd.); Nieremberger 1753). durch Ziehen vom Flecke bewegen; zuerst Apathie, f.(Pl.-n): Stumpfheit des Ge- ziehen; straff ziehen, z. B. ein Seil; auf. fühles, Gleichmut. Aus gr. Jat. apathia f., diehen, groß ziehen, z. B. Hühner; an den gr. dndOeid f.«Unempfindlichkeit», von dem