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Amt 52
im 14. Jh. amerboum, mlat. amarillus«Ama- rellenbaumy.
3Ammer, f.(Pl.-n): Funkenasche; in der Asche erhaltener Punke. Bei Luther, jetzt noch mundartlich. 1482 im voc. theut. f 74 der Plur. meren«heisze asche», mhd. einere, ahd. eimurja f., dazu ags. miyrje f., engl. embers, anord. eimyrja f., dän. emmer, zu anord. eimr m.«Rauch, Dampfy und an. Jsja f. Feuer?.
Ammonshorn, n.(-es, Pl. Ammonshörner): das gleich einem(dem Jupiter Ammon bei- gelegten) Widderhorne gewundene, verstei- nerte, vorweltliche Schneckengehäuse(Schiller Tell 4, 3).
Amnestie, f.(Pl.-n):(öffentlich erklär- tes) Vergeben und Vergessen eines Vergehens. Aus gr.-mlat. ammestia, gr. âuvncreia f.«das Nichteingedenksein, besonders eines erlittenen Unrechts«(à un-, nichty; uväcgai einer Sache gedenken»). Schon 1643 im unartigen teut- schen Sprachverderber. In der ältern Sprache dafür Undacht.
Ampel, f.(Pl.-n): Hängelampe. Ober- deutsch. Mhd. ampel, ampulle, ahd. ampla, anpnella, mit ags. ampelle f., anord. ampli m. Gefäßz» aus lat. ampulla f.«Flasche, Gefäß,, vgl. Pulle.
ampeln, v.: wonach strebend zappeln; überhaupt wonach streben. Ein ndd. Wort, schon mnd., im 18. Jh. mehrfach als dialektisch aufgeführt, auch von ndd. Schriftstellern wie Voß Briefe 2, 105 und Göckingk Ged. 2, 128 gebraucht. Vgl. Hampelmann.
Ampfer, m.(-s, Pl. wie Sg.): eine sauer schmeckende Pflanze, lat. rumex. Mhd. ampfer, ahd. anpharo m., dazu ags. ampre, ompre f. Ampfery. Eig. subst. Mask. eines Adj., das ndl. anper«scharf, bitter, unreify, anord. apr(für anpr)«scharf, kalto, schwed. amper«scharf v, lautet. Wenn das p als eingeschoben zu gelten hat, so kann man lat. amrus cbitter(S. Walde s.V.), skr. anilãs«auery(als subst. Mask. Säure, Sauerklee»), alb. ↄ515!'«Süßo, tombl' Galle ver- gleichen. Anders Johansson Idg. Forsch. 3, 240.
Amphihbie, f.(Pl.-n): beidlebiges(im Wasser wie auf dem Lande lebendes) Tier. Aus dem gleichbed. gr. lat. anphibium, gr. duqißiov, dem Neutr. des Adj. duꝓꝙißioc«beid- lebigꝰ(gr. àꝓꝙ- crundherum, von beiden Sei- ten?, Bioc m.«Leben»). Im 18. Jh. entlehnt.
Amphitheater, n.(s, Pl. wie Sg.): halb- runde Schaubühne. Aus dem gleichbed. gr.- lat. amphitheatrum, gr. du†ꝓρεανενοεν n., zu-
sammenges. aus duqi«rundherumꝰ und G6éarpov n.«Schauspielhausy. Im 18. Jh. entlehnt.
amputieren, v.: ein Glied des Körpers abschneiden. Aus dem gleichbed. franz. am- puter von lat. amputare zabschneiden», aus am(bi) cherum» und putäre«schneidens. Erst bei Campe 1801.
Amse, s. Ameisc.
Amsel, f.(Pl.-n): die Schwarzdrossel, lat. merula. Mhd. amsel, ahd. amsala, amsila, amsla, auch amfsla(daher jetzt mundartlich anspel, wie wespe aus wefse) f.; dazu ags. (mit ausgefallenem Nasal) ösle f., engl. ousel Amsel». Verwandt ist vielleicht das gleichbed. lat. merula(für rmeesula) f. Fick I“ 515, Hirt Ablaut 132(Bedenken dagegen bei Kluges, Walde s. v. merula). Im ältern Nhd. und mundartlich erscheint auch die Form Amschel (vgl. Geischel neben Geisel).
Amt, n.(-es, Pl. Amater): Inbegriff der Obliegenheiten, die eine Stellung mit sich führt; Gebäude zur Ausübung dieser Obliegen- heiten; Behörde zur Verwaltung und Recht- sprechung; gottesdienstliche Verrichtung des Geistlichen. Aus mhd. ampt, ambet, ambent, ahd. anabaht, ambahti n.«Dienst, Amty, dazu ein persönliches ahd. ambaht m.&Dienery; aus den verwandten Dialekten gehört hierher asächs. ambaht«Diensty(in ambahtman m. Dieners, ambahfskepi m.«Diensto), ndl. am- bacht n.«Handwerk», mbt n.«Amty, ags. ambiht, ombiht n.«Dienst(dazu ombiht m. «Diener»), got. andbahti n.«Diensto(dazu andbahls m.«Diener»), vgl. auch anord. am- bãtt f.«Sklaviny. Das persönliche Mask. geht zurück auf keltisch-lat. ambactus(Cäsar bell. gall. 6, 15, 2) eig.«Herumgesandter, Botey, ge- bildet von gall. amb- cherumy und einer Bil- dung von der Wurzel ag(s. Acker) ctreibenꝰ, hier«sendem(mlat. ambactia ambactiata«Auf- tragy, ital. anbasciata, franz. ambassade f. gehen erst wieder auf das germanische zu- rück). Vgl. Baist ZfdWf. 9, 33. Das Lehn- wort ist im Got. an die Bildungen mit der Vorsilbe and- angelehnt worden(nicht etwa selbständige Bildung mit einer Ableitung von germ. bak«Rückeny, also der im Rücken stehende). 43L amtieren, v.(dafür in der älteren Sprache amten): ein Amt verwalten. Junge, bei Campe 1807 noch nicht verzeichnete Bildung mit der fremden Ableitungsendung eren. amtlich, adj., spätmhd. ambetlich. ZUS. Amthaus, n., mhd. ambethus, ahd. ambahthüs n. Amtmann, m.: Vorsteher


